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Bernd Vogel ist routinierter People- und Stock-Fotograf, für den vor allem eins im Mittelpunkt steht: Die Bildwirkung. Objektiv und Kamera sind Mittel zum Zweck. Als man ihm anbot, einen Prototyp des neuen ZEISS Otus 1.4/85 zu testen, nutzte er die Gelegenheit, dieses optische Präzisionswerkzeug wirkungsvoll einzusetzen.

Nahaufnahme des Otus 1.4/85
Nahaufnahme des Otus 1.4/85

Gut die Hälfte seiner Zeit verwendet Vogel auf Stock-Fotografie, ein Geschäft, in dem mittlerweile hohe Qualitätsansprüche gelten. Entsprechend viel Erfahrung hat er mit freien Shootings. „Als ich das Otus 1.4/85 auspackte, dachte ich: Ein echtes Schwergewicht. Sehr schöne Haptik, sehr schönes Design. Natürlich interessierte mich, ob die optische Performance in der Praxis hält, was das Äußere verspricht. ZEISS wollte, dass ich das Otus 1.4/85 möglichst realistisch teste und das mache, was ich immer tue: Menschen fotografieren. Und das habe ich dann auch umgesetzt.“

EOS 1Ds Mark III, Otus 1.4/85, f/5, 1/100 sec, ISO 320
Porträt mit Cello im Botanischen Garten, Köln
Hochauflösendes Bild auf Flickr

Über seinen Assistenten kam der Kontakt zu zwei Cellisten zustande, die sich an einem sonnigen Tag in Vogels Kölner Studio einfanden: „Der erste Schritt bei solchen Shootings ist: gute Stimmung erzeugen, den Modellen die Scheu nehmen. Fotografie hat etwas Intimes. Und davor haben Menschen Angst. Ich nehme Kontakt mit meinen Modellen auf, lobe sie, bringe sie zum Lachen.“

EOS 1Ds Mark III, Otus 1.4/85, f/4, 1/250 sec, ISO 400
Porträt mit Cello, Studioaufnahme
Hochauflösendes Bild auf Flickr

Die Stimmung beim Shooting war gut. Und die Bilder? „Die waren sogar noch besser, als die Atmosphäre im Studio. Das Otus 1.4/85 liefert ein eine wunderbar homogene Leistung von der Mitte bis zum Bildrand, das ans Mittelformat denken lässt.“

EOS 1Ds Mark III, Otus 1.4/85, f/3,2, 1/200 sec, ISO 100
Gesichtslandschaften 1, Mutter des Fotografen
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Einziger Pferdefuß für Vogel war – zumindest auf den ersten Blick – der fehlende Autofokus. Als Stock-Fotograf produziert er an einem Tag bis zu 80 Motive. Auf die Automatik möchte er da nicht verzichten. Als er jedoch seine eigenen Eltern unter der Überschrift „Gesichtslandschaften“ mit dem Otus 1.4/85 porträtierte, entdeckte er die Langsamkeit: „In der Porträtfotografie ist der manuelle Fokus sogar von Vorteil. Man schaut genauer hin, arbeitet bedächtiger. Dieses Objektiv ist nichts für Hektiker.“

EOS 1Ds Mark III, Otus 1.4/85, f/3,2, 1/200, ISO 100
Gesichtslandschaften 2, Vater des Fotografen
Hochauflösendes Bild auf Flickr

Das dritte Otus Shooting organisierte Vogel mit einem jungen Paar aus seinem Bekanntenkreis, an einem regnerischen Tag unter der Kölner Zoobrücke. Die Bilder machen Anleihen bei der Street-Fotografie und demonstrieren die technischen Raffinessen des Otus 1.4/85: „Bereits bei Blende f/2 ist die Vignettierung der Ecken schon sehr gering. Bei dem Pärchen-Bild habe ich jedoch gezielt eine Vignette als Gestaltungselement eingesetzt. Sie lenkt die Aufmerksamkeit stärker auf den Mittelpunkt. Diese Aufnahme zeigt außerdem das wunderschöne Bokeh des Otus 1.4/85.“

EOS 1Ds Mark III, Otus 1.4/85, f/2, 1/200 sec, ISO 500
Paar im Porträt, unter der Zoobrücke, Köln
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Manchmal ist das Otus 1.4/85 für Vogels Geschmack fast schon zu gut. Denn in der Werbung geht der Trend dahin, durch gezielt provozierte ‚Bildfehler‘ wie Blendenflecken oder seitliches Streulicht, professionellen Aufnahmen einen authentischen Touch zu verleihen. „Das neue ZEISS Objektiv allerdings kann man direkt in die Sonne halten und sieht praktisch keine Reflektionen. Bei so einer so hochwertigen Optik muss ich deshalb mit Tricks arbeiten.“

EOS 1Ds Mark III, Otus 1.4/85, f/1,8, 1/400 sec, ISO 400
Porträt, unter der Zoobrücke, Köln
Hochauflösendes Bild auf Flickr

Vogels Fazit: „Eine klasse Objektiv. Wenn man sich einmal darauf eingelassen hat, wird man mit Aufnahmen belohnt, die technisch dem Mittelformat ebenbürtig sind und eine beeindruckende Wirkung erzeugen.“

Über Bernd Vogel

Bernd Vogel ist seit seinem zwölften Lebensjahr mit der Kamera unterwegs. Er studierte Fotografie in Essen, unter anderem bei Jürgen Klaucke, und arbeitete schon während seines Studiums als freier Fotograf. Heute betreibt er ein eigenes Studio in Köln. Zu seinen Kunden zählen neben namhaften Industrieunternehmen und Banken auch ZEISS.

http://www.bernd-vogel.de/

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