USA

Vogelbeobachtung als Herausforderung

Einzelne fühlen sich entlarvt, viele amüsieren sich über bekannte Verhaltensweisen, wieder andere finden die Darstellung übertrieben: In der Filmkomödie „Ein Jahr vogelfrei“ beschreibt David Frankel teils realistisch, teils überzeichnet, wie drei US-Amerikaner ihr Big Year durchziehen. Das Big Year kommt ursprünglich aus dem angelsächsischen Raum und findet inzwischen weltweit neue Varianten. Ein Jahr lang, genauer gesagt vom 1. Januar um 0 Uhr lokale Ortszeit bis zum 31. Dezember um 24 Uhr, gilt es, so viele Vogelarten wie möglich zu hören oder zu sehen. Was zum Leistungssport werden kann, ist im positiven Sinne ein „Sabbatical“ in der Natur oder auch nur viel Freizeit für die Lieblingsbeschäftigung. Hier zeigen wir ein paar Varianten.

Das Jahr 2016 war das Rekordjahr: weltweit sowie im Gebiet der American Birding Association, ABA. Den Rekord für ein weltweites Big Year setzte der Niederländer Arjan Dwarshuis mit 6.833 Vogelarten. Der bekannteste Wettbewerb für das Big Year ist aber sicherlich das ABA-Gebiet Nordamerikas, das die American Birding Association definiert. Dank El Niño gab es in Nordamerika 2016 viele seltene Arten, die hier normalerweise nicht zu sehen sind. Neben dem meteorologischen Phänomen verdankt John Weigel seinen Rekord auch einer neuen Einteilung der Vögel in weitere Unterarten, wodurch zusätzliche Haken möglich wurden. Im Rekordjahr toppte John Weigel mit 783 Vogelarten all seine Vorgänger sowie knapp seinen Konkurrenten des Jahres Olaf Danielson.

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