24 Stunden Data Science – der ZEISS Hackathon 2019

Events

Hackathon

Samstag, 9. Februar 2019, 8 Uhr in München. Das Kreativareal Kistlerhof ist mit seinen bunt angestrichenen Häusern nicht zu verfehlen. Hier sitzen die Digital Innovation Partners von ZEISS. Es ist noch ziemlich ruhig als ich das gelbe Haus mit blauen Punkten betrete und in den vierten Stock hochfahre. Oben angekommen empfängt mich lebhaftes Stimmengewirr – auf Englisch und teilweise auch auf Deutsch. Die ersten Hacker registrieren sich bereits für den ZEISS Hackathon 2019: Bringing Data Science to the Nano Age.

 

Die Aufgaben – aus dem Arbeitsalltag von ZEISS

75 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Großbritannien und Belgien bearbeiten vier Fallbeispiele von ZEISS. Alle Aufgaben halten eine Fragestellung aus dem Arbeitsalltag bereit. Die Data Scientists haben 24 Stunden Zeit, um die riesigen Datensätze zu analysieren und nutzerfreundliche Verfahren für verschiedene Problemstellungen zu entwickeln. Wie zum Beispiel zur Bildanalyse und Reparatur von Fotomasken sowie die Vorhersage der Lebensdauer einer Maschine. Spezialisten von ZEISS stehen als Mentoren rund um die Uhr bereit, um die 16 Teams professionell zu unterstützen.

 

24 Stunden programmieren, designen und Daten analysieren

 

Die Bewertungskriterien und der Preis

Eine Jury aus ZEISS Mitarbeitern wird die Lösungen nach Innovationsgrad, User Experience und Visualisierung bewerten. Es spielt aber auch eine Rolle, wie geschäftsrelevant die entwickelte Lösung ist und wie sie präsentiert wird. In drei Minuten, ähnlich eines Elevator Pitches. Nach dem Teambuilding und einer kurzen Stärkung geht es dann endlich los. „It’s 1 pm and from now on you have 24 hours to submit your solutions“, gibt Dr. Jan Philipp Simen von den Digital Innovation Partners den Startschuss.  Die Teilnehmer gruppieren sich um die Tische, diskutieren und arbeiten konzentriert am Laptop.

 

Nächtliche Stärkung an den Foodtrucks

 

Das gibt mir die Gelegenheit bei Matthias Gohl, dem Leiter der Digital Innovation Partners, nachzufragen, warum ZEISS bereits den dritten Hackathon veranstaltet: „Wir bei ZEISS arbeiten daran, unsere digitale Zukunft und die unserer Kunden zu gestalten. Wir freuen uns jedes Mal, Gastgeber für die verschiedensten Hacker zu sein und Einblick in die herausfordernden Aufgabenstellungen zu geben, denen wir als Unternehmen gegenüberstehen. Bei diesem Hackathon sind wir eng mit der Data Science Community im Austausch – im Sinne von Learn, Share, Collaborate and Create together. Das ist sehr wertvoll für beide Seiten und macht einfach auch Spaß.“ Die Gewinner des diesjährigen ZEISS Hackathons dürfen sich auf eine Reise nach San Francisco zur Semicon West Messe freuen. Ein Besuch von ZEISS in Pleasanton und der Büros von LinkedIn stehen auch auf dem Reiseplan.

 

Mit Teamwork zum Erfolg

 

Die Teilnehmer – Hacker mit verschiedensten Fachgebieten

Cent, 30 Jahre alt, kommt aus Mailand. Das ist bereits der sechste Hackathon, an dem er teilnimmt. Als er sich gerade vor seinen Laptop setzt, frage ich ihn, wieso er dieses Wochenende dabei ist. „At a hackathon you meet many different people, with different backgrounds. That opens up my mind. I am a designer. I visualize things. At a hackathon I can be creative and work together with others on real life challenges.” Das bestätigen mir alle Teilnehmer, mit denen ich spreche. Es ginge darum, zu erfahren, an welchen Aufgabenstellungen Hacker aus anderen Branchen arbeiten, Kontakte zu knüpfen und Spaß zu haben.

 

Cent ist aus Mailand angereist, um beim Hackathon dabei zu sein

 

Der Endspurt zum Pitch

Sonntag, 10. Februar 2019, 11.30 Uhr. Leere Cola- und Club Mate-Flaschen türmen sich auf den Tischen. Der ein oder andere Teilnehmer reibt sich vor Müdigkeit die Augen. Aber dafür ist jetzt keine Zeit. Noch eineinhalb Stunden bis zur Abgabe. Endspurt beim Programmieren. Die Teilnehmer bereiten unter Hochdruck ihre Pitches vor.

 

Die Jury von ZEISS hatte die schwerste Aufgabe des Wochenendes – den Sieger aus 16 tollen Teams auszuwählen

 

And the winner is …

Nach 16 Präsentationen, hat die Jury die schwerste Aufgabe der letzten 24 Stunden – aus diesen herausragenden Pitches mit kreativen Lösungen den Sieger zu küren. Als der Name DOCTAR fällt, schaut sich das Team erst ungläubig an und bricht dann in lautstarken Jubel aus. DOCTAR überzeugte die Jury mit einer guten Nutzererfahrung, einer Punktlandung bei der Präsentation und einer Lösung auf Basis von Machine Learning, die perfekt ins ZEISS Ökosystem passt. Der digitale Prozess zur Analyse von Gewebe mit Krebsbefall habe Potenzial zum Produkt. Das Team verrät mir nach der Preisverleihung, dass sie sich erst hier auf dem ZEISS Hackathon kennen gelernt haben. Sie hätten sich super ergänzt. Jeder hatte eine klar definierte Rolle, die seinem Fachgebiet entsprochen hätte: User Experience, Machine Learning, Programmieren. Die Aufgabe im Kontext der Krebsbekämpfung habe sie so berührt, dass sie noch mehr motiviert waren. „We are so happy. We didn’t expect to win. We just came here to gain experience, get to know new people and to have fun. That’s so great”, sagt Thomas von DOCTAR.

 

Überglücklich – das Team DOCTAR hat gewonnen

 

Sonntag, 10. Februar 2019, 17 Uhr. Der ZEISS Hackathon 2019 geht zu Ende. Gemeinsam mit den müden, aber glücklichen Teilnehmern verlasse ich das gelb-blaue Gebäude auf dem Kreativareal Kistlerhof. Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

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