{"id":983,"date":"2016-05-30T09:08:12","date_gmt":"2016-05-30T09:08:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.zeiss.com\/digital-innovation\/de\/?p=983"},"modified":"2020-07-30T08:16:27","modified_gmt":"2020-07-30T08:16:27","slug":"11-1-design-prinzipien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.zeiss.com\/digital-innovation\/de\/11-1-design-prinzipien\/","title":{"rendered":"11+1 Design Prinzipien"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine Software, die neben ihrem Funktionsumfang eine nutzungsfreundliche Bedienung bietet, hebt sich positiv von Konkurrenzprodukten ab. Doch das zu erreichen ist nicht ganz trivial. In diesem Artikel werden deshalb die 11 wichtigsten Prinzipien vorgestellt, die grundlegende Regeln zum Erreichen einer hohen Usability beschreiben. Ganz gleich ob beim Prototyping, w\u00e4hrend der Entwicklung oder beim explorativem Testen: mit diesen einfachen Regeln im Hinterkopf kann Usability im Software-Projekt unkompliziert Ber\u00fccksichtigung finden bzw. verbessert werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 1: Sichtbarkeit &amp; Feedback<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sichtbarkeit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Damit er seine Aufgabe erledigen kann, muss der Nutzer jederzeit wissen <strong>wo<\/strong> er sich befindet und <strong>welche<\/strong> Aktionen <strong>wie<\/strong> ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Mit anderen Worten bedeutet das: was der Nutzer nicht sieht, gibt es nicht. Bevor er sich lange mit dem Produkt besch\u00e4ftigt, wird er lieber zur Konkurrenz wechseln! Zeigen Sie dem Nutzer daher stets, wo er sich gerade in der Anwendung befindet und wie er dorthin gelangt ist. Das Wichtigste an Information und Funktion muss immer griffbereit sein \u2013 lassen Sie den Nutzer nicht erst danach suchen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Feedback<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Nachdem der Nutzer eine Aktion ausgef\u00fchrt hat, will er wissen, ob ihn das System \u201everstanden\u201c hat. Er erwartet zudem eine Auskunft dar\u00fcber, was als n\u00e4chstes passiert. Das System sollte den Nutzer deshalb in vertretbarer Zeit, durch angemessenes Feedback, d.h. visuell, auditiv oder haptisch, \u00fcber den aktuellen Status zu einer Aktion informieren. Geben Sie dem Nutzer Bescheid, falls es l\u00e4nger dauert.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 2: Die Sprache der Benutzer sprechen<\/h2>\n\n\n\n<p>Leider wird oft technisch \u00fcber Dinge gesprochen, statt in der Sprache der Anwender. Bestes Negativ-Beispiel daf\u00fcr sind Fehlermeldungen mit kryptischem Code, der zwar f\u00fcr den Entwickler von Wert sein kann, dem Nutzer aber nichts sagt. Gestalten Sie daher Fehlermeldungen hilfreich, indem Sie nicht nur das Problem verst\u00e4ndlich erkl\u00e4ren, sondern auch einen L\u00f6sungsvorschlag bereitstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um den Nutzer vor der Ratlosigkeit zu bewahren, sollten ihm vertraute Begriffe verwendet werden und abgebildete Arbeitsabl\u00e4ufe seiner Denkweise entsprechen. Pflegen Sie Bezeichnungen und Prozesse in der Fachsprache der Anwender. Pr\u00fcfen Sie genau: Sind die \u00dcbersetzungen korrekt? Sind Abk\u00fcrzungen verst\u00e4ndlich? Hier kann es helfen Feldforschung zu betreiben, d.h. herauszufinden, welche Begriffe der Benutzer verwendet und wie er arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 3: Steuerbarkeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer kennt das nicht: Etwas in Eile startet man am Morgen den Rechner, und das System beginnt beim Hochfahren ungefragt, 10 Minuten lang Updates zu installieren. Es gibt kein Entkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Prinzip der Steuerbarkeit ruft uns die