Cloud Special Day – OOP 2019

Nicht nur Start-Ups sondern auch große und etablierte Unternehmen setzen immer stärker auf Cloud-Lösungen, um ihre Wertschöpfungskette zu digitalisieren. Doch welche technischen Möglichkeiten stehen auf Cloud-Plattformen wie Amazon Webservices und Microsoft Azure zur Verfügung, um geschäftskritische Anwendungen z. B. im medizintechnischen Umfeld zu entwickeln? Genau diese Fragen haben wir als Saxonia Systems AG (seit 03/2020 ZEISS Digital Innovation) im Rahmen unseres Cloud Special Days auf der OOP 2019 in München gemeinsam mit u. a. der Carl Zeiss Meditec AG beantwortet.


Vortrag 1

Sicher und compliant: Wie man eine medizinische Cloud-Plattform aufbaut​

Im ersten Beitrag boten Thorsten Bischoff (Carl Zeiss Meditec AG) und Dirk Barchmann (Saxonia Systems AG) einen Einblick in die Entwicklung einer bereits international eingeführten Mobil-Anwendung: Diese erlaubt es Ärzten, Patienten- und OP-Informationen mithilfe einer Cloud-Plattform auf Basis von Amazon Webservices (AWS) zwischen der Arztpraxis und einem entfernten OP-Saal zu synchronisieren. Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Sicherheit der zu übermittelnden und zu speichernden Daten gelegt (encryption in transit / at rest), wobei es eine Vielzahl von Industrienormen und gesetzlichen Vorschriften in den verschiedenen Zielländern zu beachten und zu erfüllen galt. Beispiele dafür sind die DSGVO in Europa oder die HIPAA Privacy, Security, Transactions Rule in den USA sowie die weltweit anerkannten ISO-27001-Standards. Ein zentraler Lösungsbaustein sind bereits geprüfte und zertifizierte Cloud-Dienste wie etwa der Amazon Key Management Service (KMS) zur Verschlüsselung von Daten oder der Amazon Simple Storage Service (S3) zu deren Speicherung. Aber nicht nur technische Fragestellungen mussten geklärt werden – auch organisatorische und prozessuale Anpassungen wurden aufgrund der Nutzung von Cloud-Diensten vorgenommen, um die notwendigen Zertifizierungen zu erreichen.


Vortrag 2

Vor- und Nachbereitung von Katarakt OPs in der Cloud

Im darauffolgenden Vortrag von Rainer Scheubeck (Carl Zeiss Meditec AG) und Alexander Casall (Saxonia Systems AG) wurde davon berichtet, wie eine Lösung zur Vorbereitung, Planung und Nachbereitung von Augenoperationen in der Cloud entwickelt und in Produktion gebracht wurde.

Neben der Möglichkeit, dass Updates an zentraler Stelle ausgerollt und Daten (z. B. Stammdaten) zentral gepflegt werden können, war die dynamische Skalierbarkeit der Anwendung ein Argument für eine Cloud-basierte Lösung. Um die Nachhaltigkeit und Erweiterbarkeit der Anwendung sicherzustellen, werden die Komponenten der Anwendung als Docker-Container auf Basis der Cluster-Management-Lösung Kubernetes betrieben. Die verwendeten Cloud-Native-Dienste, wie etwa Azure Kubernetes Service und Azure CosmosDB, sind über standardisierte und verbreitete Schnittstellen angebunden. Dieses Vorgehen erlaubt es, die Anwendung relativ unabhängig vom Public-Cloud-Provider zu betreiben und ermöglicht es, den gewählten Provider ohne größeren Aufwand zu wechseln. Da es sich bei der Anwendung um ein Medizinprodukt handelt, ist deren Entwicklung und Distribution durch verschiedene Institutionen reguliert, so dass in der Konzeption und Entwicklung besonderer Wert auf Infrastruktur und Testautomatisierung gelegt wurde.


