Stabil und schussfest im Einsatz mit Vorsatzgeräten

Die Zielfernrohre ZEISS Victory V8, ZEISS Victory HT, ZEISS Conquest V6 und V4 sind für den Einsatz von Vorsatzgeräten bestens geeignet! *

Der Einsatz von Vorsatzgeräten bei der Jagd ist aktuell ein großes Thema. Durch Änderungen in der geltenden Gesetzeslage und steigende Schwarzwildbestände in Kombination mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und zum Teil massiven finanziellen Belastungen durch Wildschäden werden deren Vorteile unter Jägern momentan viel diskutiert und die Anwendung bei der Jagd zunehmend ermöglicht. Doch wie wirken sich die Geräte auf die Stabilität und Leistung der Zielfernrohre aus? Und ist diese auch mit Vorsatz und Adapter ausreichend gegeben?

Für ZEISS ist klar: Optimale Voraussetzungen schafft man nur mit dem richtigen und passenden Equipment. Daher hat das Unternehmen im hauseigenen Labor die Eignung der ZEISS Zielfernrohre für den Einsatz von Vorsatzgeräten auf Herz und Nieren geprüft. Die Ergebnisse der Studien bescheinigen ideale Voraussetzungen für das gesamte Portfolio von ZEISS.

Vorteile von Vorsatzgeräten – und deren Einsatz im harten Testdurchlauf

Mit einem standardmäßigen Vorsatzgerät kann jedes Zielfernrohr von ZEISS in eine Nachtsicht- oder Wärmebildoptik umgewandelt werden. Dazu wird das Vorsatzgerät in der Regel objektivseitig auf das Zielfernrohr adaptiert, um der Optik beispielsweise die vielfältigen Möglichkeiten von Wärmebild zu eröffnen: Wärmebild-Vorsatzgeräte machen Wärmequellen direkt durch die Zieloptik ausfindig, sodass direkt beim Ansprechen alle Ziele sofort sichtbar sind – und das nicht nur bei Nacht, sondern auch bei Nebel und anderen widrigen Bedingungen.

Das Anbringen erfolgt mithilfe eines Ringadapters, der das Objektiv umschließt. ZEISS Produkte bieten die optimale Kombination aus Außendurchmesser und Wandstärke für einen stabilen Sitz. Jede ZEISS Optik wird in aufwendigen Tests im hauseigenen Testlabor und im Feld auf Lebensdauer und Alltagstauglichkeit geprüft. Diese strengen Testverfahren in Labor und Feld wurden nun um den Einsatz mit Standard-Vorsatzgeräten erweitert, um die Materialeignung der Optiken und damit auch deren fehlerfreie Funktion zu belegen.

Denn ein Vorsatzgerät wirkt je nach Gewicht und Schwerpunkt auf die Gesamtbalance eines Zielfernrohrs ein. Mangelnde Steifigkeit könnte dazu führen, dass sich durch das Anbringen eines Vorsatzgeräts der Nullpunkt verschiebt und die Treffpunktlage variiert. Dem kann der Jäger nur mit einer geeigneten und geprüften Zieloptik vorbeugen.

Stabil und schussfest auch bei schweren Vorsatzgeräten

Die ZEISS Tests haben ergeben, dass die mechanische Achse am Objektiv selbst bei hoher Belastung von bis zu 2.000 Grammperfekt stabil ist. Um dies zu belegen, wurden taktile Messungen an verschiedenen Messpunkten des Rohrkörpers bei verschiedenen Vorsatzgewichten durchgeführt.

Auch wenn das Vorsatzgerät abgenommen wird, kehren die ZEISS Zieloptiken wieder vollständig in ihren Ursprungszustand zurück – wie in der untenstehenden Grafik im Wert „500 Gramm Repro“ zu sehen ist. Die objektivseitige Gewichtsbelastung verläuft reversibel, so dass keine Materialermüdung zu befürchten ist. Dass ZEISS die Testkriterien hier besonders hochgelegt hat, zeigt sich daran, dass aktuelle Vorsatzgeräte durchschnittlich nur zwischen 400 und 1.000 Gramm wiegen.

Da Optiken bei der Schussabgabe extremen Kräften ausgesetzt sind, wurde im ZEISS Labor neben den mechanischen Tests zur möglichen Durchbiegung und Steifigkeit der Zielfernrohre auch großer Wert auf die Ziellinien-Abweichung durch den Einsatz von Vorsatzgeräten und Adapter gelegt. In den sogenannten Schocktests wurden die auf Zielfernrohre adaptierten Vorsatzgeräte einer Dauerbelastung ausgesetzt. Diese simuliert, ob die Adaption auch unter hoher Belastung hält und ob die Ziellinie – auch nach vielen Einsätzen – erhalten bleibt. Auch auf der Range, also unter realen Bedingungen, wurde die Schussfestigkeit der ZEISS Zielfernrohre in Kombination mit Vorsatzgeräten getestet und belegt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das ZEISS Victory V8, ZEISS Victory HT, ZEISS Conquest V6 sowie V4 in den verschiedenen Versuchsaufbauten die erwartete und nötige Steifigkeit sowie höchste Zuverlässigkeit in der Schussfestigkeit zeigten. Die Sicherheitsaspekte der Produktlinie wurden nachweislich während der gesamten Testphase beibehalten. Kurzum: Für die im Markt erhältlichen Vorsatzoptiken weist das ZEISS Portfolio die geforderte Stabilität auf!

„Unabhängig von der geltenden Gesetzeslage können wir bei ordnungsgemäßer Adaption eine Unbedenklichkeit beim Einsatz von Vorsatzgeräten hinsichtlich möglicher Schäden am Zielfernrohr zusichern“, sagt Dr. Stefan Ballmann, der für Application und Testing der ZEISS Consumer Products zuständig ist. „Unsere Tests haben die sehr hohe Widerstandsfähigkeit unserer Zieloptiken auch in Verbindung mit handelsüblichen Vorsatzgeräten belegt.“

Das müssen Sie beachten!

Bitte prüfen Sie, ob in Ihrem Revier der Einsatz von Nachtsicht- und Wärmebildvorsatzgeräten erlaubt ist. Die Vorgaben unterscheiden sich je nach Region und Land. Auch wenn beispielsweise in der Bundesrepublik Deutschland Nachtsichtvorsatzgeräten mit Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes für Jäger erlaubt sind, muss die jeweilige jagdrechtliche Gesetzgebung zwingend beachtet werden.

Alle Messungen wurden auf ZEISS Koordinatenmessgeräten (KMG) durchgeführt. Das Bild zeigt eine ZEISS UPMC 850 Carat. Es wurden auch Tests mit einem ZEISS PRISMO ultra KMG durchgeführt. Mit einem Längenmessfehler von nur 0,5+L/500 Mikrometer ist ZEISS PRISMO ultra ideal für Aufgaben, bei denen es auf höchste Präzision ankommt. Lesen Sie hier mehr

*Die Zielfernrohre ZEISS Victory V8, ZEISS Victory HT, ZEISS Conquest V6 und V4 sind für den Einsatz von Vorsatzgeräten geeignet. Bei ordnungsgemäßer Adaption der Vorsatzgeräte bleiben die Garantieansprüche für die Zielfernrohre erhalten.