Ein Dokumentarfilm zum 25. Jahrestag des Mauerfalls

Cinematography

Im Herbst 1989 fiel die Mauer, und seit dem Frühjahr stand David Hasselhoffs Song „Looking for Freedom“ ganz oben in der deutschen Hitparade. Umbruch lag in der Luft. Politische und persönliche Freiheit war im noch geteilten Deutschland zum Greifen nah. Mark und Gabriele Hayes verbindet eine ganz persönliche Geschichte mit dem Wendejahr. Jetzt nähern sie sich als Dokumentarfilmer der deutsch-deutschen Geschichte aus einem ungewöhnlichen, musikalischen Blickwinkel. Bei ihrer Arbeit schätzen sie die Flexibilität des ZEISS Compact Zoom CZ.2 70-200mm T/2.9.

Mark und Gabriele Hayes am Checkpoint Charly im Mai 2014
Mark und Gabriele Hayes am Checkpoint Charly im Mai 2014 (Foto: Yorck Maecke)

1989 war ein bewegtes Jahr für das damals noch geteilte Deutschland. Der seit Kriegsende schier undurchdringliche Eiserne Vorhang bekam erste Löcher, die zusehends größer wurden. Tausende DDR-Bürger waren in diesem heißen Sommer nicht aus ihrem Urlaub in der Tschechoslowakei zurückgekehrt. Sie hatten sich auf das Gelände der westdeutschen Botschaft in Prag geflüchtet. Und dort harrten sie der Dinge. Ende September verkündete der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher unter Jubel: Sie durften ausreisen. Im Westen verfolgte man all diese Entwicklungen angespannt und interessiert – und fuhr nebenbei natürlich in den Sommerurlaub. Und sei es nun im Auto, am Strand oder auf dem heimischen Balkon: Im Hintergrund lief wie immer das Radio.

Kameramann Dana Christiaansen und Kameraassistent Sascha El Gendi während der Dreharbeiten bei einem Livekonzert von David Hasselhoff, Gmunden (Salzkammergut, Österreich), Juli 2013
Kameramann Dana Christiaansen und Kameraassistent Sascha El Gendi während der Dreharbeiten bei einem Livekonzert von David Hasselhoff, Gmunden (Salzkammergut, Österreich), Juli 2013 (Foto: Mark Hayes)

“I’ve been looking for freedom. I´ve been looking so long. I´ve been looking for freedom still the search goes on.” Wer im Jahr 1989 alt genug war, um sich daran zu erinnern, der wird diese Zeile noch im Ohr haben. David Hasselhoff sang sich mit der „Suche nach Freiheit“ ganz nach oben in die deutschen Charts und traf gleichzeitig den Nerv dieser Zeit. Am 9. November schließlich fiel die Berliner Mauer. Zu diesem Zeitpunkt stand Hasselhoffs „Freiheitshymne“ schon ein Dreivierteljahr ganz oben in der Hitparade. Vorläufiger Höhepunkt dieses Erfolgs war der legendäre Auftritt Hasselhoffs zum Jahreswechsel 1989/90 am Brandenburger Tor: Auf der Plattform eines Krans schwebte er über der Berliner Mauer und sang – natürlich „Looking for Freedom“. Der Song wurde Teil des „Soundtracks“ zum Ende des Kalten Krieges.

David Hasselhoff live in Gmunden
David Hasselhoff live in Gmunden (Video-Standbild)

Die Filmemacher Mark und Gabriele Hayes setzen sich schon lange mit der deutschen Geschichte auseinander („One Germany. One Year After“, 1991; „One Germany. The Other Side of the Wall“, 2010). Derzeit entsteht zum 25. Jahrestag des Mauerfalls der Dokumentarfilm „Mr. Hasselhoff, Tear Down This Wall“. Für ihre Aufnahmen­ – darunter der Mitschnitt eines Livekonzerts in Gmunden im Juli 2013 – nutzten sie das ZEISS Compact Zoom CZ.2 70-200mm T/2.9: „Auf das Konzert waren über 3000 Fans gekommen. Damit wir mit unserer Kamera die Sicht nicht versperrten, stellte man uns 15 Meter vor der Bühne eine Plattform auf. Mit dem Compact Zoom CZ.2 70-200mm T/2.9 waren wir in der Lage, über die Menschenmenge hinweg zu filmen und Nahaufnahmen von Hasselhoff zu bekommen. Als er dann mit ‚Looking for Freedom‘ einsetzte und die Tänzerinnen um ihn herumwirbelten, zoomten wir einfach wieder heraus und konnten die gesamte Szene festhalten“, berichtet Mark Hayes.

Und Kameramann Dana Christiaansen fügt hinzu: „Im Rahmen dieses Filmprojekts arbeitete ich zum ersten Mal mit dem CZ.2 70-200mm. Ich war sehr neugierig darauf zu sehen, ob es mit der Qualität mithalten kann, die ich von ZEISS seit Jahren gewohnt bin. Und ich muss sagen: Dieses Objektiv hat meine positiven Erwartungen sogar noch übertroffen. Die Farbwiedergabe ist neutral und in meinen Augen von besonderer Schönheit und Konsistenz. Ebenso wie bei ZEISS Primes besitzt das Bild viel Zeichnung in den Schatten. Darüber hinaus besitzt dieses ZOOM-Objektiv ein ästhetisch ansprechendes Bokeh, und störende Lichtreflexe bei Spitzlichtern im Motiv werden auf ein Minimum reduziert. Bei den Aufnahmen, die wir während des Konzerts von David Hasselhoff machten, sieht man das jedes Mal, wenn die Kamera in Richtung Scheinwerfer dreht und die Hintergrundbeleuchtung direkt ins Objektiv fällt. Die Bildqualität entspricht der von Festbrennweiten, bei denen die reduzierte Anzahl von Elementen im Innern einen sehr klaren Look ergibt. Bei diesem Projekt verwendeten wir neben dem ZOOM noch das  ARRI/ZEISS Ultra Prime 14/T1.9.“

ZEISS Compact Zoom CZ.2 70-200mm T/2.9 im Einsatz
ZEISS Compact Zoom CZ.2 70-200mm T/2.9 im Einsatz (Foto: Mark Hayes)

Für Mark und Gabriele Hayes sind ZEISS Objektive ein hervorragendes Werkzeug, das einen doppelten Bezug zur deutsch-deutschen Geschichte und zum Leben der Hayes hat.