Macht des Nutzers in Erinnerung. Der Nutzer soll eine Aktion initiieren und die Richtung beeinflussen k\u00f6nnen, sodass er beispielsweise unvertraute Funktionen ausprobieren und bei Missfallen wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen kann. Auch sollte er Teilaktionen unterbrechen k\u00f6nnen, beispielsweise die Teilnahme an einer Meinungsumfrage zwischenspeichern, um zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt fortzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einfach formuliert gilt beim Prinzip der Steuerbarkeit: Der Mensch sagt dem Computer was er tun soll, nicht umgekehrt. Bieten Sie dem Nutzer immer einen Ausweg.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 4: Konsistenz<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Einarbeitung in ein neues System f\u00e4llt umso leichter, je mehr sich seine Bedienung und Gestaltung auf Bekanntes berufen und somit erwartungskonform sind. Erschaffen Sie durch die einheitliche Verwendung von Begriffen, Farben, Layouts und Icons ein konsistentes Look-and-Feel innerhalb der Anwendung und innerhalb von Produkt-Familien. Indem Sie sich an verbreitete Plattform-Konventionen und Design-Styleguides halten, vermeiden Sie \u00dcberraschungen f\u00fcr den Nutzer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wichtigste Regel ist in letzter Instanz jedoch die \u00dcbereinstimmung mit den Nutzererwartungen. Etwas kann von Ihnen als vermeintlicher Experte noch so logisch durchdacht sein, aber wenn Nutzer eine andere Funktionsweise erwarten, l\u00e4sst sich diese Erwartungshaltung nur schwer \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 5: Fehler tolerieren und vorbeugen<\/h2>\n\n\n\n<p>Jeder Mensch ist mal unkonzentriert bei der Arbeit, sei es aus M\u00fcdigkeit oder Zeitnot, so dass ihm Fehler unterlaufen. Umso wichtiger ist eine hohe Toleranz der Anwendung, die Fehler erkennt und dem Nutzer eine einfache Korrektur erm\u00f6glicht. Google beispielsweise macht direkt einen Vorschlag f\u00fcr \u00e4hnliche Suchbegriffe mit mehr Ergebnissen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"411\" height=\"239\" src=\"https:\/\/blogs.zeiss.com\/digital-innovation\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/201605_111_Design-Prinzipien_1.png\" alt=\"Fehlertoleranz bei Google\" class=\"wp-image-989\"\/><figcaption><em>Abbildung 1: Fehlertoleranz bei Google<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Erlauben Sie dem Nutzer, ungewollte Aktionen r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Einen Datenverlust gilt es jedoch immer zu verhindern. Bei kritischen Aktionen ist es daher sinnvoll, erst eine Best\u00e4tigung vom Nutzer einzuholen \u2013 beispielsweise vor dem Formatieren der Festplatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch besser als eine gute Fehlerbehandlung ist nat\u00fcrlich eine entsprechende Vorbeugung, sodass es gar nicht erst zu Bedienfehlern kommen kann. Schr\u00e4nken Sie daher gezielt Nutzer-Aktionen ein, wenn diese unzul\u00e4ssig oder zwecklos sind. Deaktivieren Sie Schaltfl\u00e4chen und erkl\u00e4ren Sie durch Tooltipps, warum diese gerade nicht nutzbar sind,&nbsp;wie es beispielsweise bei Amazon.de gehandhabt wird (s.u.). An Stelle eines Freitextfeldes, das anf\u00e4llig f\u00fcr Schreibfehler ist, k\u00f6nnen Sie dem Nutzer eine Vorauswahl an Optionen anbieten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"482\" height=\"201\" src=\"https:\/\/blogs.zeiss.com\/digital-innovation\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/201605_111_Design-Prinzipien_2.png\" alt=\"Fehlertoleranz bei Amazon\" class=\"wp-image-987\"\/><figcaption><em>Abbildung 2: Fehlertoleranz bei Amazon<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 6: Erkennen vor Erinnern<\/h2>\n\n\n\n<p>Es f\u00e4llt leichter, bekannte Dinge wiederzuerkennen, als diese aus dem Ged\u00e4chtnis abzurufen. Man vergleiche hier nur einmal den Aufruf einer Funktion durch Klick auf einen Button, mit dem Aufruf der gleichen Funktion \u00fcber die Kommandozeile.