Fotograf Christopher Wesser, Planar T* 1,4/85

von Christopher Wesser

Allgemein

Kennt Ihr das auch? Ihr habt Hunger, geht in eines der berühmt-berüchtigten Systemgastronomie-Restaurants à la Burger-Donalds, Sub-Piano oder Dunkin Fried Chicken und blickt voller Ehrfurcht und Vorfreude auf diese talentierten Meister der Gaumenfreuden, die voller Inspiration und Leidenschaft ein Gourmet-Essen zaubern. Nein? Ich auch nicht. Mal ehrlich: So ziemlich jeder gönnt sich diese ungesunden Zwischenspeisen hin und wieder, weil sie schlicht einfacher und schneller sind.

Trotzdem läuft uns doch erst dann der Saft im Mund zusammen, wenn wir uns aus einer Speisekarte etwas aussuchen, von dem wir wissen, dass es von einem Koch zubereitet wird, der liebt, was er tut. Der das beste Stück Fleisch heraussucht, es nach seinem ganz persönlichen Bauchgefühl auf den Punkt brät und nochmal eine Prise Salz dazu gibt, weil er das Gefühl hat, dass genau das dem Gericht noch fehlt.

Warum sollte es sich beim Fotografieren anders verhalten? Klar, als ich zum ersten Mal eine Spiegelreflexkamera in der Hand hielt, stand der Programmregler auf „P“ und ich war begeistert, als meine Katze vor einem unscharfen Hintergrund freigestellt war. Wie genau ich das jetzt aber gemacht hab, wusste ich damals noch nicht. Als ich dann irgendwann merkte, welche unglaublichen kreativen Möglichkeiten mir die einzelnen Einstellungen boten, befand sich meine Kamera bald nur noch im M-Modus.

 

Fotograf Christopher Wesser, Planar T* 1,4/50
Fotograf Christopher Wesser, Planar T* 1,4/50. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Das Einzige, was ich mir noch vorkauen ließ, war der Fokus. Aber ich dachte mir irgendwann: „Warum eigentlich?“ Wenn die manuelle Veränderung von Blende, Verschlusszeit und ISO-Leistung ein Bild so ausschlaggebend verändern kann, dann sollte das doch beim Fokus nicht anders sein.

Ein weiterer Grund lies mich das System des Autofokus hinterfragen. Auf unterschiedlichen online Foto-Communities begann ich immer mehr Fotos zu verfallen, die mit geringer Schärfentiefe und dominantem Bokeh gemacht wurden. Ich wollte selbst ähnliche Bilder machen und begann mich für die Technik dahinter zu interessieren. Dabei ist mir bei den weichsten und malerischen Bokehs immer ein Hersteller ins Auge gestochen: ZEISS. Diese Objektiv-Schmiede macht sich noch nicht einmal die Mühe, überhaupt ein Autofokus-System in Ihre Linsen zu bauen, was meine Sicht auf die Fotografie-Welt etwas erschütterte und meine Gedanken in völlig neue Richtungen lenkte. Ich wollte auch in der Liga der ZEISS-Fotografen mitspielen. Bis dahin war es noch ein langer Weg doch der Gedanke an diese Prestige-Objektive motivierte mich, das manuelle Fokussieren selbst auszuprobieren.

 

Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25
Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Also los, ist ja nichts dabei. Ich stellte einfach den Schalter von AF auf MF und ab ging die Post. Raus in den Garten, die Blumen ins Visier nehmen, mit meinem billig 50mm die Blende auf 1.8 (soll ja schön freigestellt sein) und am Fokusring drehen, bis es scharf aussieht. Pustekuchen.

Die Sichtung meiner ersten manuell fokussierten Bilder auf einem Computerbildschirm ergab folgende Erkenntnis: Ich hatte keine Ahnung, was ich da eigentlich tat. Aber andere schaffen’s doch auch, oder nicht?

 

Fotograf Christopher Wesser, Planar T* 1,4/85
Fotograf Christopher Wesser, Planar T* 1,4/85. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Früher, als die Leute noch auf Film fotografierten, gab es lange Zeit überhaupt keinen Autofokus, wie hat das denn da funktioniert? Etwas Recherche zeigte mir: Da gab es verschiedene Mattscheiben, die dem Nutzer das Fokussieren erleichterten. Die wohl am meisten genutzte war die sogenannte Schnittbild-Mattscheibe. Diese Scheibe hat einen Kreis in der Mitte, der horizontal geteilt ist. Das Bild in der oberen Hälfte des Kreises wird versetzt zum Bild in der unteren Hälfte des Kreises dargestellt.

