„ZEISS bildet nicht nur für den Beruf aus, sondern auch fürs Leben!“

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Früher war oft die Rede davon, dass „Lehrjahre keine Herrenjahre“ seien und die Berufsausbildung keinen Spaß machen, sondern für das spätere Berufsleben abhärten solle. Udo Schlickenrieder ist davon überzeugt: Das geht auch anders! Als er vor drei Jahren die Position des Ausbildungsleiters der deutschen Standorte bei ZEISS übernahm, hatte er sich bereits klare Ziele gesetzt. Frühzeitig Weichen stellen, modernste Ausbildungsprozesse schaffen, sich den individuellen Bedürfnissen der jungen Menschen annehmen und ZEISS damit einen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb sichern. Mit Erfolg. Inzwischen präsentiert sich das Unternehmen als einer der innovativsten Ausbildungsbetriebe Deutschlands, der heute schon an übermorgen denkt.

 

„Was ich vorfand, als ich meine neue Stelle antrat, war eine solide, klassische Berufsausbildung“, erinnert sich Udo Schlickenrieder, der für aktuell rund 250 Auszubildende und knapp 150 duale Studenten bei ZEISS verantwortlich ist. „Mit Blick auf Ausbildungsinhalte, egal ob an Schulen oder in Betrieben, gab es in den letzten Jahren nur wenig Veränderung. Hier die Weichen auf Modernisierung zu stellen und ein neues Ausbildungskonzept umzusetzen, bedarf eines enormen Aufwands und erfordert zudem Verständnis über Generation hinweg. Das kann alles ganz schön zäh sein. Nichtsdestotrotz mussten und müssen wir uns den äußeren Einflussfaktoren unserer Zeit stellen, um für junge Menschen ein attraktiver Arbeitgeber und Ausbilder zu sein. Globalisierung und digitaler Wandel, Roboter und vernetzte Maschinen, die nach und nach die Arbeiten in Fabriken übernehmen – das zwingt zum Handeln und Anpassen an die neue Realität im Produktionsprozess und im ganzen Betrieb“, weiß Udo Schlickenrieder und ist realistisch: „Im verarbeitenden Gewerbe werden einfachere Tätigkeiten zunehmend durch Automatisierung wegfallen, das gilt als sicher. Es gilt deshalb für uns auch, Facharbeiter höher zu qualifizieren. Unser Ziel ist es, dass der modern ausgebildete Facharbeiter von morgen nicht mehr nur als Bediener vor der Maschine steht, wo ihn bald schon ein Roboter ersetzen könnte, sondern hinter ihr. Es geht künftig darum, den vernetzten Maschinenpark zu begreifen, am Laufen zu halten, Fehler zu erkennen und schnell zu beheben. Natürlich dürfen unsere Auszubildenden auch weiterhin feilen oder bohren, um ein gewisses Materialverständnis zu entwickeln“, grinst er. „Nach wie vor legen wir großen Wert auf die solide Vermittlung klassischer Ausbildungsinhalte – aber eben nicht mehr ausschließlich!“

 

Moderne und zukunftsorientierte Wissensvermittlung werde in der Berufsausbildung bei ZEISS großgeschrieben. Neue digitale Technologien und Lernmethoden gehören bereits zum Standard. Darum verfügt das Unternehmen zum Beispiel über eine eigene „Smart Factory“, die es erlaubt, den Nachwuchs in Kooperation mit der Technischen Schule Aalen bestmöglich auf die Anforderungen der Digitalisierung vorzubereiten. Und nicht nur das. Neben dem Einsatz von 3D-Druckern bekommt auch jeder Auszubildende und Student ein eigenes Tablet oder einen Laptop  gestellt. „Damit hat jeder dauerhaften Zugang zur firmeneigenen, digitalen Lernplattform. Hier sind verschiedene Online-Kurse abrufbar, die Lerninhalte interessant aufbereitet vermitteln“, erklärt der Ausbildungsleiter. Teil des neuen Ausbildungskonzeptes seien außerdem Schulungen rund um das Thema „Robotik“. Gruppen- und Projektarbeiten, auch mit Auszubildenden anderer Fachbereiche oder mit Studenten, fördern zudem das berufsübergreifende Denken, das ebenfalls immer mehr an Bedeutung gewinnt. So bekommt auch jeder Student zu Anfang seines dualen Studiums einen individuellen Plan, der ihn durch verschiedenste Bereiche im Unternehmen führt und so die ideale Basis für den anschließenden Berufseinstieg bei ZEISS schafft.

