„ZEISS hat wirklich viel investiert, um mich dahin zu entwickeln, wo ich heute stehe“

Anita Sonnenfroh erzählt von ihrem Einstieg und ihrer Entwicklung bei ZEISS, die sie von Oberkochen nach Spanien führte – und von ihrer Leidenschaft für die Mikroskopie

Erfahrungsberichte

Der erste Kontakt mit ihnen findet bei den meisten während der Schulzeit statt: Mikroskope. Während hier vorwiegend die Zellstruktur von Zwiebelhäutchen untersucht wird, haben Mikroskope in unserer Gesellschaft schon längst eine weitaus vielfältigere Stellung. Die optischen Geräte eröffnen Einblicke in eine Welt, die uns Menschen ansonsten verborgen bliebe, weil wir sie mit bloßem Auge nicht erkennen können. Die Welt der Mikro- und Nanometer liefert Wissenschaftlern zahlreiche Aufschlüsse über unsere Umwelt und unser Leben. So bestimmte einst Charles Darwin etwa mithilfe von Mikroskopen die Entstehung der Arten und entwickelte daraufhin seine Evolutionstheorie. Wie einem Brief von 1881 zu entnehmen ist, wusste auch er bereits um die hohe Qualität der ZEISS Mikroskope.

 

Im Gründungsjahr 1846 begann ZEISS als kleine Werkstatt für Feinmechanik und Optik in Jena mit der Produktion von Mikroskopen. Daraus entwickelte sich bis heute ein weltweit führendes Unternehmen der optischen Industrie. Die ersten Mikroskope aus dem 19. Jahrhundert sind natürlich nicht mehr mit den heutigen High-End-Geräten vergleichbar. Diese erstaunliche Entwicklung wurde Anita Sonnenfroh bei einem ihrer ersten Kundenbesuche, in ihrer Rolle als Sales Managerin für den Unternehmensbereich Microscopy bei ZEISS, nochmals deutlich vor Augen geführt: „Ich besuchte ein Neurobiologie-Institut in Spanien und kann mich noch genau an die Wände dort erinnern: Diese wurden geziert durch beeindruckende Zeichnungen des Mediziners Ramón y Cajal, der 1906 den Nobelpreis für seine Studien zur Struktur des Nervensystems erhielt. Mikroskope waren ein wichtiges Werkzeug für ihn, allerdings gab es damals keine Aufnahmemöglichkeit. Was unter dem Mikroskop beobachtet wurde, zeichneten die Wissenschaftler zur Dokumentation nach. Mich verblüffte vor allem die Ähnlichkeit dieser Zeichnungen mit den digitalen Aufnahmen von heute. Ich wurde in diesem Moment Zeuge der Geschichte und das fand ich unheimlich spannend. Ich war plötzlich ein Teil davon“, erinnert sie sich.

 

Teil von ZEISS ist Anita Sonnenfroh übrigens bereits seit über zehn Jahren. „Ich studierte Internationale Betriebswirtschaft an der Hochschule Aalen und wollte meine Diplomarbeit 2006 unbedingt bei ZEISS schreiben. Ich komme aus Nattheim, hatte ZEISS mein ganzes Leben lang quasi vor der Nase und wusste daher schon früh, was für ein toller Arbeitgeber sich hinter dem großen blauen Logo verbirgt. Diese Einstellung hat sich bis heute nicht geändert“, erzählt sie. Der Diplomarbeit folgten verschiedene Vertriebspositionen im Unternehmensbereich Microscopy in Oberkochen, bis ihr 2014 die Stelle als Leiterin des Microscopy Produktionsstandortes Iberia angeboten wurde. Mittlerweile arbeitet sie dauerhaft in Spanien und leitet seit diesem Jahr den dortigen Vertriebs- und Servicestandort, der die Unternehmensbereiche Microscopy, Industrial Metrology und Medical Technology umfasst. Dass sie einmal mehrere Jahre im Ausland leben würde, hätte sie früher nicht gedacht. „Ich war zwar bereits während meines Studiums für ein Praxissemester in Puerto Rico, bin aber grundsätzlich ein sehr heimatverbundener Mensch“, gibt sie zu. Als die Stelle in Spanien frei wurde, überwogen jedoch die Neugier und die große Motivation, eine neue Herausforderung anzunehmen. „Nachdem mein Mann und ich unseren Haushalt in einen LKW gepackt hatten, euphorisch dem Abenteuer entgegengefahren waren und der Arbeitsalltag startete, gab es natürlich schon auch Momente, in denen ich unsicher war – vor allem wegen der sprachlichen Barrieren hinsichtlich des Geschäftsvokabulars“, erzählt die in Madrid lebende Managerin. Heute ist das anders. „Unsere Tochter wurde in Spanien geboren und wächst dort zweisprachig auf. Dadurch rede ich auch Zuhause oft Spanisch. Ich muss inzwischen eher bei meinen Besuchen in der Heimat darauf achten, nicht ständig ins Spanische abzudriften“, lacht sie.