Würde man eine Person in diesem Kreis sehen, dann würde es so aussehen, als wäre diese Person in der Mitte durchgesägt und Ober- und Unterkörper etwas nach links bzw. rechts versetzt. Dreht man jetzt den Fokus auf die Person, dann passen obere und untere Kreishälfte perfekt zusammen, der Fokus „sitzt“. Klingt jetzt kompliziert, aber wenn man einmal durch den Sucher schaut, versteht man sofort, was man tun muss. Das klang jedenfalls genau nach dem, was ich suchte.

 

Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25
Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Leider hatte Canon für meine EOS 550D nicht vorgesehen, dass die Mattscheibe gewechselt wird. Dennoch gab es für ca. 25 € auf dubiosen Hong Kong-Webseiten Schnittbild-Mattscheiben für dieses Kameramodell zu kaufen. Okay, den Preis war es mir wert, auch wenn ich ewig darauf warten musste.

Stolz wie Oskar befreite ich mein Wohnzimmer soweit es eben ging vom Staub und meine arme Kamera musste eine 30-minütige Operation über sich ergehen lassen, in der ich mit filigranen und teils wirklich komplizierten Bewegungskombinationen meine alte Mattscheibe aus- und die neue einbaute.

Es war ganz schön viel Aufwand für so ein kleines Stück Glas, aber ich war endlich soweit. Ich brachte die Kamera an mein Gesicht, schaute durch den Sucher und tatsächlich, da war er: Der Kreis mit den zwei Hälften, die ich perfekt übereinander setzte, abdrückte und… unscharf? Wie jetzt? Nochmal… unscharf! Ich hatte tatsächlich so viel Aufwand und Schweiß investiert, nur um am Ende festzustellen: Kaufe keine komplizierten Kamerateile für kleines Geld aus Hong Kong.

 

Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25
Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Damit stand es 2:0 für den manuellen Fokus. Meine nächste Herangehensweise erwies sich allerdings als wesentlich fruchtbarer. Moderne Digitalkameras bieten alle die Möglichkeit des sogenannten Live-View-Modus und der eignet sich tatsächlich super, um manuell zu fokussieren. Normalerweise hat man die Möglichkeit, den Bildausschnitt auf dem Display nochmal heranzuzoomen, was das Scharfstellen zusätzlich erleichtert.

Genau so sah dann auch lange Zeit mein Fokus-Workflow aus: Ich schaltete meine Kamera auf Live View um, rückte den Bildausschnitt zurecht und zoomte dann an die Stelle, an der ich den Fokus haben wollte. Jetzt ließ sich das Bild wunderbar und ohne große Probleme scharfstellen und ich hatte es endlich geschafft, erfolgreich manuell zu fokussieren. Zu dieser Zeit fotografierte ich sowieso hauptsächlich Natur und sehr ruhige, unbewegte Motive, wofür sich diese Methode wunderbar eignete.

 

Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25
Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Bis ich anfing, Menschen vor meine Kamera zu stellen und mit Live View zu fokussieren. Habt Ihr das schon einmal gemacht? Irgendwie peinlich, oder? Ihr habt eine super Location, super Licht, Euer Modell ist in Pose geworfen und wartet nur noch darauf, dass Ihr den Auslöser drückt. Und was macht Ihr? „Warte…“ – Bildausschnitt heranzoomen – „Warte…“ – am Fokusring drehen – „Warte, hab’s gleich…“ – Bildausschnitt wieder rauszoomen und die Komposition nochmal korrigieren – „Ahhh, Mist, jetzt hast Du Dich aus dem Fokus rausbewegt…“ – alles wieder von vorn.

Dieser ewige Fokus-Prozess hat mir bei der Portraitfotografie wirklich viele Dinge zerstört. Die Stimmung, die Spontaneität und vor allem die Kommunikation zwischen Modell und Fotograf. Außerdem kann man eine Tatsache nicht abstreiten: Ein Fotograf, der sich die Kamera ca. 15 cm vor sein Gesicht hält und wie gebannt auf das Display starrt, erinnert einfach wesentlich mehr an einen nervigen Touristen als an einen Künstler.

 

Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25
Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

War es das also mit dem manuellen Fokussieren? Mein Schwerpunkt verlagerte sich immer weiter auf die Portraitfotografie und für mich war klar, dass ich auf keinen Fall weiterhin mit dem Live View Menschen fotografieren wollte. Andererseits erschienen weiterhin in meinen Flickr- und Facebook-Streams diese herausragenden Fotografen, die mit Ihren ZEISS Linsen wundervoll cremige Unschärfen erzeugen und in mir immer mehr Bewunderung aufkommen liesen. Zudem war für mich noch etwas anderes klar: Ein Upgrade auf Vollformat musste demnächst durchgeführt werden. Das hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet.