<\/p>\n\n\n\n<p>Entlasten Sie daher den Nutzer kognitiv, indem Sie Objekte, Aktionen und Optionen f\u00fcr ihn sichtbar machen: Assoziieren Sie Text- mit Bildinformation; bieten Sie beispielsweise zum Dateinamen einer Grafik auch eine Bildvorschau an. Versehen Sie Suchmasken und Formularfelder mit aussagekr\u00e4ftigen Beschriftungen, sodass der Nutzer sofort wei\u00df welche Information verlangt wird. Helfen Sie dem Nutzer bei der Recherchearbeit, indem Sie ihm seine letzten Suchanfragen auflisten oder Vorschl\u00e4ge machen, wie bei Foursquare.com auf die Frage \u201eWas gef\u00e4llt dir?\u201c:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"698\" height=\"608\" src=\"https:\/\/blogs.zeiss.com\/digital-innovation\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/201605_111_Design-Prinzipien_3.png\" alt=\"Erkennen vor Erinnern bei Foursquare\" class=\"wp-image-988\" srcset=\"https:\/\/blogs.zeiss.com\/digital-innovation\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/201605_111_Design-Prinzipien_3.png 698w, https:\/\/blogs.zeiss.com\/digital-innovation\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/201605_111_Design-Prinzipien_3-600x523.png 600w, https:\/\/blogs.zeiss.com\/digital-innovation\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/201605_111_Design-Prinzipien_3-640x557.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 698px\" \/><figcaption><em>Abbildung 3: Erkennen vor Erinnern bei Foursquare<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Vermeiden Sie es hingegen, dass sich der Nutzer Informationen beim Wechsel zwischen Dialogen merken muss, beispielsweise den 10-stelligen Registrierungscode bei der Einrichtung einer Software.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 7: Flexibilit\u00e4t &amp; Effizienz<\/h2>\n\n\n\n<p>Nutzer bringen verschiedene Anforderungen an eine Anwendung mit, sei es in Hinblick auf die technische Expertise, Herkunft, oder physischen Bed\u00fcrfnisse. Wird die Software diesen Anforderungen nicht gerecht, kann der betroffene Nutzer aufgrund der erforderlichen Umstellung nicht effizient arbeiten. Das grunds\u00e4tzliche Ziel sollte es jedoch sein, dass der Nutzer seine Aufgabe mit minimalem Aufwand erledigen kann. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Annahme, dass er mit steigender Nutzungsfrequenz und Expertise schneller arbeiten will.<\/p>\n\n\n\n<p>Erm\u00f6glichen Sie es daher dem Nutzer, Standardeinstellungen konfigurieren zu k\u00f6nnen. Bieten Sie erfahrenen Nutzern Shortcuts f\u00fcr h\u00e4ufig genutzte Funktionen an und geben Sie Neulingen Tipps, wie sie schneller zum Ziel kommen. Verwenden Sie im Sinne von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fitts%E2%80%99_Gesetz\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fitts\u2018 Gesetz<\/a> f\u00fcr wichtige Funktionen eine gr\u00f6\u00dfere Darstellung, da diese schneller erreicht werden k\u00f6nnen als kleine Objekte.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch <strong>Achtung<\/strong>: Die Nutzer-Erwartung steht \u00fcber der Effizienz! Sie m\u00f6chten gerne auf einen Button zum Speichern des aktuellen Zustands verzichten, weil automatisch gespeichert wird? Keine gute Idee, weil das Fehlen des Knopfes den Nutzer verwirren und ihn zum Suchen veranlassen wird.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 8: Einfachheit<\/h2>\n\n\n\n<p>Dialoge sollten nur relevante oder h\u00e4ufiger ben\u00f6tigte Informationen enthalten. Jede zus\u00e4tzliche Information lenkt den Nutzer von den wichtigen Inhalten ab und relativiert die Sichtbarkeit anderer Elemente. Gestalten Sie Ihre L\u00f6sung daher so einfach wie m\u00f6glich. Was ist wirklich die Aufgabe, die Sie unterst\u00fctzen wollen? Pr\u00fcfen Sie beispielsweise f\u00fcr jedes Oberfl\u00e4chen-Element, ob es wirklich essentiell ist und einen Zweck erf\u00fcllt (z.B.: \u201eBrauchen wir die Tabelle wirklich, und dann mit einem roten Rahmen?