Mit der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg begann auch für ZEISS die Geschichte eines geteilten Unternehmens: Heidenheim an der Brenz/Oberkochen im Westen und Jena im Osten. Nach 1989 startete allmählich die erneute Zusammenführung zu einem Unternehmen. Gabriele Hayes stammt aus Jena, dem Gründungsort der Firma ZEISS. Mark, ihr Ehemann, lebte nach der Heirat mit Gabriele – mit Unterbrechungen – bis 1989 auch dort und hat den politischen Umbruch aus nächster Nähe miterlebt. Mark Hayes landete 1985 in Jena weil er in diesem Jahr beschloss aus Abenteuerlust mit dem eigenen PKW in die DDR zu reisen. Auf dem Weg nahm er eine Gruppe von Anhaltern mit – darunter seine zukünftige Frau. Wenn Mark und Gabriele Hayes mit ZEISS drehen, schwingt für sie also auch ein Stück Heimat mit.

Doch bei aller Nostalgie ist eines für Mark Hayes klar: das Compact Zoom CZ.2 70-200mm T/2.9 ist für ihn und sein Team vor allem wegen der herausragenden Abbildungsqualität erste Wahl, wie Kameramann Christiaansen betont: „Meine wichtigste Frage im Vorfeld war, ob das CZ.2 an den Look der ZEISS Ultra Primes heranreichen würde und ob man Aufnahmen, die mit dem jeweiligen Objektiv gemacht wurden, problemlos zusammenschneiden kann. Meine Antwort: ein ganz deutliches Ja. Aus meiner Perspektive handelte es sich beim Compact Zoom CZ.2 70-200mm T/2.9 um ein Prime mit variabler Brennweite kombiniert mit der hohen Focus-Performance eines professionellen Zoom-Objektivs. Umso wertvoller ist da, wenn das Objektiv seine Präzision auch bei Offenblende zeigt. Für mich als Kameramann ist es sehr wichtig, die Schärfentiefe bewusst zu gestalten, Motive vom Hintergrund abzuheben und den Blick des Zuschauers zu lenken. Eben deshalb filmte ich hier – ganz unüblich für Dokumentarfilme – mit einer Blende  von f/2,8–4. Mit dieser Einstellung des Compact Zoom CZ.2 70-200mm T/2.9 gefielen mir die Aufnahmen in den meisten Situationen am besten.“

Jack White vor seiner Sammlung goldener Schallplatten
Jack White vor seiner Sammlung goldener Schallplatten (Video-Standbild)

So auch bei dem Interview mit Jack White, dem Produzenten von „Looking for Freedom“.

Wenn man einen Dokumentarfilm dreht, dann muss die Aufnahme beim ersten Mal klappen. Während des Interviews mit Jack White, erzählte dieser davon, wie der Song im Sommer 1989 zum Hit wurde und gleichzeitig von den damaligen Demonstrationen in Berlin. „Plötzlich versagte seine Stimme, und dieser eigentlich überaus kontrollierte Mann, kämpfte mit den Tränen. Wir zoomten auf sein Gesicht: ein sehr emotionaler Moment“, ergänzt Hayes.

Mark Hayes hält nichts davon, einen kausalen Zusammenhang zwischen David Hasselhoffs Hit und der historischen Entwicklung zu sehen: „Es ist natürlich lächerlich zu behaupten, dass dieser Song etwas mit dem Fall der Mauer zu tun gehabt hat.“ Es war Zufall, dass Hasselhoffs Lied gerade 1989 in die Hitparade kam und sich mit den historischen Vorgängen verband: Hasselhoff lieferte quasi den Soundtrack zu den politischen Ereignissen: “Der Song legte den Leuten in der DDR das Wort ‘Freiheit’ in den Mund“, so Hayes.

Kameramann Dana Christiaansen
Kameramann Dana Christiaansen (Foto: Mark Hayes)

Mark und Gabriele Hayes haben diesen Soundtrack aufgegriffen und – unterstützt durch das Compact Zoom CZ.2 70-200mm T/2.9 – einen sehenswerten Film mit intensiven Bildern gedreht: „Wer auf der Suche nach einem schnellen, leichten und vielseitigen Objektiv ist, das gleichzeitig beeindruckende Farben liefert und kontrastreich abbildet, dann ist dieses genau das richtige. Es liefert ein Bild, das einen aus der Masse heraushebt.

Über Mark und Gabriele Hayes

Mark und Gabriele Hayes machen seit vielen Jahren gemeinsam Filme. Darunter sind ein Dokumentarfilm über Rollstuhlbasketball sowie mittlerweile drei Projekte zum Thema wiedervereinigtes Deutschland. Derzeit arbeiten sie an dem „schweißtreibenden“ Film über eine Lauftrainingsgruppe mit Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie leben und arbeiten in Dallas, Los Angeles und Jena.

www.owlsmedia.com

https://www.facebook.com/pages/Mr-Hasselhoff-Tear-Down-This-Wall/1412630832333460

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4 Kommentare

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