Habt Ihr schon einmal direkt hintereinander durch den Sucher einer Vollformat- und dann durch den einer Crop-Kamera geschaut? Ich musste eine halbe Stunde lang lachen, als mir klar wurde, was ich die letzten Jahre alles verpasst habe. Der Sucher meiner neuen 5D Mark II war einfach größer, heller und formatfüllender als alles, was ich bisher gesehen hatte. Na also, das sollte mir doch auch beim Fokussieren neue Möglichkeiten bieten!

 

Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25
Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Etwas Recherche brachte mich dann bald darauf, dass Canon extra für diese Kamera (und übrigens auch für die 6D) eine Mattscheibe mit dem Namen „EG-S“ verkauft, die speziell für das manuelle Scharfstellen gebaut wurde. Konkret heißt es in der Produktbeschreibung: „Erhöht die Kontraste und erleichtert dadurch das manuelle Fokussieren.“

Klingt jetzt etwas weit hergeholt, funktioniert aber tatsächlich! Die Mattscheibe hebt scharfe von unscharfen Bereichen viel stärker ab, was die Trefferquote beim Fokussieren extrem erhöht. Allerdings erfordert diese Methode einiges an Übung. Ich fühlte mich anfangs ein wenig wie beim Augenarzt. Ich stellte scharf, vertraute aber noch nicht genug auf meine Fähigkeiten, deshalb drehte ich noch etwas weiter am Fokusring und fragte mich dann innerlich: Besser oder schlechter?

Es war immer noch ein extrem langsamer und unbeholfener Prozess, aber mit mehr Übung und Erfahrung wurde ich immer schneller. Zu diesem Zeitpunkt kam für mich ein lange ersehnter Moment: Ich fühlte mich endlich bereit und kaufte mein erstes ZEISS-Objektiv, das Planar T* 1,4/50. Mir wurde relativ schnell klar, warum ZEISS ohne Autofokus auskommt: Die Objektive sind für manuellen Fokus perfektioniert. Der butterweiche Fokusring lässt sich extrem sauber und genau bedienen. Gefühlt dreht man ihn von der Naheinstellgrenze bis unendlich 3 mal um das komplette Objektiv. Dadurch wird das fokussieren so genau möglich, wie es bei anderen Objektiv-Herstellern undenkbar ist.

 

Fotograf Christopher Wesser, Planar T* 1,4/50
Fotograf Christopher Wesser, Planar T* 1,4/50. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Irgendwann war ich dann so gut trainiert, dass ich  sogar den Autofokus übertreffen konnte. Während bei anderen Fotografen noch der kleine Motor im Objektiv summte, hatte ich schon drei Bilder geschossen. Bei schlechten Lichtverhältnissen sogar fünf. Zudem war mein Ausschuss aufgrund fehlfokussierter Bilder praktisch bei null. Der „Käfig“, der durch die wenigen Fokusfelder meiner Kamera früher bestand, war ebenfalls aufgebrochen. Ich konnte scharfstellen, was immer ich wollte und musste dafür nicht einmal die Kamera bewegen.

 

Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25
Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Immer mehr neue Fotokameras bieten außerdem eine Fokusierhilfe, die bisher vor allem im Video-Bereich etabliert war, das sogenannte „Focus Peaking“. Dabei werden die Kanten von fokussierten Bereichen durch überspitzte weiße Linien hervorgehoben, was wirklich wunderbar funktioniert. Das manuelle Fokussieren wird dadurch auch auf Kameras zugänglich gemacht, die keine austauschbaren Mattscheiben besitzen oder vielleicht sogar ganz ohne Sucher auskommen. Auch z.B. spiegellose Kameras mit digitalem Sucher erhalten dadurch ein Feature, welches das Scharfstellen mit ZEISS-Objektiven zu einem Kinderspiel macht.

Manueller Fokus bedeutete für mich Beschleunigung und Entschleunigung zugleich. Mittlerweile fotografiere ich ganze Hochzeiten zu 100 % manuell und treffe auch bewegte Motive ohne Probleme. Nach so viel Übung und Schweiß drehe ich einmal am Fokusring und weiß ganz genau, wann die Schärfe getroffen ist und wann nicht.