Vortrag 3

Neue Wege mit der Cloud erforschen

Dr. Andreas Zeidler (Carl Zeiss Meditec AG) und Leo Lindhorst (Saxonia Systems AG) stellten im dritten Vortrag die aktuellen Erkenntnisse eines F&E-Projekts der Carl Zeiss Meditec AG vor. Ziel ist es zu bewerten, wie bestehende On-Premises-Lösungen auf AWS migriert werden können. Hintergrund ist der steigende Bedarf der Mediziner an rechenintensiven Analysen, für die die bestehende On-Premises-Infrastruktur zu schwach ist. Für die Bewertung werden auf Basis des Prototyps einer medizinischen Cloud-Plattform mehrere minimale Produkte entwickelt, um die verschiedenen Ansätze und Herausforderungen bei einer Cloud-Migration zu explorieren. Dabei kommen moderne Konzepte und Technologien wie etwa Datalake oder Serverless-Architekturen zum Einsatz.


Vortrag 4

Private Cloud – Eine Alternative?

Für Fälle in denen eine Transformation zu einer Public-Cloud-Infrastruktur nicht möglich ist, kann eine Private-Cloud eine Alternative sein. Günther Buchner (Saxonia Systems AG) stellte im letzten Vortrag des Tages seine Erfahrungen bezüglich der Einführung einer OpenStack basierten Private-Cloud-Infrastruktur in einem Großunternehmen vor. Dabei handelt es sich um eine Infrastruktur, die zentral vom Unternehmen für verschiedene Parteien in der Organisation auf eigener Hardware betrieben wird. Diese Infrastruktur besitzt Cloud-Eigenschaften wie bedarfsorientiert skalierbare Bereitstellung und Abrechnung von Ressourcen, Hochverfügbarkeit und zentrale Implementierung von Querschnittsfunktionalitäten. Im beschriebenen Szenario kam OpenStack als Basistechnologie zum Einsatz.

Open Stack bietet einen Infrastructure as a Service (IaaS) Layer, auf dessen Basis im vorgestellten Projekt Cloud Foundry als Platform as a Service (PaaS) Dienst betrieben wird. Die Kosten werden, analog zur Public-Cloud, bedarfsabhängig anhand eines Kostenschlüssels auf die Abteilungen umgelegt, welche die Private-Cloud-Dienste nutzen. Die Einführung einer solchen komplexen IT-Infrastruktur ist zwar mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden, bietet allerdings auch eine Reihe von Vorteilen: So können Unternehmen dadurch Agilität und Flexibilität in der Softwareentwicklung mit Cloud-Technologien steigern, ohne abhängig von Public-Cloud-Providern zu sein oder sich mit der komplexeren Datenschutzsituation bei Anbietern außerhalb der eigenen Organisation auseinandersetzen zu müssen.

Zusammenarbeit: Eingespielte Teams als Erfolgsgarant? (Teil 2) – OOP 2017

Das Konferenzjahr 2017 startete im Januar – wieder mit der OOP. Auch diesmal befand sich eine Umfrage im Gepäck nach München. Wie im vorangegangenen Blogbeitrag zur WJax bereits beschrieben, wollten wir uns erneut dem Arbeitsumfeld der Befragten widmen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Rückschlüsse auf die zielgruppenabhängige Sichtweise auf eingespielte Teams zu ziehen, da die Rahmenbedingungen z.B. mit Fragen und Konferenzort im Vergleich zur WJax gleichbleibend sind. Einziger wesentlicher Unterschied ist bei den Funktionen der Umfrageteilnehmern festzustellen, da wir bei der OOP vorrangig Softwarearchitekten, Entscheider und Berater vorfinden, während die WJax überwiegend von Softwareentwicklern aufgesucht wird.

Durch den gleichen Aufbau der Fragebögen startet auch dieser mit der Frage, wie die Teilnehmer ihren Arbeitsweg zurücklegen. Die Aussagen weichen hier nur bedingt von denen der WJax ab. Das am stärksten genutzte Mittel ist weiterhin der PkW, auch wenn die S-Bahn ebenfalls weit mehr frequentiert ist, als andere öffentliche Verkehrsmittel.

Mit welchem Verkehrsmittel legen Sie Ihren Arbeitsweg zurück? Diagramm
Abbildung 1: Mit welchem Verkehrsmittel legen Sie Ihren Arbeitsweg zurück?

