Cinematography

Dokumentarfilmer und insbesondere Tierdokumentarfilmer brauchen vor allem zwei Dinge: Geduld und Spontaneität. So auch Nino Leitner, der unter anderem mit dem Prototyp des neuen ZEISS Lightweight Zoom LWZ.3 21-100mm/T2.9-3.9 T* in Südafrika drehte. Dabei setzte er dank des Zoomobjektivs nicht nur gefährdete Nashörner, sondern auch andere Tiere spektakulär in Szene. Seine Dokumentation wurde bereits mit zwei internationalen Preisen gewürdigt.

Nicht selten sind es Zufälle, die zu einem Filmprojekt führen. In diesem Fall kannte DoP Nino Leitner den Phantom Flex-Operator Nic Divischek, der eine Zeit im Shamwari Game Reservat in Afrika gelebt hat. Die Phantom Flex ist eine Highspeed-Kamera, die bis zu 3.000 Bilder pro Sekunde aufzeichnet. Bewegungen derart verlangsamen zu können übte für Nino Leitner einen besonderen Reiz aus. Die Tragik der Nashörner in dem Reservat, deren Horn (illegaler Weise) für bis zu 60.000 Dollar pro Kilo gehandelt wird, und die Chance einen Ranger, einen Tierarzt und eine Anti-Wilderer-Einheit bei ihrer täglichen Arbeit zu begleiten, ließen aus den potentiellen Möglichkeiten ein sinnvolles Projekt entstehen. Nino Leitner ist eigentlich kein Tierfilmer. Daher war sein Ansatz klar: „Ich wollte die Geschichte der Nashörner anhand der Personen erzählen, die sich mit ihnen auseinandersetzen.“ So entstand die Dokumentation „Through the Thick – Preserving the Rhino in South Africa“.

Das Team und sein Equipment. Fast immer in Gebrauch: das neue ZEISS Lightweight Zoom LWZ.3 21-100mm/T2.9-3.9 T*.
Das Team und sein Equipment. Fast immer in Gebrauch: das neue ZEISS Lightweight Zoom LWZ.3 21-100mm/T2.9-3.9 T*.

Für den Dreh nutzte Nino Leitner unter anderem eine Sony FS7, zwei Sony Alpha 7S, eine RED Dragon, mehrere Gimbal und die Phantom Flex. Als Objektive hatte er sowohl das neue ZEISS Lightweight Zoom LWZ.3 21-100mm/T2.9-3.9 T* im Gepäck, als auch mehrere Objektive der ZEISS Milvus Familie. Nino konnte also aus dem Vollen schöpfen, ganz im Gegensatz zu Tierfilmern vergangener Tage.

„Man kann es sich fast nicht mehr vorstellen, dass früher auch Tierdokumentationen auf Film gedreht wurden, wo man nur zehn Minuten am Stück aufnehmen konnte, bevor die Rolle gewechselt werden musste. Die Wahrscheinlichkeit, den entscheidenden Moment deswegen nicht einzufangen, war sehr groß.“ – Nino Leitner

Andererseits – heute benötigen fünf Sekunden Highspeed-Aufnahmen der Phantom Flex rund 64 Gigabyte Daten. So ist eben alles relativ, und auch diese Datenmenge muss man erst einmal verarbeiten, um weiterdrehen zu können. Die Aufnahmen, die Nino damit machen konnte, sind dafür umso spektakulärer. Seien es miteinander turtelnde Löwenpärchen und Zebras, badende Elefantenherden oder auch nur die Vorbeifahrt an einer Gruppe von Nashörnern.

Um diese Situationen perfekt aufzulösen, musste Nino immer bereit sein: „Ich hatte die Kamera fast immer im Anschlag, um schnell reagieren zu können.“ Über 80 Prozent der Zeit hatte er dabei ein Zoom-Objektiv an der Kamera, das für Nino einen besonderen Vorteil bot: „Mit dem LWZ.3 hatte ich die Möglichkeit, in einer Szene sowohl den Fahrer unseres Autos ins Visier zu nehmen, als auch nah an Tiere ran zu kommen, denen wir während der Fahrt begegneten.“ Am eindrücklichsten war dabei die Begegnung mit einer Elefantenherde, die über die Straße lief und danach ungestört badete. So ungestört, wie es Ranger Andrew in 15 Jahren nicht erlebt hatte. Die Aufnahmen bestätigen diese Einzigartigkeit. Ebenso eindrucksvoll gerieten die Aufnahmen vom Absägen des Horns eines aggressiven Nashorns, das zur Gefahr für seine Artgenossen wurde. Ohne Horn ist das Nashorn dann auch für Wilderer als Opfer unattraktiv. Das Absägen des Hornes kann so auf zwei Arten zur lebensverlängernden Maßnahme werden.

