„Der Druck ist hoch, aber ich mag die Verantwortung“

Erfahrungsberichte

Der Anwalt des Kunden sein. Seine Erwartungen übertreffen und Aufträge fristgerecht erfüllen. In verschiedene Richtungen denken, Alternativen bereithalten, Stolpersteine vorhersehen und Konflikte deeskalieren. Projekte im Millionenbereich verantworten. Teams bilden, über Bereichs- und Landesgrenzen hinweg. Im Wettlauf mit der Zeit am Rande des technisch Machbaren agieren. Was nach Actionfilm klingt, ist Alltag von Projektleitern und Programm Managern. Benjamin ist einer von ihnen. In Teamführung und Organisation hat sich der promovierte Physiker bereits im Vereinsleben ausprobiert. Seit 2010 arbeitet er mit ZEISS an der Technologie von Morgen. Das treibt ihn an und darauf ist er stolz. „Wir entwickeln Spitzentechnologie zur Computerchip-Herstellung. Dank uns halten die Menschen weltweit unter anderem leistungsfähige Smartphones in der Hand. Zu wissen, dass meine Arbeit als Product Line Manager maßgeblich Anteil daran hat, ist schon eine spannende Geschichte.“

 

 

Termine koordinieren, Meilensteine präsentieren und enge zeitliche Vorgaben einhalten – das ist Alltag für Benjamin. Es geht um viel. Viel Geld und darum den Kunden zu begeistern und den Erfolg der Firma zu sichern. „Der Druck ist hoch, aber ich mag die Verantwortung, die ich in meinem Job habe.“ Kein Wunder, denn Benjamin wird von seiner Leidenschaft getragen. Er mag es mit Fachexperten verschiedenster Disziplinen zusammen zu arbeiten. Spürt, dass alle mit Leidenschaft bei der Sache sind. Aber das birgt auch Gefahren. Die Gefahr, dass das engagierte Team in die falsche Richtung arbeitet. Womöglich vorbei am Bedarf des Kunden. „Meine Verantwortung ist es, dass für den Kundennutzen entwickelt und gearbeitet wird. Da liegt auch das Potential Prozesse zu beschleunigen und Kosten zu sparen“, erklärt Benjamin.

 

Große Projekte bringen natürlich auch viele Herausforderungen mit sich. Wenn beispielsweise bei einem Projekt mit mehreren hundert Beteiligten einzelne Personen zum Nadelöhr bei Entscheidungen werden. Dann ist es Benjamins Aufgabe die entsprechenden Teammitglieder zu empowern, damit sie ihre Teilbereiche verantworten und hier auch eigenständig entscheiden können. „Eine Entscheidungskultur zu etablieren, ist nicht immer einfach, aber notwendig.“ Entscheidungsfreiheit gewinnt er, indem er den Rahmen eines Projekts absteckt, Budget, Entscheidungsprozesse und Zeitplan definiert. Aber auch das geht nicht allein. Das Team ist essentiell. Auch Millionenprojekte hängen nicht an einer Person. „Ich bin Multiplikator, stecke die Ziele und gebe dem Projektteam Leitplanken, innerhalb derer jeder Einzelne seine Fähigkeiten einbringen kann.“

 

 

Menschlichkeit als großes Plus
In Projektteams mit vielen Mitgliedern, aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen, mit persönlichen Befindlichkeiten und Problemen, entscheidet die Führung häufig über sein oder nicht sein. Wie muss ich in welcher Situation auftreten? Wann muss ich einfordern, wann loben? Welchen Ton schlag ich an und wie höre ich am besten in mein Team rein? Mit solchen und weiteren Fragen beschäftigt sich ein Projektleiter oder Programm Manager ständig. Die Kommunikation ist entscheidend und Menschlichkeit hat in Benjamins Job folglich den höchsten Stellenwert. „Zu spüren und zu verstehen, wenn es menschlich klemmt, führt letztlich dazu, dass man mit seinem Projekt erfolgreich ist.“

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