Der darauffolgenden Frage „Wie beschäftigen Sie sich auf dem Weg zur Arbeit?“ lagen weiterhin zwei Gedanken zu Grunde. Erstens ist es üblich, dass heutzutage immer wieder bereits auf dem Arbeitsweg erste Mails bearbeitet, neueste Nachrichten aufgeschnappt oder Fachartikel gelesen werden. Doch wie viele Personen beschäftigen sich tatsächlich mit geschäftlichen Dingen? Zweitens stellte sich die Frage, ob im Zeitalter der Digitalisierung Smartphone und Laptop die klassischen Medien gänzlich verdrängt haben. Daher ist unser Interesse darauf gerichtet, welches Medium vorrangig zum Informationskonsum genutzt wird.

Beschäftigung auf dem Arbeitsweg - Diagramm
Abbildung 2: Beschäftigung auf dem Arbeitsweg

Geht es um die Nutzungszwecke, sieht man auch in dieser Umfrage den deutlichen Vorsprung der digitalen Medien gegenüber den klassischen, wie Print und Fernsehen in Straßenbahnen. Auch nur vereinzelt werden Radio oder Hörbuch angegeben. Damit wird deutlich, dass das Smartphone immer mehr zur „Allzweckwaffe“ wird, da es die verschiedenen Kanäle auf Grund der vielfältigen Nutzungsoptionen miteinander vereint.

Auffällig ist jedoch, dass im Vergleich zur WJax die geschäftliche Nutzung einen Aufschwung verzeichnet. Mit gut 1/3 zu 2/3 liegen geschäftliche und private Nutzung hier nicht so weit von einander entfernt. Dies bestätigt unsere Erfahrungen, dass mit zunehmendem Entscheiderlevel der Arbeitsweg bereits durch Vorgänge im Arbeitsalltag bestimmt wird.

Zusammenarbeit – eingespielte Teams als Erfolgsgarant?

Stimmen Sie der These "Stabile Teams sind ein Garant für Projekterfolge" zu? - Diagramm
Abbildung 3: Stimmen Sie der These „Stabile Teams sind ein Garant für Projekterfolge“ zu?

Beim Einstieg in den inhaltlichen Bereich wird deutlich, dass sich die Meinungen auf den Konferenzen nicht so stark voneinander differenzieren. Der These Stabile Teams sind ein Garant für Projekterfolge stimmen in Summe 78 % zu, damit liegt dieser Wert nur 3 Prozentpunkte unter dem der WJax. Ebenso die „unentschlossenen“ Antworten, die sowohl Vor- als auch Nachteile in stabilen Teams sehen und sich nicht festlegen können, ähneln sich auf den Konferenzen (14 % zu 16 %).

Wie oft ändert sich Ihr Kollegenkreis in Ihrer Arbeitsumgebung? - Diagramm
Abbildung 4: Wie oft ändert sich Ihr Kollegenkreis in Ihrer Arbeitsumgebung?

Betrachtet man die kollegialen Veränderungen durch Mitarbeiterfluktuation, findet sich auch hier ein ähnliches Bild. Nur gut 1/5 gibt an, dass sich ihr Kollegenkreis kaum bis gar nicht ändert. Damit zeigt sich eine noch stärkere Tendenz zu instabilen Teams. Es ist ebenfalls keine Abhängigkeit von dem Kollegenumkreis bzgl. ihrer Angestelltensituation erkennbar, beispielsweise ob ausschließlich mit internen Kollegen gearbeitet wird.

Diagramm: Ihre Kollegen sind ...
Abbildung 5: Ihre Kollegen sind …

Ein weiterer Faktor, den wir erhoben haben, um besser das Arbeitsumfeld der Befragten verstehen zu können, ist das Wo gearbeitet wird. Dabei lässt sich auch ein entscheidender Unterschied zur WJax-Umfrage feststellen. Während dort gut doppelt so viele im Großraumbüro vergleichend zum Einzelbüro saßen, unterscheiden sich hier die Zahlen kaum voneinander.