 

 

Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25
Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Gleichzeitig heißt es aber auch, dass ich mir, wenn ich genug Zeit habe, viel mehr Gedanken über mein Bild machen und die Schärfe millimetergenau dort setzen kann, wo es das Bild am meisten bereichert. Egal ob es kleine Äste sind oder sogar Haare. Ich hatte sehr schnell das Gefühl, das manuelle Fokussieren bringt mich dem Bild noch ein ordentliches Stück näher und zwingt mich vor allem dazu, mir intensiver Gedanken darüber zu machen, was scharfe und unscharfe Elemente in meinen Fotos bedeuten.

Wenn Ihr das manuelle Fokussieren selbst ausprobieren wollt, kann ich Euch ein paar Tipps geben, die ich vor einigen Jahren selbst gern bekommen hätte:

 

Fotograf Christopher Wesser, Planar T* 1,4/50
Fotograf Christopher Wesser, Planar T* 1,4/50. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Startet mit Tele-Festbrennweiten, also alles ab 85 mm. Mit einem Planar T* 1,4/85 fällt es schon sehr leicht, mit einem Apo Sonar T* 2/135 ist es sogar noch einfacher. Zum einen ist der Sucher durch die offene Blende schön hell, zum anderen lässt sich aufgrund der hohen Freistellung und des nahen Bildausschnittes der Fokus sehr leicht erkennen. Wer das nötige Kleingeld mitbringt, kann sich den Aufwand mit einem Otus 1,4/85 noch weiter erleichtern. Die unglaubliche Schärfe bei Offenblende zeigt sich auch durch den Sucher und hebt den scharfen vom unscharfen Bereich sehr deutlich ab. Geht erst mit etwas Übung auf weitwinkligere Brennweiten. Ab 35 mm wird es verdammt schwierig und erfordert schon einiges an Erfahrung. Auch hier kann die richtige Wahl des Objektives über Erfolg und Niederlage entscheiden. Das Scharfstellen mit dem Distagon T* 2/25 ist mir extrem leicht gefallen, nicht nur weil ich schon viel Erfahrung hatte sondern vor allem weil auch hier die perfekte Schärfe bei Offenblende das fokussieren erleichterte. An einer Vollformatkamera ist es zudem noch um einiges einfacher, da der Sucher wesentlich größer und heller ist als an Crop-Kameras.

Planar T* 1,4/50, Fotograf Christopher Wesser
Planar T* 1,4/50, Fotograf Christopher Wesser. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Habt Ihr „nur“ eine Crop-Kamera und wollt trotzdem manuell fokussieren, dann versucht es entweder mit der Live-View-Methode oder recherchiert mal, ob es für Euer Kamera-Modell eine Mattscheibe mit Mikroprismen gibt. Diese hatte ich kurz vor meinem Upgrade auf Vollformat ausprobiert und war sehr angetan. Ein weiteres Hilfsmittel ist die so genannte Sucherlupe, die das normale Okular ersetzt und das Sucherbild für den Betrachter vergrößert.

Einfach war mein Weg nicht und vor allem nicht kurz. Aber gelohnt hat es sich definitiv. Ich bin in der Anfangszeit teilweise von Shootings ohne ein einziges scharfes Bild nach Hause gekommen, aber ich habe es immer weiter versucht und fühle mich dadurch mehr mit der Fotografie und meinen Bildern verbunden als jemals zuvor. Außerdem gehöre ich mittlerweile zu den Fotografen, die immer wieder gefragt werden, welche Objektive sie denn für die cremigen Bokehs benutzen und dann neidische Blicke (oder Nachrichten) erhalten, wenn das Wort “ZEISS” fällt. Man begibt sich doch in einen recht exklusiven Kreis wenn man manuell fokussiert. Vor dem Aufwand und der Lernkurve schrecken immer noch viele Fotografen zurück, was sich mit immer besseren Fokussierhilfen für moderne Kameras vielleicht auch bald ändern wird.

 

Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25
Fotograf Christopher Wesser, Distagon T* 2/25. Hochauflösendes Bild auf Flickr.

 

Zugegeben, es ist mittlerweile schon viel Arbeit: Manuelles Belichten, Bildkomposition, Kommunikation mit den Modellen, manuelles Fokussieren. Aber dafür fühlt sich jedes Bild an wie ein handgemachtes Unikat, bei dem ich volle Kontrolle über jede Einzelheit habe.

