Hackathon-Gewinner stürmen San Francisco

Erfahrungsberichte

Hackathon

Es folgten Taten im 24-Stunden-ZEISS-Hackathon „Bringing Data Science to the Nano Age“ in München, jetzt kam die Belohnung. Vier aus dem Quintett des Siegerteams reisen nach San Francisco. Besuch der SEMICON West und anderer Hot-Spots stehen auf dem Programm. Thomas und Rob schildern Ihre Eindrücke. Eine Reise, zwei Impressionen.

 

Was sind aus Eurer Sicht die Schlüsselkriterien für Euren Sieg?

Thomas: Maßgebend für unseren Erfolg war sicherlich, dass wir in unserem Team ein breites Portfolio an Wissen und Kenntnissen abdecken konnten und uns gegenseitig sehr gut ergänzt haben. Unser Team war in den für einen Data Science-Hackathon wichtigen Bereiche AI, Geschäftsidee und Präsentation gut aufgestellt. Die Kommunikation innerhalb des Teams klappte jederzeit sehr gut und wir hatten regelmäßige Standup-Meetings damit alle jederzeit auf dem Laufenden waren. Jedes Teammitglied war proaktiv und brachte immer wieder neue Ideen ein. Hilfreich war auch die regelmäßige Interaktion mit den Mentoren. Zu guter Letzt hatten wir einfach viel Spaß miteinander!

Rob: Wir haben es geschafft, ein Team mit einer Vielzahl verschiedener Fähigkeiten aufzubauen. Dies hat uns ermöglicht, einander perfekt zu ergänzen und alle wichtigen Aspekte abzudecken, die für die Teilnahme am Hackaton erforderlich sind: (Ideenfindung und -entwicklung, Auswahl eines Geschäftsszenarios und Erfindung einer spannenden Geschichte über die Idee). Die Tatsache, dass wir alle unterschiedliche Hintergründe haben, bedeutete in diesem Fall auch, dass wir der Herausforderung mit neuen Ideen und Sichtweisen begegnen konnten.

Die Aufrechterhaltung guter Kommunikation war für die Bildung eines Siegerteams auch äußerst wichtig, zumal die Teammitglieder aus den verschiedensten Teilen der Welt stammen. Regelmäßige Stehtreffen sorgten dafür, dass wir in Hinblick auf unsere Ziele alle auf derselben Wellenlänge waren. Neben der Erfahrung unserer Teammitglieder, machten wir auch von der Erfahrung der Mentoren Gebrauch, indem wir ihnen alle möglichen Fragen stellten. Dies hat uns sehr dabei geholfen, verschiedene Lösungsansätze für die uns gestellte Herausforderung zu finden.

Unser Team hat ein Problem ausgewählt, das bei uns allen Anklang fand. Wir wollten dabei auch Spaß haben, um das Beste aus dem Team herausholen zu können, uns untereinander wohlzufühlen und eine Lösung anzubieten, die die Herangehensweise an Probleme in der Branche verändern könnte.

 

 

Welche Perspektive hat Euer Ansatz in der Praxis?

Thomas: In der Zukunft wird es angesichts einer alternden Gesellschaft schwieriger denn je die Lücke zu schließen zwischen der steigenden Nachfrage nach Ärzten und der abnehmenden Zahl frisch approbierter Ärzte. Deshalb benötigen wir Informationssysteme, die den Ärzten Schnelldiagnosen ermöglichen so dass unverzüglich mit der Behandlung begonnen werden kann und mehr Zeit für die schweren Fälle bleibt. Wir sehen weltweit einen großen Bedarf an einer breiten Spanne solcher Hilfsangebote, sowohl online als auch offline. Ausgehend von dieser Problemstellung hat in unserem Hackathon-Projekt die Apeer-Plattform geholfen, einen ersten Prototypen für die Schnellerkennung von Krebszellen zu entwickeln. Wir glauben daher, dass die Apeer-Plattform eine hervorragende Gelegenheit bietet, um jedermann auf der ganzen Welt die Möglichkeiten einer AI-basierten Bildverarbeitung zur Verfügung zu stellen.