Auf Grund dessen, dass diese Frage Mehrfachantworten zulässt, steht Home Office als weitere Antwort zur Verfügung. Da das Home Office aber ebenso wie auf der WJax bei keiner Befragung eigenständig angegeben worden ist, sondern nur in Verbindung mit den anderen beiden Optionen, lässt sich hier nur der Unterschied in der Verteilung auf die beiden anderen Optionen wahrnehmen: zwei Drittel ergänzen damit das Großraumbüro, ein Drittel das Einzelbüro.

Wie ist Ihr Arbeitsort beschaffen? - Diagramm
Abbildung 6: Wie ist Ihr Arbeitsort beschaffen?

Ebenfalls als Einfluss auf die Stabilität von Teams, z.B. in Hinblick auf Aufgabenfokussierung, Kommunikationswege und Termine, stellt sich die Frage nach der Anzahl der Projekte, die zu absolvieren sind. Identische Werte zur WJax Umfrage (siehe Abbildung 7) zeigen, dass die stabilen Teams mit Barrieren, wie hohen Koordinationsaufwänden für jeden Einzelnen, die sich aus Deadlines, unterschiedlichen Anforderungen und Kommunikation mit den entsprechenden Teams, zu kämpfen haben. Diese (Konferenz-)zielgruppenübergreifenden Probleme lassen sich dadurch erklären, dass die Teams erst durch die Zusammensetzung verschiedenster Personenkreise zu Stande kommen und dadurch für alle Beteiligten die gleiche Situation vorhanden ist.

Arbeiten Sie an einem oder an mehreren Projekten? - Diagramm
Abbildung 7: Arbeiten Sie an einem oder an mehreren Projekten?

Wie die Digitalisierung den Fachbereichstest ändert – OOP 2017

Umfrage auf der OOP 2017

Ein wesentlicher Erfolgsbaustein eines jeden Dienstleistungsunternehmens ist es, die Zielgruppe Ihrer Services zu kennen. Nicht nur um seine Leistungen bestmöglich zu platzieren, sondern auch um den Kunden eine möglichst optimal auf sie zugeschnittene Lösung zu bieten. Schon seit Langem setzen wir als Saxonia Systems AG (seit 03/2020 ZEISS Digital Innovation) daher nicht nur auf eine möglichst enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden, sondern führen auf verschiedenen Konferenzen Umfragen durch. Ziel ist es dabei die Herausforderungen – mit denen Fachbereich und IT täglich zu kämpfen haben – besser kennen zu lernen.

Auf der OOP in München vom 30.01. – 03.02.2017 nutzten wir so wieder die Gelegenheit, um im Testing & Quality Forum eine kleine aber doch recht heterogene Menge an Personen zu befragen. Die Teilnehmer unserer Umfrage waren in unterschiedlichsten Rollen an der Softwareentwicklung in Unternehmen beteiligt – wir befragten Project Owner, Architekten, Testmanager, Entwickler, Projektleiter, Anwendungsmanager, Gruppenleiter, […] und konnten dadurch einige Erkenntnisse gewinnen.

Als Einstieg in unsere Befragung wollten wir von den Teilnehmern wissen, wie viele IT-Teil-Systeme in der Firma in der sie arbeiten zum Einsatz kommen. Wie sich herausstellte, sind die meisten Systemlandschaften durchaus sehr komplex. Mehr als 50% der Befragten gaben dabei 30 oder mehr Teil-Systeme an. Der nächst größere Anteil (22,6%) gab an, immerhin mehr als 15 Teil-Systeme im Einsatz zu haben.

Wie viele IT-Teil-Systeme werden in Ihrer Firma genutzt? - Diagramm
Abbildung 1: Wie viele IT-Teil-Systeme werden in Ihrer Firma genutzt?

Die nächste Frage behandelte den Integrationsgrad der Systeme, das heißt zwischen wie vielen der vorhandenen Systeme ein Datenaustausch stattfindet, bzw. wie viele der vorhandenen Systeme sich gegenseitig Daten liefern. Hier hielten sich die Meinungen ungefähr die Waage. Das heißt der Integrationsgrad der Systeme wurde nahezu durchgehend mit mittel (die Hälfte der vorhandenen Systeme tauscht Daten aus bzw. liefert Daten) bis hoch ([fast] alle Systeme kommunizieren miteinander, bzw. liefern Daten) bewertet.

