ZEISS Jungjäger Event in Wetzlar

Wetzlar
Die Optikstadt Wetzlar ist eine wichtige Keimzelle des Unternehmens ZEISS. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts produziert und vertreibt ZEISS von Wetzlar aus optische Produkte wie Zielfernrohre.

Vom 4. bis 7. September 2017 fand für vier Gewinner in der Optik-Stadt Wetzlar und im ZEISS Revier ein Jungjäger-Event in Kooperation mit dem Deutschen Landwirtschaftsverlag und Merkel Jagd- und Sportwaffen statt.

Mit großen Erwartungen steuerte ich Anfang September die Trainingsakademie der Carl Zeiss Sports Optics GmbH in Wetzlar an. Dort wurden wir ganz herzlich von Johannes Fürst und Klaus Felgenhauer in Empfang genommen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und Besprechung des Ablaufs der nächsten Tage bekamen wir während einer Führung durch das ZEISS Werk anschaulich vermittelt, unter welchen Bedingungen und unter welchem Aufwand Präzisionsoptiken gefertigt werden. Am Nachmittag hatten wir erstmals die Möglichkeit, die Merkel Helix mit den neuen ZEISS Conquest V6 auf dem nahegelegenen Schießstand zu testen. Ich bin hellauf begeistert, was die Balance und Führigkeit dieser Waffe angeht.

 

Das Revier des Grafen zu Solms ist ein historischer Jagdgrund nahe Wetzlar.

Nachdem wir uns mit unseren Waffen angefreundet hatten, ging es auch gleich zur Königsdisziplin – der 300m Bahn – über. Hier galt es, den Herren der Schöpfung schonungslos unter Beweis zu stellen, dass wir Damen den Herren bei der Jagd auf Scheiben nicht nur ebenbürtig, sondern haushoch überlegen waren. Abends wies uns Oberförster Krato in das Revier des Grafen zu Solms ein, das es bejagen galt.

Die erste Nacht war kurz. Um fünf Uhr in der Früh war „Sammeln der Jäger“ angesagt. Ausgestattet mit der Merkel Helix, dem Conquest V6 und einem Victory SF bezog ich meinen Stand. Leider war der erste Morgenansitz nicht von Jagderfolg gekrönt.

Mit dem Victory SF geht es zum Morgenansitz im historischen Jagdgrund.

Mit beiden Augen offen hatte ich eine exzellente Übersicht und konnte mein Ziel entsprechend schnell erfassen. So macht Flüchtigschießen Spaß!

Alina Tecklenborg

Später konnten wir im Schießkino in Münchholzhausen unsere Schießkünste unter Beweis stellen. Die Merkel Helix war auch hier wieder unsere Begleiterin und erwies sich als die perfekte Waffe für diese Disziplin des jagdlichen Schießens. Besonders begeistert war ich von der Schnelligkeit, die man mit etwas Übung beim Repetieren der Waffe erreicht. Das Geradezug-System bietet weiterhin den enormen Vorteil, dass einem beim Repetiervorgang im Anschlag nichts ins Gesicht fährt.

Auch die Drückjagdvisierung von Zeiss ließ sich super handhaben. Mit beiden Augen offen hatte ich eine exzellente Übersicht und konnte mein Ziel entsprechend schnell erfassen. So macht Flüchtigschießen Spaß! Für den Abendansitz bekamen wir, wie jeden Tag, einen neuen Stand zugewiesen. Dieses Mal war uns Diana auch tatsächlich hold und so konnten unsere beiden „Jungs“ jeweils ein Schmaltier zur Strecke bringen. Waidmannsheil!

Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern sichtet Alina das Revier.

Am darauffolgenden Morgen ging es abermals um fünf Uhr ins Revier. Dieses Mal wurde ich sogar von unserem Kameramann begleitet, doch leider hatte ich auch an diesem Morgen keinen jagdlichen Erfolg zu verbuchen. Nach dem Frühstück führte uns Schwarzwildexperte Max Götzfried in die Geheimnisse des erfolgreichen Pirschens ein. Da das Pirschen für mich bis dato absolutes Neuland war, war ich besonders gespannt, worauf es hierbei zu achten gilt. Eins ist klar – Pirschen ist verdammt anstrengend! Nichtsdestotrotz war das Seminar höchst interessant und extrem lehrreich. Den letzten Abend verbrachten wir wieder auf dem Ansitz.

Den Abschluss der Jagd-Erleben-Tage bildete am vierten Tag ein Zerwirk-Kurs bei Metzgermeister Daniel Seller in der Nähe von Laubach. Anhand der Stücke, die in den vergangenen Tagen erlegt werden konnten, zeigte er uns, wie ein Stück Reh- oder Rotwild fachmännisch zerwirkt wird – ein sehr informativer und anschaulicher Kurs, bei dem wir auch selbst Hand anlegen durften, um unsere Fähigkeiten zu schulen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich wahnsinnig spannende Tage im schönen Hessenland verbringen durfte und bedanke mich nochmals ganz herzlich bei allen Beteiligten, die dieses Event ermöglicht haben. Ich habe neue Jagdfreunde kennengelernt und unglaublich viel Spaß gehabt.

Horrido und Waidmannsheil, eure Alina!