 

 

„Uns liegt aber nicht nur eine fachlich fundierte Ausbildung am Herzen – wir wollen generell positiv auf das künftige Leben dieser jungen Menschen einwirken. Im Rahmen des sogenannten ‚Fit for Life-Programms‘, welches Teil des Gesundheitsmanagements bei ZEISS ist und in Kooperation mit Krankenkassen und der Polizei durchgeführt wird, durchlaufen die Auszubildenden verschiedenste Kurse, beispielsweise zu den Themen Bewegung und Stressbewältigung, richtige Ernährung und Suchtprävention“, so Udo Schlickenrieder. Auch die internationale Kompetenz werde gefördert. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie eine Messmaschine in Shanghai montiert wird, treffe bei ZEISS auf offene Ohren. „Viele Auszubildende und Studenten entscheiden sich für einen mehrwöchigen Auslandsaufenthalt während der Ausbildung oder des Studiums“, weiß der 48-Jährige. Fachliche und praxisnahe Vertiefungsmöglichkeiten eröffnen ganz neue Perspektiven. Außerdem gibt es bei ZEISS eine Juniorenfirma. Hier können die Nachwuchstalente Verantwortung übernehmen, Stärken zeigen und die komplexen Zusammenhänge eines Unternehmens spielerisch lernen. „So sind sie nach ihrem Abschluss fit für den Beruf und fürs Leben!“, fasst der Ausbildungsleiter den ganzheitlichen Ansatz der Berufsausbildung bei ZEISS zusammen. „Es gibt noch nicht so viele Unternehmen, die so weit sind wie wir“, betont er. Besonders stolz sei er natürlich, wenn die häufig sehr guten Abschlusszeugnisse einmal mehr die Qualität der Ausbildung bei ZEISS bestätigen. „Einen Bundesbesten unter den eigenen Absolventen zu haben, den ich zur Preisübergabe nach Berlin begleiten konnte, das war schon ein besonderer Moment für mich“, erinnert er sich.

 

Überhaupt habe es ihm schon immer eine große Freude bereitet, jungen Menschen eine Perspektive zu geben und sie auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten. „Wir sind neben den Eltern die wichtigsten Bezugspersonen in einer Lebensphase, in der sich die Jugendlichen gerade erst zu Erwachsenen entwickeln und entfalten. Da ist der richtige Einfluss und gut geschultes Ausbildungspersonal essenziell. Auch schon zuvor, als ich noch Fertigungsleiter in der Halbleitertechnik bei ZEISS war, hatte ich viel mit Studenten und Auszubildenden zu tun und konnte mir bereits gut vorstellen, dass mich mein Weg einmal in diese Richtung führt“, erzählt der studierte Optoelektroniker, der bereits seit über 20 Jahren bei ZEISS arbeitet. Eine Chance auf eine Ausbildung oder ein duales Studium bei ZEISS habe laut Udo Schlickenrieder jeder, der den nötigen Biss mitbringt. „Es gibt heutzutage so viele unterschiedliche Schulformen, dass es immer schwieriger wird, allein durch Schulnoten einen echten Vergleich herzustellen. Wir haben deshalb ein Online-Testverfahren entwickelt, das jeder – angepasst ans Berufsbild – durchlaufen muss. Das ist natürlich nicht ganz ohne! Da muss man sich Zeit nehmen und Durchhaltevermögen zeigen. Wir wollen damit unter anderem auch herausfinden, wie viel Ausdauer die jeweilige Person mitbringt“, nennt er einen Aspekt des intensiven Auswahlverfahrens. Am Ende gehe es darum, Persönlichkeiten zu finden, die zum Unternehmen passen. Die interessiert sind. Motiviert und sozial kompetent. Udo Schlickenrieder ist sich sicher: „Die Berufsausbildung bei ZEISS ist nicht nur eine wichtige Säule für unser Recruiting, um den Nachwuchs zu sichern und bereitet ideal aufs spätere Leben vor, sie macht zudem auch Spaß! Dafür müssen wir vorausschauend denken und planen, immer mit Blick in die Zukunft. Das ist es, was ich persönlich an meinen Beruf so spannend finde.“

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