Wie schätzen Sie den Integrationsgrad der Systeme ein? - Diagramm
Abbildung 2: Wie schätzen Sie den Integrationsgrad der Systeme ein?

Als erschwerender Faktor bei Softwareentwicklungsprojekten kommt meist hinzu, dass unterschiedliche Akteure an der Entwicklung der Systemlandschaft beteiligt sind. Wir stellten dazu die Frage: „Wer entwickelt bei Ihnen?“, wobei eine Mehrfachauswahl der Antworten (eigene Entwicklungsabteilung, externer Dienstleister vor Ort, externer Dienstleister anderswo) möglich war. Lediglich ein Viertel der Befragten gaben an, das nur die firmeneigene Entwicklungsabteilung für den Ausbau der Systeme verantwortlich ist. Die restlichen 74% werden durch externe Dienstleister entweder vor Ort oder anderswo (32% sogar beides) unterstützt. Die entsprechende Entwicklung erfolgt dabei zum Großteil agil (80%), dicht gefolgt von klassischen Vorgehensmodellen (48%). Aber auch eine „chaosgetriebene“ Entwicklung kommt in 16% der Fälle durchaus noch vor.

Wie wird bei Ihnen bzw. für Sie entwickelt? - Diagramm
Abbildung 3: Wie wird bei Ihnen bzw. für Sie entwickelt?

Gerade die letzte Form der Entwicklung neigt dabei natürlich zu einer gewissen Fehleranfälligkeit, weswegen unsere letzte Frage sich vor allem auf die Qualität der Software, bzw. das Testen, bezog. Wir wollten also von den Interviewten wissen, ob bei Ihnen überhaupt Tests durchgeführt werden, und wenn ja, wer diese durchführt. Auch hier war eine Mehrfachauswahl der Antworten möglich.

Welch großen Stellenwert Tests bei der Softwareentwicklung einnehmen, zeigte sich an dieser Stelle noch einmal deutlich. Bei allen Befragten wurden Tests (welche Art des Testens war dabei nicht Bestandteil der Umfrage) realisiert. Fast alle (96%) setzten dabei auf Entwicklertests, weitere 71% auf Tests durch den Fachbereich. 67,7 % der Teilnehmer gaben sogar an die Tests durch ein dediziertes Testteam bzw. eine Testorganisation durchführen zu lassen. Immerhin noch 38% führten außerdem die Anwender als testende Instanz auf. Wobei man hier sicher mit einem Schmunzeln sagen kann, dass der Anwender im Endeffekt ja ohnehin immer den letzten Praxistest der Software durchführt.

Wer führt bei Ihnen Tests durch? - Diagramm
Abbildung 4: Wer führt bei Ihnen Tests durch?

Zusammenfassend kann man also sagen, dass sich bei unserem „Markttest“ folgendes Mehrheitsbild darstellte: Der Großteil der Befragten hat es mit komplexen Systemlandschaften zu tun, die durch eine hohe Komplexität durch sehr viele IT-Teil-Systeme und einen mittleren bis hohen Integrationsgrad charakterisiert sind. Des Weiteren sind in den meisten Fällen externe Dienstleister einbezogen, die sich an klassischen oder agilen Vorgehen orientieren. Die agilen Vorgehensmodelle sind dabei die Basis für ein Großteil der Entwicklungsprojekte. Außerdem spielen Tests eine sehr große Rolle. Die Durchführenden sind dabei sehr unterschiedlich, grundsätzlich ist man sich aber darüber einig, das Softwaretests bei der Entwicklung nicht weg zu denken ist.

Wir sind uns dabei durchaus bewusst, dass dies keine repräsentative Studie darstellt und die Besucher des Testing & Quality Forums mit Sicherheit von Haus aus ein gewisses Interesse an Softwarequalität mitbringen. Trotzdem sind die Ergebnisse für uns doch recht aussagekräftig und interessant.