Nicht nur verhältnismäßig leicht, auch robust muss die Ausrüstung sein, um den Bedingungen vor Ort zu trotzen.
Nicht nur verhältnismäßig leicht, auch robust muss die Ausrüstung sein, um den Bedingungen vor Ort zu trotzen.

Die wilden Tiere stellten beim Dreh allerdings die kleinere Gefahr da. Viel tückischer waren die Bedingungen in Südafrika vor Ort: Sand und Hitze sowie das ständige Rütteln durch schlecht ausgebaute oder gar nicht erst vorhandene Straßen erfordern ein robustes Team – und robuste Technik. Wer in einer solchen rauen Umgebung dreht, ist auf eine gute Verarbeitung des Equipments angewiesen, denn Material kann nicht schnell mal ausgetauscht werden. Auf das LWZ.3 konnte sich Nino auch in punkto Robustheit und Zuverlässigkeit zu 100 Prozent verlassen.

Begegnung der besonderen Art: Die wie aus dem Nichts am Auto vorbeilaufende Elefantenherde war auf dem Weg zu einem ausgiebigen Bad, mit der Kamera im Anschlag konnte Nino Leitner die Situation spontan einfangen.
Begegnung der besonderen Art: Die wie aus dem Nichts am Auto vorbeilaufende Elefantenherde war auf dem Weg zu einem ausgiebigen Bad, mit der Kamera im Anschlag konnte Nino Leitner die Situation spontan einfangen.

Viele der Aufnahmen gelangen nur dadurch, dass Nino spontan agieren konnte. Eine Voraussetzung war dabei das Vertrauen, das er in die Schärfe der Zoom-Objektive hatte: „Ich konnte mich darauf verlassen, dass die ZEISS Zooms eine durchgehende Schärfe bei allen Brennweiten besitzen, sodass ich nicht nachregulieren musste.“ Hinzu kam die der präzise, cineastische Look der Aufnahmen des LWZ.3., den er generell bei ZEISS Objektiven schätzt: „Für mich steht ZEISS immer für die Suche nach der Perfektion in der Abbildung. Dadurch bekomme ich stets einen sauberen Look und maximale Schärfe als Ausgangsbasis, mit denen ich dann so arbeiten kann, wie es Sinn für den Film ergibt. So ist es auch kein Problem verschiedene Objektive zu nutzen und die Aufnahmen zu matchen.“

Nino Leitner bei den Dreharbeiten mit dem ZEISS LWZ.3.
Nino Leitner bei den Dreharbeiten mit dem ZEISS LWZ.3.

Daher konnte Nino auch Objektive der Milvus Familie einsetzten, etwa das Milvus 2.8/21, das sich wegen seines geringen Gewichts auch mit Adapter an einer Sony Alpha 7S in einem MøVi M5-Gimbal als perfektes Setup für Bewegungen mit der Kamera erwies. Mit seinem Gewicht von unter 2 kg fand auch das LWZ.3 Platz im größeren ARRI Maxima Gimbal, etwa bei der Aufnahme einer Gruppe von Giraffen. Für Nino bedeutet der Einsatz von ZEISS Zoom-Objektiven eine besondere Freiheit: „Mit der falschen Linse zum falschen Zeitpunkt bist du aufgeschmissen, gerade bei Dokumentationen, in denen man zwar viel plant, am Ende aber sehr flexibel sein muss. Variable Brennweiten bei maximaler Qualität sind dabei eine große Hilfe.“ Eine Entscheidungshilfe für den Kauf ist darüber hinaus auch der Umstand, dass auch beim neuen LWZ.3 der Mount wechselbar ist. „Kameraleute drehen heute nicht mehr nur ausschließlich mit einer Kamera, mit einem ZEISS Objektiv kann man sicher sein, sie auch nutzen zu können, wenn es die aktuellen Kameras schon lange nicht mehr gibt.“

Der Film konnte bereits zwei Preise gewinnen: „Best Documentary“ beim California International Shorts Festival sowie einen „Award of Excellence“ bei den Hollywood International Independent Documentary Awards. Darüber hinaus ist der Film mittlerweile auch schon für fast 20 Filmfestivals eingeladen worden. Um dabei mitzuhelfen, dass es auch die Nashörner im Shamwari Game Reservat in Zukunft noch gibt, plant Nino außerdem weitere Drehs, um aus dem bisher 15-minütigen Film eine Langfassung zu machen.

 

Weitere Eindrücke von den Dreharbeiten zu „Through the Thick“

 

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Über Nino Leitner

Nino Leitner, AAC, ist ein Filmemacher, Kamermann und Filmproduzent mit Sitz in Wien, Österreich. Die meiste Zeit arbeitet er allerdings irgendwo rund um den Globus. Ninos Fokus liegt auf Werbung und Unternehmensfilmen sowie auf Dokumentationen. Allerdings arbeitet er auch an immer mehr Projekten aus dem Bereich der Fiktion. NIno ist ZEISS Camera Lens Ambassador.

www.ninofilm.net

 

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