ZEISS Touit

Toni Ahvenainen entwickelte ein einjähriges Fotoprojekt. Sein Ziel: die Welt auf seine ganz eigene Art durch den Bildsucher wahrzunehmen. Um dieses Projekt zu vollenden, hatte er seine Kamera ein Jahr lang immer und überall dabei und spiegelte seine Identität als Fotograf in unterschiedlichen Motiven wider. Das ZEISS Touit 2.8/12 und ZEISS Touit 2.8/50M waren Teil dieses Abenteuers, das viel Aufmerksamkeit in den sozialen Medien erhielt und letztendlich viel wichtiger wurde als er zunächst dachte.

 

Am 1. Januar 2014 begann Toni Ahvenainen sein ambitioniertes, einjähriges Fotoprojekt „Year of the Alpha“ mit der Zielsetzung, sein „fotografisches Auge“ zu finden. Ein Jahr lang suchte er nach seinem eigenen Weg, wie er die Welt durch den Bildsucher wahrnimmt. Mindestens zweimal pro Woche teilte er seine Bilder in einem Tagebuch, das sowohl Texte über die Entwicklung der Fotografie aber auch andere Themen enthielt. Um sein Ziel zu erreichen, hatte Ahvenainen seine Kamera immer und überall bei sich und machte tausende Aufnahmen. Schließlich veröffentlicht er 130 Bilder auf seiner Webseite.

„Der Begriff ,fotografisches Auge‘ bezeichnet für mich die bestimmte Art und Weise, durch welche man die Welt sieht, etwas sehr persönliches, das mich von anderen Fotografen unterscheidet. Während das fotografische Auge natürlich teilweise subjektiv und kulturell geprägt ist, glaube ich, dass jeder aber auch seine eigene, ganz einzigartige Weise hat, die Welt um sich herum zu sehen. Man könnte also sagen, dass ich mittels dieses Projekts meine Identität als Fotograf finden und erforschen wollte.“

 

Sugar treasure. Hochauflösendes Bild auf Flickr.
Sugar treasure. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Durch die moderne Kameratechnologie kann heutzutage jeder relativ gute Ergebnisse erzielen. Jedoch wird die Aufgabe aufgrund dieser scheinbaren Leichtigkeit, einen bestimmten Look oder eine visuelle Identität zu finden, umso schwieriger. Um dies zu erreichen, benötigt man oft eine engere Beziehung zur Fotografie, bei der der Fotograf nicht nur professionelle Bilder aufnimmt, sondern auch lernt, bestimmte Inhalte, Themen, ja sogar emotionale Aspekte zu erkennen. Mittels dieser Fähigkeit erzählt der Fotograf bedeutende Geschichten, die andere genießen können.

„Man kann sagen, dass Menschen ihre Identitäten nicht selbst aufbauen. Auch diejenigen nicht, die einen Bezug zur Fotografie haben. Das war der Grund, warum ich dieses Projekt in den sozialen Medien veröffentlicht habe. Ich wollte ein Fotograf wie alle anderen sein. Es gibt bei Weitem bessere und erfahrenere Fotografen. Und durch das Teilen meiner Arbeit wollte ich zusätzlich deren Wissen und Lebenserfahrung nutzen. Und außerdem, ist es spannender die Arbeiten mit der Community zu teilen, als sie in die Schreibtischschublade zu stecken.“

 

Flies perceive time and hygiene differently. Hochauflösendes Bild auf Flickr.
Flies perceive time and hygiene differently. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Um ein großes Publikum zu erreichen, entschied sich Ahvenainen, sein Projekt den Sony α-Kameras und deren Liebhabern in den sozialen Netzwerken zu widmen. Daher bezieht sich sein Projektname auch auf die Sony α Marke. Innerhalb kürzester Zeit erhielt „Year of the Alpha“ mehrere Zehntausend Views und überraschte mit seiner Popularität auch Ahvenainen selbst. Was als kleines, persönliches Projekt startete, wurde plötzlich zu etwas sehr viel Größerem.

„Was ich ursprünglich mit den sozialen Medien erreichen wollte, war andere zu inspirieren, etwas ähnliches zu tun und ihre Fotografie auch wiederum für mich selbst zu genießen. Aber letztendlich war es genau anders herum. Innerhalb dieses Jahres habe ich so viele positive und aufmunternde Worte von anderen Fotografen erhalten, ohne die ich das Projekt niemals vollendet hätte. Für mich war dies ein Weg, ein großes Publikum für meine Arbeit zu erreichen, selbst wenn man an einem Ort ohne erhebliche Bedeutung, wie beispielsweise meinem Schlafzimmer ist, an dem ich zweimal die Woche die Website aktualisiert habe. Ein starkes Beispiel dafür, welche Möglichkeiten in den sozialen Medien stecken.“

 

Flashlight plays in a humid autumn night. Hochauflösendes Bild auf Flickr.
Flashlight plays in a humid autumn night. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Aufgrund der positiven Berichterstattung in den sozialen Medien und Fotografie-Foren entschied sich ZEISS, Ahvenainen in seinem Projekt mit zwei Leihobjektiven der Touit Serie zu unterstützen. Die Touit Objektive sind für spiegellose Kameras mit Wechselobjektiven konstruiert, wie beispielsweise die Sony α und Fujifilm X Serie. Ahvenainen entschied sich für die Arbeit mit dem ZEISS Touit 2.8/12 und dem ZEISS Touit 2.8/50M und widmete einem der fünf Projektabschnitte den kreativen Möglichkeiten, die sich aus der Nutzung von Weitwinkel- und Makroobjektiven ergeben. Als wir ihn fragten, was er über die ZEISS Touit Serie denke, schien er am meisten von deren Farben und Kontrast beeindruckt zu sein.

