ZEISS Auszubildende pflegen Kriegsgräber in den Niederlanden

Erfahrungsberichte

„Auf dem Friedhof ist mir bewusst geworden, wie viele junge Leute dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen sind“, erzählt Alica, Auszubildende bei ZEISS, nachdenklich. Erfahrungen wie diese haben 18 ZEISS Auszubildende diesen Sommer beim Besuch der Kriegsgräberstätte Ysselsteyn in den Niederlanden gemacht.

Bereits seit 1959 organisieren die Ausbilder bei ZEISS jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Verein Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. Exkursionen zu Kriegsgräberstätten in Europa. „Ziel ist es, die fachliche Ausbildung bei ZEISS um eine soziale und gesellschaftliche Komponente zu ergänzen“, so Peter Ziegler, Ausbilder in der Mechanik. Peter Ziegler plante die 15-tägige Ausfahrt, bei der sich Auszubildende aller Fachrichtungen und Lehrjahre auch über Bereiche hinaus kennenlernten.


Blick in die Geschichte

In mehreren Arbeitseinsätzen pflegten die Jugendlichen Kriegsgräber. Befreiten die weißen Kreuze nach und nach von Moos. Besserten Inschriften aus, mähten Gras und versetzten Steine. Bei der Grabpflege herrschte Stille. Auf Fotos ist nicht zu erkennen, wie groß der Friedhof in Ysselsteyn wirklich ist. Selbst ein Panoramabild ist zu klein dafür. Die Grabreihen erstrecken sich beinahe endlos weit. Auf dem 28 Hektar großen Moorgebiet in Ysselsteyn haben rund 31.700 Kriegstote ihre letzte Ruhestätte gefunden. „Ohne ehrenamtliche Helfer und Spenden könnten die vielen Gräber nicht instandgehalten werden“, erläutert Ziegler. Neben der körperlichen Arbeit setzte sich die Gruppe auch gedanklich mit den Schicksalen auseinander. Einzelne Lebensgeschichten haben die Auszubildenden herausgegriffen und besprochen. „Uns wurde bewusst, dass junge Menschen wie wir am Krieg teilgenommen haben. Teilnehmen mussten“, stellt Julia, angehende Industriemechanikerin, fest.

Tolle Gruppendynamik

Eine Reise, die zum Nachdenken anregt und prägend war. Woran die beiden Auszubildenden aber auch gern zurückblicken? „Wir waren die ganze Zeit in der Gruppe unterwegs, das hat man im Berufsalltag so nicht“, sagt Julia. Beim gemeinsamen Kochen in der Unterkunft oder beim Volleyball-Match zum Auspowern. So entstand ein Zusammengehörigkeitsgefühl in der Jugendbegegnungsstätte. „Und deshalb würden wir die Ausfahrt auch jedem Auszubildenden empfehlen, eine wirklich tolle Erfahrung“, sind sich Alica und Julia einig.

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