\u201c) Enth\u00fcllen Sie vertiefende Funktionen der Anwendung nur schrittweise, n\u00e4mlich genau dann, wenn sie ben\u00f6tigt werden. Alles andere k\u00f6nnte den Nutzer \u00fcberfordern.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zuge auch der Tipp, komplexe Abl\u00e4ufe zu vereinfachen, statt sie auszublenden. Einfachheit wird durch die <strong>Vereinfachung<\/strong> von Dingen erreicht: nicht durch Ausblenden von Komplexit\u00e4t und auch nicht durch Eliminierung notwendiger Funktionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lassen Sie kurz gesagt alles weg was m\u00f6glich ist. Aber bitte \u00fcbertreiben Sie es nicht: Was der Nutzer nicht findet, gibt es f\u00fcr ihn auch nicht!<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 9: Wahrnehmbarkeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Informationen und Interface-Komponenten m\u00fcssen dem Nutzer so pr\u00e4sentiert werden, dass er sie wahrnehmen bzw. lesen kann. Diese Anforderungen stellen insbesondere sehbehinderte und blinde Nutzer. Gew\u00e4hren Sie daher ausreichend Farbkontrast von Bildschirmvordergrund zu -hintergrund, sodass insbesondere Nutzer-Eingaben klar lesbar sind. Machen Sie Inhalt und Styling voneinander unabh\u00e4ngig, damit der Inhalt z.B. auch mit einem einfacheren Layout pr\u00e4sentiert werden kann und durch Lesehilfen interpretierbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Verwenden Sie Farbe nicht als einziges Mittel der Informations\u00fcbertragung, beispielsweise bei Status-Indikatoren. Dies ist ein Erschwernis f\u00fcr farbenblinde Nutzer. Sie k\u00f6nnen eines der vielen kostenlosen Simulationstools nutzen, um diesen Aspekt in Ihrer Software zu optimieren, z.B. <a href=\"http:\/\/leaverou.github.io\/contrast-ratio\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Contrast-Ratio<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Stellen Sie auch Textalternativen f\u00fcr alles Grafische zur Verf\u00fcgung, so dass dieses in andere vom Benutzer ben\u00f6tigte Formen transformiert werden kann (z.B. Braille oder einfachere Sprache).<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 10: Visuelle Struktur<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine bewusste Gruppierung und Anordnung von Elementen auf der Oberfl\u00e4che unterst\u00fctzt den Nutzer bei der Erkennung von Zusammenh\u00e4ngen. Erschaffen Sie in Ihrer Anwendung eine visuelle Hierarchie, bei der die wichtigsten Informationen hervorstechen. Platzieren Sie im Zuge dessen Kerninformationen in der oberen H\u00e4lfte der Titelseite, damit diese sofort gesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist die Grobstruktur konzipiert, empfiehlt sich f\u00fcr das Arrangieren von Interface-Komponenten innerhalb einer Ansicht die Ber\u00fccksichtigung der <a href=\"https:\/\/www.e-teaching.org\/didaktik\/gestaltung\/visualisierung\/gestaltgesetze\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gestaltgesetze<\/a>. Sie helfen zu verstehen, wie r\u00e4umliche und zeitliche Anordnungen auf den Betrachter wirken und liefern wichtige Hinweise f\u00fcr ein funktionierendes Design.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 11: Hilfe &amp; Dokumentation<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch wenn es erstrebenswert ist, dass ein Produkt ohne Anleitung benutzbar ist: Hilfesysteme unterst\u00fctzen bei der Arbeit mit der Anwendung und erleichtern Anf\u00e4ngern den Einstieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Hilfen sollten daher<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>leicht zu finden sein<\/li><li>sich auf die Aufgabe des Nutzers beziehen<\/li><li>konkret auszuf\u00fchrende Schritte auflisten und<\/li><li>nicht zu umfangreich sein.