Europa

Faszinierende Giganten unserer Meere

Wale faszinieren mit ihrer Größe und den eleganten Bewegungen trotz des teilweise plumpen Körpers. Anders als bei Vögeln erkennt man sie von weitem mit dem bloßen Auge und braucht das Fernglas erst für die Details. Bei der Optik kommt es darauf an, ein möglichst großes Sehfeld abzudecken und über eine entsprechende Verzeichnung das optische Bild auch beim Schwenken des Fernglases stabil zu halten, ohne Unwohlsein hervorzurufen. Fast überall am Meer ist eine der weltweit 90 Walarten zu entdecken, allerdings viele nur auf See per Schiff. Einzelne Spots in Europa lassen auch die Beobachtung vom Strand aus zu.

Dem kleinsten Wal der Meere begegnen viele Touristen auf Deutschlands Nobelinsel Sylt und fragen sich verwundert, was Flipper in der Nordsee macht. Was einige auf den ersten Blick für einen Delfin halten, ist ein Schweinswal, der gerade mal je nach Unterart längstens zwei und halb Meter von der Schnauze bis zur Fluke misst. Sprünge wie von Delfinen sind beim Schweinswal kaum zu erwarten, da es seinem ruhigen Temperament eher entgegen läuft. Dass er so klein ist, ist seine Überlebensstrategie für die flachen Küstengewässer in Nord- und Ostsee.

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Auf den Spuren des Rotmilans

Im Englischen heißt seine Art „red kite“, also roter Drachen. Die englische Bezeichnung des Rotmilans, Milvus milvus, kommt nicht von ungefähr. Gleich einem Drachen, den man im Herbst steigen lässt, gleitet der Rotmilan, die Thermik nutzend, durch die Luft. Selbst wenn man sein teils rostbraunes Gefieder gegen das Licht nicht erkennen kann, ist er eindeutig an seinem Gabelschwanz zu identifizieren. Etwas größer als ein Mäusebussard sucht er bei seinen Gleit- und Segelflügen nach Beute. Findet er eine Feldmaus, einen Maulwurf oder Drosseln und Amseln tötet er diese mit kräftigen Schnabelhieben im nächsten Baum.

Insgesamt ist der Rotmilan bei seiner Nahrungswahl sehr flexibel: Im Frühjahr ernährt er sich viel von Käfern und Regenwürmern, in der Nähe von Wasser nimmt er gerne Fisch zu sich. Selbst Aas lehnt er nicht ab. So geht man davon aus, dass er in Baden-Württemberg als Dauergast mit der Schließung vieler Mülldeponien seltener geworden ist. Wird die Beutejagd im Winter beschwerlicher, beraubt der Rotmilan einfach Schwarzmilane oder Krähen. Kann er ihnen die Beute nicht direkt abluchsen, belästigt er sie solange, bis sie die Nahrung wieder hochwürgen und bereitstellen.

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Faszinierend und unersetzlich: Vogelarten wie der Steppenadler, der Sperbergeier oder der Große Knutt sind einzigartig. Womöglich sind sie jedoch bald verschwunden, wenn wir nichts dagegen unternehmen:

Auf der Roten Arten Liste von 2015 stufte BirdLife International ihren Bestand kritischer ein als noch im Jahr davor. ZEISS engagiert sich als „Red Listing Sponsor“ für den Erhalt der Artenvielfalt.

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