ZEISS unterstützt NABU Naturschutzjugend in Hamburg

Hamburg verbindet man eher mit geschäftigem Handel und buntem Treiben als mit Natur. Abgesehen vom Hafen ist Hamburg eine typische europäische Großstadt wie viele andere – mit einem hohen Anteil an versiegelten Flächen.
Die Einwohner kennen Natur nur in Parkflächen oder wenn sie die Stadt verlassen. Und dennoch gibt es eine große Anzahl Kinder und Jugendliche, die gerade hier einen engen Bezug zur Natur haben und sich für deren Erhalt engagieren.

„In einer Großstadt wie Hamburg gibt es sehr viele Freizeitangebote und Ablenkungen für Kinder und junge Erwachsene. Da ist es nicht immer leicht, unsere Aktivitäten als Naturschutzjugend zu platzieren. Dennoch haben wir wirklich viele Ehrenamtliche und gut besuchte Kindergruppen“, stellt der 19-jährige Jan Göldner fest. Wenn Jan gerade nicht für sein Abitur lernt oder im Baumarkt jobbt, verbringt er viel Zeit als Landesjugendsprecher der Naturschutzjugend und als Leiter einer Kindergruppe im Einsatz für die Natur.

„Dabei lernen die Kinder Verantwortung für die Natur ganz praktisch und ohne Belehrung“.

Jan Göldner

Die Naturschutzjugend ist die Jugendorganisation des NABU, des deutschen BirdLife-Verbands. Ähnlich wie viele andere Kinder- und Jugendgruppen des NABU in Deutschland errichtet Jan Göldner mit seinem Team Krötenzäune und pflegt Streuobstwiesen: Jährlich rettet die Gruppe an 8-12 Jahre alten Kindern, die Göldner leitet, an die 800 Kröten und Frösche.

Was jedoch besonders in der Großstadt ist, ist das, was der Landesverband „StadtNatur“ nennt. Anders als in den Gebieten mit höherem Anteil an ländlicher Umgebung, geht es hier vor allem um Renaturierung bislang anders genutzter Flächen und um das „Urban Gardening“. Schon kleine Flächen naturnah umzugestalten, bietet Lebensraum für viele Arten.

„Für mich ist die Naturschutzjugend eine Plattform, viel über die Natur zu lernen und interessante Leute zu treffen.“

Sara Dekubanowski

Gerade die Insekten haben es der 23 Jahre alten Lehramtsstudentin Sara Dekubanowski angetan. Gemeinsam mit Jan und vielen anderen baut sie Insektenhotels und gestaltet Parkflächen in Schmetterlingswiesen um.

Auch Sara hat mit Studium und Job im Operettenhaus an sich genug zu tun, aber die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Natur bedeuten ihr so viel, dass sie gerne einen Großteil ihrer Freizeit dafür opfert.

Bei ihr soll dies künftig sogar Teil ihres Jobs als Biologielehrerin werden. Besonders interessant für sie waren die Austauschprogramme mit der israelischen Natur- und Umweltschutzorganisation SPNI. Dort waren auch junge Naturschützer aus Zypern, Italien und Rumänien. Trotz aller Unterschiede in den Organisationen haben sie alle doch sehr ähnliche Aktivitäten. Insbesondere in Israel versteht man als Land mit wenig Fläche die Herausforderungen von Naturschützern in der Großstadt.

Als nächstes Großprojekt steht für Sara und Jan der große Coastal Cleanup Day an: An diesem Tag wollen sie nicht nur das Elbufer mit jungen Menschen aufräumen, sondern in Vorträgen und im gemeinsamen Abendprogramm die Freude am Naturschutz wecken. Unterstützung erfahren Jan und Sara in der Vorbereitung durch die Jugendbildungsreferentin in der Geschäftsstelle des NABU Hamburg. Optiken zur Vogelbeobachtung erhalten sie in der Carl-Zeiss-Vogelstation in Hamburg-Wedel.

Die Station führt Menschen an die Natur heran und wird seit vielen Jahren von ZEISS unterstützt. Dennoch: die Verantwortung und die Entscheidungen für Aktionen liegen bei den jungen Ehrenamtlichen, die keine Sekunde dieser Zeit missen wollen.