Auf der Suche nach Bokeh

Faszination Bokeh

Nina Romani liebt es Städte und Landschaften zu erkunden. Ob Zuhause oder auf Reisen – sie ist immer auf der Suche nach dem gewissen Bokeh, ihre Kamera mit dem Planar T* 1,4/50 ständig an ihrer Seite.

550D, Planar T* 1,4/50, f/2,5, 1/4000 sec, ISO 100
Blaues Auto in der Nachmittagssonne, Blick aufs Meer von einer Küstenstraße in Uruguay
Hochauflösendes Bild auf Flickr

 

Punta del Este ist ein beliebtes Atlantikseebad am Mündungsende des Río de la Plata etwa 140 Kilometer von Montevideo. Nina Romani kommt oft hierher, um Bilder zu machen. „Auf dem Weg dorthin fiel mir ein altes blaues Auto am Straßenrand auf. Es war früher Nachmittag und sehr heiß, das Licht grell. Normalerweise meide ich diese Tageszeit beim Fotografieren wegen der harten Kontraste. Doch an diesem Tag gelang mir nach etlichen Versuchen eine stimmungsreiche Aufnahme. Die Kühlerhaube des Autos schaut sehnsuchtsvoll Richtung Meer, das im sanft gezeichneten Bokeh des Planar T* 1,4/50 verschwimmt.“

 

550D, Planar T* 1,4/50, f/2,8, 1/400 sec, ISO 100
Hölzernes Geländer in der Abendsonne, Jachthafen von Punta del Este, Uruguay
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Nina Romani lässt sich gerne treiben, am liebsten mit der Kamera. Wenn sie durch Städte schlendert oder die Landstraße entlang fährt, richtet sie ihren Blick auf Stimmungen, die anderen entgehen. So erkundet sie auf ihre eigene Art Orte und Landschaften. „Mit der fast ganz geöffneten Blende des Planar T* 1,4/50 sieht man von dem Geländer am Jachthafen von Punta del Este kaum mehr als einen kleinen scharfen Fleck der Holzstruktur. Aber wer könnte auf diesem Steg stehen und die Ferne schauen? Was diese Person denken? An Weite, die Abendluft oder an eine Fahrt mit einem der Schiffe, deren Segel im Abendlicht leuchten?“

 

550D, Planar T* 1,4/50, f/1,8, 1/2000 sec, ISO 200
Erdbeeren in der Auslage eines Blumengeschäfts, Stockholm
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„Auf meinen vielen Reisen sind es gerade die kleinen Details, die mich faszinieren. Der Blick auf das Wesentliche, könnte man sagen. Ich bin ich immer auf der Suche nach ganz speziellen Orten, Kleinigkeiten, die mich erfreuen und mir einen Ruhepol bieten. Dann bleibe ich stehen und versuche diesen Moment und seine emotionale Ausstrahlung im Bild einzufangen.“ Dabei verläuft der Hintergrund ihrer Bilder oft ins Ungewisse, ins Bokeh, das den Blick nach vorne lenkt und neugierig auf das macht, was es verschleiert. In der Aufnahme vom Blumenladen etwa ist ein Mensch in der Unschärfe zu erahnen, ein Passant auf den Straßen von Stockholm. War die Person gerade in dem Blumenladen oder ist sie auf dem Weg dorthin, um Erdbeerpflanzen zu kaufen?

 

550D, Planar T* 1,4/50, f/1,8, 1/500 sec, ISO 100
Tulpen im St. James Park, London
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Vielleicht hält die imaginäre Person, deren Gestalt im Bokeh verschwindet, auch auf dem Rückweg einen Moment bei den rosa Tulpen inne – auch wenn sich diese im Londoner St James’s Park befinden: „Blüten spielen in meiner Fotografie eine große Rolle. Wenn ich inmitten der Stadt ein solches Blumenbeet entdecke, vergesse ich beim Fotografieren die Zeit. Und dieses Bild zeigt sehr gut, warum ich so gerne mit dem Planar T* 1,4/50 fotografiere: die kontrastreiche Farbwiedergabe kombiniert mit einem ganz speziellen Bokeh, mit dem ich meinen Bildern gezielt das ‚gewisse Extra‘ verleihen kann.“

 

550D, Planar T* 1,4/50, f/1,8, 1/800 sec, ISO 200
Rotes Fahrrad, Stockholm
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Dieses ‘gewisse Extra’ zeigt sich in einem ‚einsam‘ vor grau meliertem Hintergrund wartenden alten Fahrrad in den Straßen von Stockholm ebenso wie in dem klassischen, kreisförmigen Bokeh hinter einer Tasse Wiener Melange, genossen in einem Pariser Café nach einem langen Fototag. „Es ist schon einige Jahre her, dass ich das Spiel mit dem Bokeh und die Arbeit mit einer Festbrennweite wie dem Planar T* 1,4/50 für mich entdeckte. Ich habe seitdem viel experimentiert und über die Technik gelesen. Mit dem richtigen Bokeh bringt man es fertig, Motiven einen geradezu magischen, aber auch einen sehr fröhlichen Charakter zu verleihen. Ein Interessanter Unschärfebereich kann die Phantasie des Betrachters anregen, die Szene weiterzudenken und das Bild zum Teil seiner eigenen Geschichte zu machen.“

 

550D, Planar T* 1,4/50, f/1,4, 1/125 sec, ISO 200
Wiener Melange, Paris
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Über Nina Romani

Geboren in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, studierte Nina Romani später Informatik und arbeitet seitdem in der Computerindustrie. Als fotografische Autodidaktin geht sie besonders gerne mit der Kamera auf Reisen. Ihre große Leidenschaft gilt den stimmungsvollen Winkeln kleiner Städte und großer Metropolen, die ihr und den Betrachtern ihrer Bilder eine Auszeit vom hektischen Alltagsleben bieten.

www.flickr.com/ninasclicks

ninasclicks.tumblr.com

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2 Kommentare

  1. Mirko

    Eine schöne Bildauswahl! Aus diesem Grund hatte ich mir das Planar zwar nicht gekauft, aber genau dafür nutze ich es auch so gern! Herrlich!

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  2. Wolfgang Herzog

    Die Bilder vermitteln eine schöne und angenehme unaufgeregte Atmosphäre. Mir ist allerdings nicht ganz klar, warum die Bilder teilweise stark bearbeitet erscheinen bzw. doch recht rauschen.

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