 

 

Ihrer jahrelangen Erfahrung und vielen außergewöhnlichen Momenten geschuldet, ist ihre Faszination für die Mikroskopie nicht zu überhören: „Ich bin keine Physikerin, Biologin oder Chemikerin, finde aber die ZEISS Produkte und die Technologien, die da drin stecken, super spannend und bin immer wieder begeistert, in welchen Bereichen überall Mikroskopie zum Einsatz kommt. Bei der Materialwissenschaft und -analyse zum Beispiel, zur Erkennung von Mikrostrukturen, die Auswirkungen auf Materialeigenschaften haben. Oder bei der Untersuchung von Zellstrukturen, zur Erkennung von Krankheiten. Bei der Erforschung von Tierarten und Fossilien. Aber auch bei der Schaumwein-Produktion zur Untersuchung der Hefebakterien, die am Gärungsprozess beteiligt sind. Bei der Restauration von Kunstwerken und der Feststellung ihrer Echtheit, bei der Entwicklung der perfekten Zahncreme, oder bei der DNA-Analyse und so der Aufklärung von Verbrechen. Auch bei der Suche nach Rohstoffvorkommen in Gesteinen. Diese Liste lässt sich gefühlt unendlich verlängern“, erzählt sie begeistert. Nicht mehr nur mit Licht-, auch mit Elektronen-, Röntgen- oder Helium-Ionenstrahlen werde heute mikroskopiert. Bei letzterem sei ZEISS sogar einziger Gerätehersteller weltweit. „Bilder können mit unseren Mikroskopen bis in den Nanometerbereich höchstauflösend und dreidimensional dargestellt werden. Unser umfassendes Produktportfolio lässt sich auch kombinieren, so ist es möglich, dass eine unglaubliche Spanne von Größenordnungen damit abgedeckt wird. Für die medizinische und biologische Forschung ergeben sich dadurch völlig neue Möglichkeiten“, ergänzt sie. Das momentan bedeutendste Projekt der Wissenschaft, in dem ein ZEISS Elektronenmikroskop zur Datenerhebung und -verarbeitung zum Einsatz kommt, sei das Blue Brain Project. Dabei wird eine vollständige 3D-Karte des menschlichen Gehirns, bis in seine kleinsten Verästelungen, erstellt. Mit Hilfe einer VR Brille zum Beispiel kann man mit den erhobenen Daten dann virtuell durchs menschliche Gehirn reisen.

 

In einem Unternehmen zu arbeiten, dessen Produkte und Leistungen einen so großen Beitrag zum Alltag leisten, weiß Anita Sonnenfroh besonders zu schätzen: „Ich finde es toll, dass ZEISS auch nach so langer Zeit noch immer ein wichtiger Bestandteil unserer Welt ist und so gut im Sattel sitzt. Jedes Unternehmen durchlebt auch einmal schwierigere Zeiten – trotzdem ist ZEISS immer den Statuten aus der Anfangszeit treu geblieben: präzise, innovativ, soziale Verantwortung übernehmend.“ Wenn Anita Sonnenfroh auf ihre eigene, bisherige Zeit bei ZEISS zurückblickt, ist sie sehr zufrieden: „ZEISS hat wirklich viel investiert, um mich dahin zu entwickeln, wo ich heute stehe.“ So habe sie unter anderem etwa ein sogenanntes Junior Leadership Program durchlaufen, das sie bestens auf ihre heutigen Aufgaben im Top Management vorbereitete. „ZEISS bietet unterschiedlichste Entwicklungsmöglichkeiten. Man muss aufgeschlossen sein, neue Wege wagen und Herausforderungen annehmen. Dann steht einem die Welt offen“, kann sie aus eigener Erfahrung bestätigen. Und nicht nur sie selbst ist glücklich mit ihrer Arbeitgeberwahl: “Mein Papa ist mein größter Fan – natürlich weil ich seine Tochter bin, aber auch weil er stolz ist, dass ich bei ZEISS einen so tollen Job habe.“

Tags: , , , ,

1 Kommentar

  1. Pingback:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.