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Dennoch wird Hilfe am Meisten gesch\u00e4tzt, wenn sie in dem Moment kommt, in dem sie gebraucht wird \u2013 wer liest schon gerne Handb\u00fccher? Wenn m\u00f6glich sollten daher eingebettete Hilfen wie Tooltipps, Platzhalter bzw. Wasserzeichen und Assistenten verwendet werden. Ist dies nicht ausreichend, sollte die n\u00e4chste Wahl auf kontextuelle Hilfen wie einem Hilfe-Panel, Einstiegsseiten und Suchfunktion fallen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip 12 \u2013 Abschluss: Fragt die Nutzer!<\/h2>\n\n\n\n<p>Die hier vorgestellten Prinzipien bieten einen Leitfaden f\u00fcr die Sicherstellung hoher Usability in einem Software-Projekt. Wie die Prinzipien ausgelegt und priorisiert werden, ist dabei jedem selbst \u00fcberlassen. Es gibt keine einzig wahre, benutzerfreundliche L\u00f6sung f\u00fcr eine Problemstellung und nur wenige, allgemeing\u00fcltige Antworten. Vielmehr geht jede L\u00f6sung mit Kompromissen einher. Wie es der Informatiker und UX-Designer <a href=\"http:\/\/www.billbuxton.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bill Buxton<\/a> so treffend formuliert hat:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>Everything is best for something and worst for something else. The trick is knowing for what, when, for whom, where, and most importantly, why.\u201d<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ein Interface ist demnach immer nur f\u00fcr einen konkreten Anwendungsfall und eine bestimmte Nutzergruppe gut geeignet. Grunds\u00e4tzlich gilt es daher, vorab die Aufgabe zu untersuchen sowie die Bed\u00fcrfnisse ihrer Nutzer kennen zu lernen. Dazu m\u00fcssen diese fr\u00fchzeitig in den Entwicklungsprozess einbezogen und kontinuierlich um Feedback gebeten werden. Die vorgestellten Design-Prinzipien bieten dabei zwar gute Anhaltspunkte f\u00fcr die Beurteilung der Usability, dennoch treffen wir damit nur Annahmen. Der Nutzer kennt sich selbst am Besten, man muss ihn nur fragen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Literatur:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>J. Nielsen\u2018s 10 Usability Heuristiken (<a href=\"http:\/\/www.nngroup.com\/articles\/ten-usability-heuristics\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Web<\/a>)<\/li><li>B. Shneiderman: 8 Golden Rules of Interface Design, In: \u201eDesigning the User Interface: Strategies for Effective Human-Computer Interaction\u201c (<a href=\"http:\/\/faculty.washington.edu\/jtenenbg\/courses\/360\/f04\/sessions\/schneidermanGoldenRules.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Web<\/a>)<\/li><li>DIN-Norm EN ISO 9241-110: Grunds\u00e4tze der Dialoggestaltung (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/EN_ISO_9241\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Web<\/a>)<\/li><li>B. Tognazzini, Principles of Interaction Design (<a href=\"http:\/\/asktog.com\/atc\/principles-of-interaction-design\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Web<\/a>)<\/li><li>J. Johnson, GUI Bloopers 2.0: Common User Interface Design Don\u2018ts and DOs, 2007<\/li><li>D. Norman, The Design of Everyday Things: Revised and Expanded Edition, 2013<\/li><li>Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (<a href=\"http:\/\/www.barrierefreies-webdesign.de\/wcag2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Web<\/a>)<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Software, die eine nutzungsfreundliche Bedienung bietet, hebt sich positiv von Konkurrenzprodukten ab. 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