 

 Über Christopher Wesser

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1987 in Ingolstadt, Deutschland geboren, entdeckte Christopher durch die Musik früh seine Liebe für das kreative Schaffen. Während seines Tontechnik-Studium kaufte er sich seine erste Kamera, begann zu fotografieren und fand darin seine große Leidenschaft. Mittlerweile lebt und arbeitet er als Fotograf in Stuttgart. Neben der Hochzeitsfotografie hat er sich auf die People- und Lifestyle-Fotografie spezialisiert. Mehr zu Christopher Wesser unter www.sandbox-photos.com oder https://www.facebook.com/sandboxphotos.

 

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8 Kommentare

  1. KD

    Eine auf manuelle Objektive spezialisierte DSLR wäre eine tolle Sache, z.B. mit 1:1 Sucher und spezieller Mattscheibe. Immerhin gibt es die oben erwähnten Mattscheiben zum Nachrüsten, und bei einer Canon kann man sich den Fokus direkt auf einem der Fokuspunkte bestätigen lassen (MENU/CFnII:Autofokus/AF eingeblendete Anzeige: EIN). Interessant wäre ein Vergleich, welcher DSLR-Kameraanbieter die praktischste und präziseste MF-Option bietet.

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  2. Andy

    Hi,

    Als so schwer hätte ich manuelles Fokusieren jetzt nicht eingeschätzt - aber ich bin auch fotografisch damit groß geworden. Das macht sicher auch was. 😉 Ich würde mir zum anfangen auf jeden ein 'echt' manuelles Objektiv holen (müsste ich es). Ich habe ein Loxia 35 an meiner A7r II - ist echt eine Traumkombi. 🙂
    Deine Bilder mag ich sehr - vor allem das erste! Grüße, Pixelkind

    Antwort
  3. Winand

    Hi
    Dein Artikel über das manuelle Fokussieren und deine bilder haben mir sehr gut gefallen !

    Zu meiner Sony A7RII möchte ich mir ein Weitwinkel von Zeiss zwischen 21mm und 28mm (gerne auch MF) kaufen. Wahrscheinlich kommen ja nur Loxia oder Batis in Frage ? (sind auch sehr leicht)
    Für einen Tip einer besonderen Optik mit schönem Bokeh wäre ich dankbar!

    Gruß
    Andreas

    Antwort
  4. Simon Vogel

    Ich hätte nicht erwartet, dass das manuelle Fokussieren im optischen Sucher mit Zeiss Objektiven so einfach ist. Mit manuellen Objektiven anderer Hersteller war es bei großen Blendenöffnungen oft ein Glücksspiel, ob der Fokus saß oder nicht. Mit dem Milvus 50/1.4 und dem Sonnar 135/2 bringe ich den Fokus meist sofort auf den Punkt. Diese Objektiven liefern nicht nur tolle Ergebnisse, sondern auch eine große Portion Faszination und Freude an perfekter Technik.

    Antwort
  5. Andy B

    Ich habe mittlerweile alle meine Objektive verkauft und setze voll und ganz auf Zeiss. Ich schätze die Farbwiedergabe und das cremige Boke von Zeiss. Meine Lieblingslinsen sind Zeiss Sonnar T* 1.8/135 ZA einfach die beste Linse am Markt was die 135mm betrifft und Zeiss Planar T* 85mm f1.4 ZA super Linse die bei mir immer dabei ist. Ich fokusiere immer manuell.

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  6. Dieter

    Hallo. Ich hätte eine Frage. Wie ist das mit Fehlsichtigkeit und dem manuellen Fokusieren. Wenn ich bei meiner Sony Alpha 7II das am Sucher ausgleiche, welches Bild bekomme ich dann im elektronischen Sucher angezeigt. Dass für mich scharfe oder das wirklich scharfe?

    Antwort
    1. ZEISS Objektive

      Beitragsautor

      Hallo Dieter,

      der Sucher jeder Kamera ist auf ein normalsichtiges Auge bei unendlich ausgelegt. Ein "scharfes" Bild (erkennbar an den eingeblendeten Sucheranzeigen (z.B. Blende/Zeit), unabhängig von der Fokussierung) ist im Sucher nur erkennbar, wenn z.B. mit einer Sehhilfe (Brille, Kontaktlinse) oder mit der Dioptrien-Korrektur am Sucher der Kamera eine Normalsichtigkeit auf Unendlich erreichbar ist.
      Sofern dies nicht gegeben ist, ist eine korrekte Fokussierung oder Fokuskontrolle ohnehin unmöglich.
      Für eine perfekte manuelle Fokussierung sind neben der korrekten Brille/Dioptrieneinstellung am Sucher die Scharfeinstellhilfen der Kamera (Sucherlupe, Fokus-Peaking) zu nutzen.

      Beste Grüße,
      Ihr ZEISS Camera Lenses Team
       

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