Conservation

Im Fokus: Zwei erfolgreiche Mitmachaktionen

Mit der Unterzeichnung der Verträge durch die stellvertretende NABU-Bundesgeschäftsführerin Angelika Richter und dem Leiter des Unternehmensbereichs Consumer Optics bei der Carl Zeiss AG Jörg Schmitz am 9.10.2017 in Wetzlar startet der NABU die längerfristig angelegte Zusammenarbeit mit Carl Zeiss Sports Optics.

Unterstützt werden die beiden NABU Mitmachaktionen Stunde der Gartenvögel und Stunde der Wintervögel. Ziel der Partnerschaft ist es, gemeinsam Impulse für die Schönheit der Natur und Vogelbeobachtungsthemen zu geben. Deshalb unterstützt ZEISS außerdem Videoreihen zu Vogelbeobachtungsthemen.

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Der Namensgeber für unser neues Spektiv

In der griechischen Mythologie war die Harpyie eine Mischung aus Greifvogel und Frau, sie stand meist für das Böse, insbesondere die Habsucht. Sie verkörperte die Sturmwinde, war also schnell wie der Wind und damit unverwundbar.

Im Auftrag von Zeus tötete sie Menschen oder holte ihre Seelen. Selbst in Astrid Lindgrens Kinderbuch „Ronja Räubertochter“ sind die Grausedruden, die Ronja und ihrem Freund Birk so zusetzen, in der Tradition der Harpyien dargestellt.

Was macht diesen Vogel aus, der nach diesen furchteinflößenden Fabelwesen benannt ist? Abgesehen davon, dass er einer der größten Greifvögel der Welt ist, kann man die Harpyie wohl als den stärksten Greifvogel überhaupt ansehen. Die Flügelspannweite der Harpyie beträgt bis zu zwei Meter und die Weibchen, die schwerer als die Männchen sind, können bis zu neun Kilo wiegen. Es gibt ohnehin wenige Fotos der Vogelart, jedoch sieht man auf vielen bekannten Fotos eine Beute in den beeindruckenden, kräftigen Krallen. Die Hinterkralle einer Harpyie wird bis zu sieben Zentimeter lang.

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Auf den Spuren des Rotmilans

Im Englischen heißt seine Art „red kite“, also roter Drachen. Die englische Bezeichnung des Rotmilans, Milvus milvus, kommt nicht von ungefähr. Gleich einem Drachen, den man im Herbst steigen lässt, gleitet der Rotmilan, die Thermik nutzend, durch die Luft. Selbst wenn man sein teils rostbraunes Gefieder gegen das Licht nicht erkennen kann, ist er eindeutig an seinem Gabelschwanz zu identifizieren. Etwas größer als ein Mäusebussard sucht er bei seinen Gleit- und Segelflügen nach Beute. Findet er eine Feldmaus, einen Maulwurf oder Drosseln und Amseln tötet er diese mit kräftigen Schnabelhieben im nächsten Baum.

Insgesamt ist der Rotmilan bei seiner Nahrungswahl sehr flexibel: Im Frühjahr ernährt er sich viel von Käfern und Regenwürmern, in der Nähe von Wasser nimmt er gerne Fisch zu sich. Selbst Aas lehnt er nicht ab. So geht man davon aus, dass er in Baden-Württemberg als Dauergast mit der Schließung vieler Mülldeponien seltener geworden ist. Wird die Beutejagd im Winter beschwerlicher, beraubt der Rotmilan einfach Schwarzmilane oder Krähen. Kann er ihnen die Beute nicht direkt abluchsen, belästigt er sie solange, bis sie die Nahrung wieder hochwürgen und bereitstellen.

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ZEISS unterstützt NABU Naturschutzjugend in Hamburg

Hamburg verbindet man eher mit geschäftigem Handel und buntem Treiben als mit Natur. Abgesehen vom Hafen ist Hamburg eine typische europäische Großstadt wie viele andere - mit einem hohen Anteil an versiegelten Flächen.

Die Einwohner kennen Natur nur in Parkflächen oder wenn sie die Stadt verlassen. Und dennoch gibt es eine große Anzahl Kinder und Jugendliche, die gerade hier einen engen Bezug zur Natur haben und sich für deren Erhalt engagieren.

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Faszinierend und unersetzlich: Vogelarten wie der Steppenadler, der Sperbergeier oder der Große Knutt sind einzigartig. Womöglich sind sie jedoch bald verschwunden, wenn wir nichts dagegen unternehmen:

Auf der Roten Arten Liste von 2015 stufte BirdLife International ihren Bestand kritischer ein als noch im Jahr davor. ZEISS engagiert sich als „Red Listing Sponsor“ für den Erhalt der Artenvielfalt.

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Wenn mehr als 100 Millionen Vögel sich auf den Weg gen Süden machen

Mehr als 100 Millionen Vögel brechen im Herbst in Richtung Südeuropa oder Afrika auf. Auslöser ist nicht etwa die Winterkälte, sondern in erster Linie der Mangel an zugänglicher Nahrung.

Während im Frühjahr die üppigen Nahrungsquellen im Norden ideal für die Aufzucht der Jungen sind, erschweren Minustemperaturen, Schnee und die im Winter kürzeren Tage die Futtersuche erheblich. Bei den Zugvogelarten ist der Weg in wärmere Regionen quasi einprogrammiert.

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Interview mit Simon King

In Großbritannien ist Simon King so berühmt wie einst Heinz Sielmann im deutschsprachigen Raum. Für die BBC dreht der in Nairobi geborene Brite seit über 30 Jahren Naturdokumentationen. Wer sich mit ihm unterhält, spürt sofort seine Begeisterung für die Tierwelt. Auch nach all den Jahren im Fernsehgeschäft ist diese ungebrochen.

Für sein aktuelles Zuhause hat er ein großes Gebiet renaturiert und beobachtet dort wildlebende Dachse, Füchse, Otter und zahlreiche Vogelarten. Wir trafen ihn zum Interview

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Der 1969 geschaffene Nationalpark misst heute 50.720 ha und ist das größte Naturschutzgebiet Westeuropas. So groß der Doñana ist, so vielfältig sind auch die Lebensräume, die er bietet. Ungestörte Strände, riesige Überschwemmungsflächen, Lagunen, Wanderdünen, ausgedehnte Pinien- und Fichtenbestände und weite Heidelandschaften machen ihn zu einem sicheren Rast- und Überwinterungsgebiet für Zugvögel. Bedrohten Vogelarten, wie Marmelenten oder Weißkopfruderenten, und seltenen Säugetieren, wie dem iberischen Luchs, ist er ein einzigartiges Brutgebiet.

Nur wenige Bereiche des Nationalparks sind für Menschen zugänglich. Eines der großartigsten Erlebnisse ist es wohl, an einer der wenigen vier bis sieben Stunden langen Jeeptouren durch den Park teilzunehmen, die im Besucherzentrum El Acebuche starten. Bereits hier kann man auf kurzen Wanderwegen die offene Landschaft und kleinen Lagunen des Parks erkunden.

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