Interview mit Fotograf und Filmer Jeff Simpson

Kansas, USA
Jäger oder Fotograf? Wenn Jeff Simpson sich zwischen seinen beiden Passionen entscheiden muss, dann ist das nahezu unmöglich, denn schon in der Kindheit entdeckte er seine Leidenschaft für beides.
Der US-Amerikaner Jeff Simpson (39) vereint als Fotograf, Filmer und Jäger Job und Leidenschaft mit seinem Blick für einzigartige Momente in der Wildnis. 
Was war zuerst da, die Fotografie oder die Jagd?

Ich denke, es war die Jagd. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hat mein Großvater mich im Alter von sechs Jahren in Wyoming mit auf Antilopenjagd genommen. Aber die Fotografie kam nicht viel später.

Und wie bist du zur Fotografie und zum Film gekommen?

Als ich acht Jahre alt war, entdeckte meine Mutter ein Bild, das sich aufnommen hatte. Es zeigte meinen Vater beim Fischen an einem Teich in der Nähe unseres Hauses. Es war ein nettes Bild mit einem Sonnenuntergang, das ihn im Gegenlicht als Silhoutte zeigt. Und es gewann schließlich sogar einen Preis. Ich würde sagen, das war der Anfang für meine Beziehung zur Linse.

Wie ist deine Beziehung zu Jagd und Fotografie bzw. zum Film?

Ich liebe beide. Ich begann 2005 die Jagd zum Thema für meine Filme zu machen. Ich wollte diese Leidenschaft so gut wie möglich darstellen. In der gleichen Art, wie die Leidenschaft, die mich zu jeder Gelegenheit nach draußen zog.

Gibt es Aufnahmen, die dir als Lieblingsbilder besonders ans Herz gewachsen sind?

Das ist eine schwierige Frage. Ich liebe ganz allgemein Landschafts- und Wildtierfotografie. Aber, ich habe da verschiedene Wapiti-Bilder die sicher zu meinen Favoriten gehören. Und eine wunderschöne Aufnahme von Schneegänsen. Da sind so viele Vögel in einem Bild eingefangen, dass es aussieht, wie ein abstraktes Gemälde.

Aus welchem Grund setzt du auf Zeiss bei deinen Objektiven, ob Jagd oder Fotografie?

Zeiss ist für mich das Nonplusultra. Was die jagdliche Seite angeht, schätze ich daran die Klarheit und die Leistungsfähigkeit bei wenig Licht. Das jedes Mal ein spürbarer Vorteil, ob man nun das Fernglas oder das Zielfernrohr nutzt. Einige der Jagden sind wirklich hart. Ein gutes Glas spart mir da viele unnötige Schritte. Bei der Fotografie lässt Zeiss meine Bilder einfach besser aussehen. Die Genauigkeit ist unglaublich und ich bin dafür wirklich dankbar, wenn ich die Bilder nachträglich noch am Computer bearbeite.

Was ist aus deiner Sicht an Zeiss Produkten so besonders?

Leistung. Jedes Zeiss-Produkt, das ich habe, hat meine Erwartungen in Sachen Leistungfähigkeit übertroffen. Ich wünschte, das könnte ich von mehr Produkten sagen.

Jeder Ort hat seine eigene Geschichte und ich liebe es
die Schönheit darin zu entdecken.

Jeff Simpson
Machst du deine Aufnahmen während deiner Jagd oder trennst du Hobby und Beruf?

Ich habe lange gefilmt und fotografiert, während ich selbst gejagt habe. Aber jetzt versuche ich einmal im Jahr nur für mich auf die Jagd zu gehen. Ohne Kamera.

In welchen Ländern warst du schon unterwegs?

Eigentlich fast in der ganzen Welt: Europa, Kanada, USA natürlich, Südafrika und Südamerika.

In welcher Gegend jagst bzw. fotografierst du am liebsten.

Was das Jagen angeht, liebe ich Kansas, der Staat, in dem ich zuhause bin. Ich weiß nicht, ob ich wirklich einen Lieblingsort für die Fotografie habe. Jeder Ort hat seine eigene Geschichte und ich liebe es die Schönheit darin zu entdecken. Diese Schönheit teile ich dann mit anderen durch die Bilder, dich ich einfange.

Was macht deine Art zu fotografieren besonders?

Geschichten erzählen und reale Szenen, das versuche ich mit meinen Aufnahmen abzubilden. Stilistisch gesehen habe ich eine Leidenschaft für Schwarzweiß-Bilder.

Wo konnte man deine Arbeiten schon sehen?

Meine Bilder sind bereits in unterschiedlichen Publikums- und Outdoor- Magazinen erschienen. Die Filme wurden auf verschiedenen Fernsehkanälen gezeigt, z.B. ESPN, National Geographic and the Outdoor Channel.

Wurden deine Arbeiten schon einmal ausgezeichnet?

Außer der Aufnahme, die ich als Kind geschossen habe? Den letzten Preis habe ich für einen Werbspot bekommen. Er war für Kühlboxen und hieß „Sword for a Nose“. Wir haben eine Auszeichnung für den besten Spot in der Kategorie „Outdoor“ erhalten. Ich war Produzent vor Ort und Kameramann.