Naturfotografie

ZEISS Camera Lens Ambassador Dany Eid lebt in Dubai und ist für seine Fotos vor allem im Mittleren Osten unterwegs. Eine ganz besondere Reise führte ihn zurück in seine Heimat, den Libanon. Das Ziel: die Schönheit der Natur genießen und mit der Kamera festhalten.

„Ich lebe derzeit in Dubai, einer modernen Millionenstadt deren Umgebung stark von der Wüste geprägt ist“, erklärt der 40-Jährige gleich zu Beginn, „die Natur dort unterscheidet sich komplett von der in meiner Heimat und kann mit dem, was der Libanon bietet, einfach nicht mithalten.“ Und so zog es ihn dann auch in die besonders ursprünglichen Regionen, etwa ins Beqaa Tal zu den Aammiq Wetlands, dem größten verbleibenden Süßwasserbiotop des Landes. Oder in den Nordlibanon zu den „Zedern Gottes“, einem bedeutenden, wenn auch kleinen Überbleibsel der einst so weitläufigen Zedernwälder am Mount Lebanon. Zusammen mit dem kulturell bedeutenden Kadisha Tal wurde Arz ar-Rabb, so der Name auf Arabisch, 1998 sogar in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen.

D800, ZEISS Otus 1.4/85, f9, 1/250 sec, ISO 125
Blumen im Kadisha Valley im Nordlibanon. | Hochauflösendes Bild auf Flickr

Geboren im Libanon, lebte und arbeitete Dany Eid später in verschiedenen Ländern im Mittleren Osten. Seine Unternehmens-Karriere gab er allerdings schnell zugunsten der Fotografie auf: „Es gibt nichts besseres, als einen Job zu machen, den man liebt und seinen Traum zu verfolgen“, erklärt er die Entscheidung. Die Vielfalt im Mittleren Osten, die vielen Reisen, aber auch das Heimweh hat die Arbeit des 40-Jährigen stark beeinflusst. „Ich liebe es zu reisen und in meiner Fotografie spiegeln sich die Orte, die ich besuche, die entlegenen Gegenden, die verschiedenen Länder und Städte wider – alles wird durch die Architektur, die Natur und die Menschen in meinen Bildern dargestellt.“ Was für ihn zählt ist dabei weniger das abgebildete Motiv, als die Geschichte, die es erzählt. „Aber für ein gutes Bild muss natürlich alles stimmen“, fügt er hinzu, „das Motiv, die Location, das Licht und die Geschichte.“ Während seiner Reisen in die Heimat hat Dany Eid bei der Umsetzung seinen Fotos bewusst auf dramatische Effekte verzichtet: „Ich wollte die Natur so unverfälscht wie möglich darstellen und sie so zeigen, wie ich sie kenne und wahrnehme.“

D800, Distagon T* 2,8/15, f/16, 1/15 sec, ISO 100
Arz ar-Rabb – die „Zedern Gottes“. Heute gibt es nur noch einen kleinen Bestand der einst so weit verbreiteten Libanon Zeder. | Hochauflösendes Bild auf Flickr

„Um meine Motive und Locations zu finden, recherchiere ich intensiv und plane meine Bilder oft lange im Voraus. Ich überlasse da nichts dem Zufall und kaum eines meiner Bilder entsteht wirklich spontan.“ – Dany Eid

Schon bevor er den Zielort ansteuert, meist schon bevor er überhaupt auf seine Reisen aufbricht, informiert er sich ausgiebig über das Motiv, die vorherrschenden Witterungsbedingungen, das nötige Timing und die möglichen Lichtverhältnisse. „Aufgrund dieser Überlegungen entscheide ich wann ich vor Ort sein muss und welche Ausrüstung ich mitnehme. Man muss manchmal recht hartnäckig sein, um genau den richtigen Moment zu finden.“ Außerdem nutzt Dany Eid verschiedene Apps, etwa um das Timing für die blaue und die goldene Stunde zu prüfen, aber auch das Wetter, Lichtverhältnisse und die „Lichtverschmutzung“, die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen, etwa in der Nähe von Städten. Doch selbst die beste Vorbereitung garantiert keine idealen Bedingungen und manchmal ist auch für einen erfahrenen Fotografen eine gehörige Portion Geduld von Nöten: „In der freien Natur ist man immer vom Wetter abhängig und das kann sehr unbeständig sein. Dann hilft oft nur Warten.“

D800, ZEISS Distagon T* 2,8/15, f/16, 1/100 sec, ISO 100
Um alle Bereiche scharf abzubilden wurde hier auf Hyperfokaldistanz fokussiert. | Hochauflösendes Bild auf Flickr

Bei der Umsetzung seiner Bilder nutzt Dany Eid mittlerweile eine ganze Reihe von ZEISS Objektiven, darunter das Distagon T* 2,8/15, die drei Objektive der Otus Familie, sowie das Milvus 2.8/21, das Milvus 2/35 und das Milvus 2/100M. Auf seiner Reise in den Libanon kam verstärkt das Otus 1.4/85 zum Einsatz. Gefragt nach seinem Lieblingsobjektiv für Naturfotografie nennt Dany Eid allerdings gleich drei Objektive: „Das Distagon T* 2,8/15, das Milvus 2.8/21 und das Otus 1.4/28. Sie gehören zwar unterschiedlichen Familien an, decken aber sehr gut den für mich wichtigen Weitwinkelbereich ab.“

 

D800, ZEISS Milvus 2.8/21, f/16, 1/40 sec, ISO 100
Geduld gefragt: vier Stunden musste der Fotograf warten, bis die Sonne genau hinter dem Baum positioniert war. | Hochauflösendes Bild auf Flickr

Über Dany Eid

Dany Eid, 40 Jahre, ist im Libanon geboren und aufgewachsen. Um seinen Traum zu verwirklichen hängte der studierte Innenarchitekt und Maler seine Unternehmenskarriere an den Nagel und wurde Fotograf. Mittlerweile lebt er in Dubai und hat sich auf Architektur-, Landschafts-, Reise- und Lifestyle-Fotografie spezialisiert – seine Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Medien veröffentlicht und mit Preisen ausgezeichnet. Außerdem hält Dany Eid regelmäßig Workshops für Fotografen.

www.danyeid.com

 

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