Der Namensgeber für unser neues Spektiv

In der griechischen Mythologie war die Harpyie eine Mischung aus Greifvogel und Frau, sie stand meist für das Böse, insbesondere die Habsucht. Sie verkörperte die Sturmwinde, war also schnell wie der Wind und damit unverwundbar.

Im Auftrag von Zeus tötete sie Menschen oder holte ihre Seelen. Selbst in Astrid Lindgrens Kinderbuch „Ronja Räubertochter“ sind die Grausedruden, die Ronja und ihrem Freund Birk so zusetzen, in der Tradition der Harpyien dargestellt.

Was macht diesen Vogel aus, der nach diesen furchteinflößenden Fabelwesen benannt ist? Abgesehen davon, dass er einer der größten Greifvögel der Welt ist, kann man die Harpyie wohl als den stärksten Greifvogel überhaupt ansehen. Die Flügelspannweite der Harpyie beträgt bis zu zwei Meter und die Weibchen, die schwerer als die Männchen sind, können bis zu neun Kilo wiegen. Es gibt ohnehin wenige Fotos der Vogelart, jedoch sieht man auf vielen bekannten Fotos eine Beute in den beeindruckenden, kräftigen Krallen. Die Hinterkralle einer Harpyie wird bis zu sieben Zentimeter lang.

Ihre Lieblingsmahlzeit sind Faultiere und Affen, es darf aber auch mal ein Nasenbär oder ein Opossum sein. Selbst größere Vögel und Schlangen jagt die Harpyie und tötet sie mit ihren ungewöhnlich starken Krallen.

Kein Vogel also, dem man zu nahe kommen will. Und dennoch ist es ein einzigartiges Erlebnis für Vogelbeobachter, die nebenbei erwähnt gar nicht auf ihrem Speiseplan stehen,  die Harpyie in Mittel- oder Südamerika in den subtropischen Wäldern und im Regenwald zu sehen. Insgesamt gibt es geschätzt maximal 50.000 Exemplare, die vor allem das Flachland und teilweise das Hügelland besiedeln. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion, IUCN, ist sie auf die Vorwarnliste, also „near threatened“, gesetzt worden. Zum einen wird sie bejagt, zum anderen ist ihr Lebensraum durch Regenwaldrodungen gefährdet.

Hinzu kommt, dass die Harpyie sich nicht sehr schnell fortpflanzt, da sie mit dem Nachwuchs nicht gerade zimperlich umgeht. Von den ein bis drei Eiern eines Geleges brütet das Weibchen knapp zwei Monate lang nur solange, bis das erste Junge schlüpft. Damit werden die anderen Eier nicht mehr weiter bebrütet und haben keine Überlebenschance. Der Nachwuchs ist erst nach fünf bis sechs Monaten flügge und braucht weiterhin bis zu zehn Monate Betreuung, bis er wirklich selbständig ist. Durch diesen großen Betreuungsaufwand brüten die Harpyien nur ungefähr alle zwei Jahre das nächste Jungtier aus.

Um das neue ZEISS Victory Harpia Spektiv zu testen, reisten Experten von ZEISS mit einer Gruppe internationaler Journalisten zum „Harpy Eagle Quest“ nach Panama, in die Provinz Darien. Ihr Ziel war es, den Namensgeber des Spektivs selbst vor die Optik zu bekommen. Zu Beginn glaubte keiner daran, dass es klappen würde, da massive Regenschauer die Pläne erst einmal durchkreuzten und die Expeditionen, die dann stattfinden konnten, aufgrund der durchnässten Wege sehr anstrengend waren.

Der Einsatz aller wurde dann doch belohnt: Sie bekamen einen Jungvogel, der zu seiner Brutstätte flog, zu Gesicht und konnten ihn in Ruhe beobachten. Mit dem passenden Digiscoping-Zubehör des ZEISS Spektivs entstanden beeindruckende Nahaufnahmen.

Wer sich für eine Tour nach Panama zur Harpyie sowie zu 900 anderen Vogelarten interessiert, erhält hier mehr Informationen.

Verbreitungskarte der Harpyie
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