Was machen eigentlich Metallographen?

Das Mikroskop als wichtigstes Werkzeug

Wissen

Die Metallographie ist ein Arbeitsgebiet der Werkstoffwissenschaft und bedeutet wörtlich „Metallbeschreibung“. Dieser Beruf wurde im Lette Verein Berlin vor über 110 Jahren erfunden, wo man ihn heute noch erlernen kann.

Neue Werkstoffe entwickeln und bestehende sicherer machen

Metallographen finden zum Beispiel heraus, welcher Werkstoff der richtige ist, um Brücken stabil zu bauen oder welches Metall benötigt wird, um Motorräder sicher zu konstruieren.
Sie beschäftigen sich hauptsächlich mit der Mikrostruktur von Werkstoffen und leisten einen Beitrag in der Qualitätssicherung. Dazu gehört auch die mechanisch-technologische und zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, die Werkstoffentwicklung und Erforschung von hochwertigen Materialien sowie die Schadensanalyse. Sie werden in den Prüflaboren der Industrie, wie der Auto-, Flugzeugindustrie, der Bahn, in der Mikro-Elektronik, Maschinen- oder Turbinenbau sowie in privaten und staatlichen Forschungseinrichtungen beschäftigt. Dazu gehören zum Beispiel die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, das Helmholtz-Institut, die Fraunhofer-Gesellschaft, das Max-Planck-Institut oder auch Universitäten sowie Hochschulen.

“Der Beruf des Metallographen ist sehr interessant. Ihr könnt dabei helfen, neue Werkstoffe zu entwickeln und bestehende sicherer zu machen.“

Toni Vegaz Nguyen, der selbst die Ausbildung zum Metallographen am Lette Verein Berlin absolviert hat, erklärt, was ein Metallograph macht, warum er Mikroskope dafür braucht und stellt die Ausbildung vor:

Mikroskope in der Metallographie

Viele metallographische Analysemethoden werden nach internationalen Normen und Standards definiert. Das gilt zum Beispiel für die Feststellung nichtmetallischer Einschlüsse (NMI) in Stahl oder die Bestimmung von Korngrößen und Phasenanteilen. Ein Mikroskopsystem, das mit entsprechenden Softwaremodulen ausgerüstet ist, ermöglicht eine präzise und automatisierte Analyse dieser Parameter.

Gundula Jeschke, Abteilungsleiterin für den Ausbildungsgang Metallographie und Werkstoffprüfung im Lette Verein Berlin, fasst zusammen:

„Wir nutzen hochwertige Mikroskope, davon viele von ZEISS in der Ausbildung. Nur so können wir gewährleisten, dass bei uns die bestmöglich ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen in den Arbeitsmarkt gehen. Unsere Schüler und Schülerinnen schätzen neben der individuellen Betreuung auch die moderne Ausstattung im Lette Verein Berlin. So macht Ausbildung Spaß.“

Mehr Informationen zu Metallographielösungen von ZEISS

Informationen zum Lette Verein Berlin

In Deutschland bilden lediglich der Lette Verein Berlin und das Berufskolleg in Solingen mit staatlich anerkanntem Abschluss aus. An der Hochschule Aalen können Studierende den Studiengang “Materialographie / Neue Materialien” mit dem Bachelor of Engineering abschließen.

Tags: Elektronen- und Ionenmikroskopie, Lichtmikroskopie

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