„Ich liebe Farben und ich werden von ihnen immer als erstes angezogen, wenn ich Fotos anschaue. Als ich begann die Touit Objektive von ZEISS zu nutzen, bemerkte ich sofort den Unterschied in der visuellen Performance, im Besonderen bei den Farben. Anfangs hatte ich ein bisschen Angst, weil ich das Gefühl hatte, die gewöhnlichen Anhaltspunkte, die mich in meiner Nachbearbeitung geführt hatten, verloren zu haben. Nach etwa einem Monat jedoch lernte ich den Unterschied zu schätzen, da die Touit Objektive begannen, sich präziser und feiner anzufühlen.

Wenn es darum geht, Farben zu erleben, finde ich es schwierig, diese in einer objektiven und wissenschaftlichen Sprache zu erfassen. Farben werden oft mit einem ähnlichen Gefühl wie eine Melodie in der Musik wahrgenommen. Ich würde die Touit Farben als ausdrucksstark aber sehr natürlich wirkend beschreiben. Meiner Meinung nach besitzen diese Objektive eine Qualität, die die Feinheiten des Lichts in besonders schöner Weise hervorheben.“

 

Sea of light. Hochauflösendes Bild auf Flickr.
Sea of light. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Ebenso haben wir mit Ahvenainen über die Suche nach seiner fotografischen Identität gesprochen und wie die ZEISS Produkte diesen Prozess beeinflusst haben.

„Nach einigen Monaten mit den ZEISS Touit Objektiven fühlte ich, dass der Fokus auf die technischen Details ein guter Bezugspunkt für mich war, wie die Fotos wirken aber auch dafür, wonach ich als Fotograf auf der Suche war. Seitdem setze ich meinen visuellen Ausdruck auf diesen technischen Bezugspunkt. Und in gewisser Weise glaube ich, dass das technische Know-how von ZEISS meine Identität als Fotograf unterstützt hat.“

 

Not alone. Hochauflösendes Bild auf Flickr.
Not alone. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Als wir ihn fragten, wie die Touit Serie seiner Meinung nach zum aktuellen Sony α-System passe, betonte Ahvenainen sein positiven Gesamteindruck und die fotografische Erfahrung mit den Touit Objektiven.

„Ich glaube ZEISS ist besonders erfolgreich darin, Produkte zu entwickeln, die mehr sind als die Summe ihrer Teile und gewisse ästhetische Qualitäten besitzen, die viele Fotografen auf emotionaler und intellektueller Ebene ansprechen. Sie haben nicht nur einen bewusst ästhetischen Look, sondern sind auch äußerst fein abgestimmte Objektive, die großartige Ergebnisse liefern. Ich glaube, sie passen sehr gut zum Sony α-System und ich hoffe, dass es in Zukunft weitere Touit Objektive geben wird.“

 

The great divide. Hochauflösendes Bild auf Flickr.
The great divide. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Das letzte Bild für das Projekt wurde am 31. Dezember 2014 veröffentlicht. Nach einem Jahr Arbeit war Ahvenainen müde aber glücklich darüber, sein persönliches Projekt beendet zu haben. Hat er letztlich das gefunden, wonach er gesucht hat, sein „fotografisches Auge“?

„Ich bin mir nicht sicher, ob ich mein fotografisches Auge in vollem Ausmaß gefunden habe, denn in der Fotografie gibt es generell so viele Möglichkeiten. Jedoch hat mir dieses Projekt sicherlich neue Perspektiven in meiner Fotografie eröffnet. Das Konzept ist vielleicht das wichtigste Werkzeug eines Fotografen und es zu nutzen, ist wie die Sprache der Fotografie mit eigenen Worten auszudrücken. Kurzum denke ich, dass ich einen flüchtigen Blick auf mein eigenes fotografisches Auge werfen konnte und wodurch es auf persönlicher und kultureller Ebene definiert wird und für mich klingt das nach dem richtigen Weg für die Zukunft.“

Am Ende seines Projekts erhielt Ahvenainen ein Angebot zur Zusammenarbeit mit Sony. Infolgedessen wurde er Sony α Fotograf, unterstützte Sony Nordic und arbeitet zusätzlich eng mit ZEISS Finnland zusammen. Das „Year of the Alpha“-Projekt ist beendet, aber man kann sich immer noch die Bilder auf www.yearofthealpha.com anschauen. Im Moment entwickelt Ahvenainen neue Fotoprojekte für das Frühjahr 2015, die auch auf der gleichen Webseite veröffentlicht werden.

 

Über Toni Ahvenainen

Toni Ahvenainen

Toni Ahvenainen (1976) ist ein finnischer Fotografie-Liebhaber, dessen Motive sich an der Schwelle zur Wirklichkeit und des ungewissen Wachseins befinden. Durch sein Bloggerdasein ist er ebenfalls Sony α Fotograf, unterstützt durch Sony Nordic. Neben der Fotografie interessiert er sich auch für Soziologie und Sozialanthropologie und beschäftigt sich mit Themen wie Multikulturalismus und Minderheiten.

www.yearofthealpha.com

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