Rob: Unser Ansatz zielt darauf ab, die Subjektivität bei der Diagnosestellung zu eliminieren. Er ermöglicht Ärzten, Informationen viel schneller zu erhalten, als es derzeit der Fall ist. Durch die Bereitstellung eines Tools, das die Effizienz erhöht, können Patienten viel früher mit der Behandlung beginnen, was ihnen eine bessere Überlebenschance verschafft. Unser Ansatz ermöglicht es Ärzten auch, mehr Zeit komplexen und schweren Fällen zu widmen. Wir haben einen starken Anwendungsfall für die Bereitstellung vielfacher Dienste für alle Länder der Welt identifiziert. Beispielsweise bietet unser Ansatz in wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern, wo die Anschlussmöglichkeiten nicht breitflächig verfügbar sind, Offline-Fähigkeiten, damit die Menschen in diesen Ländern weiterhin die benötigte Hilfe erhalten. Die Plattform Apeer stellt einen großen Schritt in die Richtung einer KI-basierten Bildverarbeitung dar, auf die Nutzer von überall auf der Welt zugreifen können.

 

 

Beschreibt bitte in zwei drei Sätzen Eure frischen Eindrücke aus dem Valley?

Thomas: Sehr beeindruckend ist die hohe Konzentration an Unternehmen, die die Art und Weise verändern wie wir moderne Technologien alltäglich benutzen. Es ist für uns eine große Freude in einer Umgebung zu sein in der Menschen mit verschiedenem kulturellen Hintergrund mit großem Enthusiasmus Neues erschaffen und ausprobieren und dabei keine Angst haben mal mit dem einen oder anderen Projekt zu scheitern. San Francisco ist eine lebhafte, sehr abwechslungsreiche Stadt mit einem großen kulturellen und kulinarischen Angebot.

Rob: Es gibt eine Großzahl von Unternehmen, die die Art und Weise verändert haben, wie die Welt Technologie einsetzt, und alle liegen dicht nebeneinander. Es ist ein Umfeld, in dem Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen mit Leidenschaft Ideen entwickeln, ausprobieren, durcharbeiten und aus ihren Misserfolgen Lehren ziehen, die ihnen bei zukünftigen Entscheidungen zugutekommen. San Francisco ist eine pulsierende Stadt mit vielen verschiedenen Aktivitäten. Der Mix aus Kulturen bedeutet auch, dass eine Menge verschiedener Gerichte zur Auswahl steht!

 

 

Was war das Highlight?

Thomas: Natürlich ist San Francisco selbst schon ein tolles Erlebnis. Hervorheben möchten wir aber in besonderem Maße die Besuche bei der SEMICON West und bei ZEISS in Dublin. Bei der SEMICON West gab es eine Reihe sehr inspirierender Vorträge, die neue Perspektiven und Technologien für die Verzahnung von Hard- und Software aufzeigten. Dadurch ergeben sich reizvolle neue Ansätze für die Gesellschaft der Zukunft. Bei ZEISS konnten wir ein holistisches Bild bekommen davon wie das Unternehmen die Schlagworte der SEMICON West ganz praktisch in ausgefeilte marktführende Produkte umsetzt und in immer stärkerem Maße Hard- und Software verzahnt um ihren Kunden ein umfassendes hochwertiges Produktportfolio zu bieten. Besonders gefallen hat uns die detaillierte Einführung in innovative Data Science-Projekte in der Entwicklungsabteilung.

Rob: Die fantastische Gelegenheit, San Francisco zu besuchen, war definitiv einer der größten Höhepunkte. Zwei weitere, die ich hervorheben muss, waren:

  • An der SEMICON West teilnehmen zu können und eine Reihe inspirierender Vorträge zu hören, die Menschen für ihre harte Arbeit bei der Entwicklung für die Technologieindustrie motivieren und anerkennen. Und im Anschluss aus erster Hand zu erleben, wie eng Hard- und Software miteinander verbunden sind.
  • ZEISS zu besuchen und sich ein ganzheitliches Bild darüber zu verschaffen, wie Software und Hardware kombiniert werden und es ZEISS ermöglichen, marktführende Produkte zu liefern. Besonders erfreut hat uns der tiefe Einblick in die Data Science-Projekte des Forschungs- und Entwicklungsteams.

Tags: , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.