Der passionierte Jäger Thomas Nohl machte seine Berufung zum Beruf und erhielt damit
eine Familientradition in der vierten Generation am Leben.

Giessen, Deutschland
Wenn sie mehr über die Messer von Thomas Nohl erfahren möchten:
nohl-giessen.de

Seine Eltern – ein Messerschmied und eine Goldschmiedin – waren der Meinung, dass die Kunst der Messerherstellung keine Zukunft mehr habe. Dabei waren die Nohls mütterlicherseits seit über 150 Jahren Messerschmiede Meisterbetrieb in Gießen. So absolvierte Thomas Nohl nach dem Abitur eine Lehre als Einzel-handelskaufmann, um zumindest das Familiengeschäft später weiterführen zu können. Viel Freude machte ihm die Ausbildung nicht, aber er fand genügend Zeit für seine Hobbys. Die hatten alle irgendwie mit dem Thema Messer zu tun: Angeln, Tauchen, Kanufahren, Survivaltraining, Reisen in alle Welt und schließlich auch die Jagd. Und da war noch die alte Werkstatt, in der er immer wieder an Messern für sich herumexperimentierte.

Randall-Messer – ein echter Ritterschlag in der Szene.

In Florida lernte Thomas Nohl auf einer seiner Reisen Gary Randall kennen, eine echte Legende unter den Messermachern. Gary Randall fand wohl Gefallen an dem neugierigen Deutschen. Er gab ihm nicht nur wertvolle Tipps und Tricks mit auf den Weg, sondern überließ ihm später auch die exklusive europaweite Vertretung für die berühmten Randall Messer.

Wiesel: Das charakteristische Griffloch schützt die Hand vor Verletzungen, erleichtert die Führung und gibt der Messerhand mehr Freiheit, z. B. beim Abschwarten von Schwarzwild.

Thomas Nohl im Portrait

In seiner kleinen Manufaktur in Giessen produziert der Hobbyjäger Thomas Nohl Messer, die ihres Gleichen suchen.

Zahlreiche kleine Details sorgen für den Feinschliff
Thomas Nohl war nun immer häufiger in seiner Werkstatt, er nahm an Schmiede- und Schleiflehrgängen teil und schaute den Meistern der Messer- Branche in Europa und den USA über die Schulter. Er entwarf Jagd-, Outdoor und Sammlermesser und verbesserte seine Entwürfe durch die praktischen Erfahrungen, die er als Jäger und Survivalenthusiast machte. Bei seinen erfolgreichsten Messerlinien „Waldläufer“ und „Wiesel“ sind es zahlreiche kleine Details, die ihre Vorteile in der Praxis bewiesen haben. Beim Wiesel, einem Allround-Messer, fällt beispielsweise sofort das Finger-Griffloch ins Auge. Es schützt davor, dass die Hand in die Schneide abrutscht, macht das Messer extrem führig, erhöht die Krafteinwirkung durch den Hebeleffekt und ermöglicht, dass man mit der Messerhand gleichzeitig greifen kann. Der Waldläufer – wahlweise in Turbinenstahl- oder Damaststahlausführung erhältlich – ist perfekt auf die Jagd abgestimmt. Das attraktive Damaszenermuster macht das Messer nicht nur aufwendiger in der Herstellung und attraktiver, sondern auch deutlich robuster. Außerdem ist die Klinge fast bis zum Griff geschliffen und schneidet damit an der Stelle, an der die höchste Kraft auftritt.

Waldläufer: Seit 20 Jahren Nohls erfolgreichste Messerserie für Jäger, in aufwendig geschliffenem Damast oder in Turbinenstahl. Typisch Nohl-Design: Die Klinge ist fast bis zum Griff geschliffen.

Inzwischen ist die Auftragslage so gut, dass Thomas Nohl die Messer in kleinen Manufakturen zuarbeiten lässt und sogar eine lebenslange Schleifgarantie in der Familienwerkstatt ausführt. Seine Jagdleidenschaft teilt der Messermacher aus Gießen auch mit seiner Frau, die das Schmuckgeschäft führt, in dem auch Jagdschmuck angefertigt wird.

ZEISS gehört sozusagen mit zur Familie
Dass der Messermacher Thomas Nohl beim Beobachten, Ansprechen und Zielen auf ZEISS setzt, ist nicht nur seinen kompromisslosen Qualitätsansprüchen geschuldet. Schon lange bevor er seine Passion für das Jagen entdeckte, verkaufte sein Ur-Großvater unter anderem schon Brillen von ZEISS.