Feuer und Eis-Höhle

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Stefan Blawath liebt die Berge, die Natur, das Licht – und die Fotografie. Mit dem ZEISS Distagon T* 2,8/15 gelangen ihm einmalige Aufnahmen in einer Gletscherhöhle auf Island.

EOS 5D Mark III, Distagon T* 2,8/15, f/14, 2 sec, ISO 1600
Fliegende Funken in der Gletscherhöhle
Hochauflösendes Bild auf Flickr

Für seine Fotografie ist Stefan Blawath viel unterwegs, in den Alpen, aber auch in Neuseeland, schwedisch Lappland oder Norwegen. Blawath hat schon einiges unternommen für gute Aufnahmen. Anfang 2014 aber ging es auf eine Tour, die auch für seine Maßstäbe besonders war: zum Fotoshooting in eine isländische Gletscherhöhle. Die Idee entstand gemeinsam mit einem Bekannten – selbst Fotograf –, mit dem Blawath für neun Tage nach Island aufbrach. Dort ging es zunächst anderthalb Stunden im Auto zum Rand des Vatnajökull Gletschers, dann noch einmal anderthalb Stunden weiter – über spiegelglattes Eis: „Wir haben mit unserem Guide eine Seilschaft gebildet und sind so – gut gesichert mit Eisschrauben – mit Steigeisen über das Gletschereis gelaufen. Zum Höhleneingang mussten wir uns abseilen. Dann ging es weiter, 100 Meter tief in den Gletscher bis zu der etwa 10 Meter hohen Halle, in der wir fotografieren wollten. Dazwischen mussten wir Engstellen passieren, an denen wir nur auf allen Vieren vorwärtskamen.“

EOS 5D Mark III, Distagon T* 2,8/15, f/14, 1,6 sec, ISO 1600
Fliegende Funken in der Gletscherhöhle
Hochauflösendes Bild auf Flickr

Um für diese Reise fotografisch gut gerüstet zu sein, legte sich Blawath Ende November 2013 das ZEISS Distagon T* 2,8/15 zu: „Das ist ‚das‘ Objektiv, und dazwischen kommt eine Weile nichts, sagte mein Fotohändler zu mir. Und er hatte Recht: Es dauerte keine 24 Stunden, bis ich mich dafür entschieden hatte. Letztlich gab es zwei Gründe, warum ich mir speziell dieses Objektiv angeschafft habe: die Eishöhlen und die Nordlichtfotografie. Auch hier habe ich während der Reise wirklich eindrucksvolle Ergebnisse erzielen können, von denen man unten ein Beispiel sieht. Auf Island hatte ich das Distagon T* 2,8/15 erstmals im Einsatz.“

EOS 5D Mark III, Distagon T* 2,8/15, f/2,8, 10 sec, ISO 2000
Nordlichtband über dem zugefrorenen Gletschersee
Hochauflösendes Bild auf Flickr

Etwa vier Stunden lang war Blawath mit seinen Begleitern in der Höhle, um alle fotografischen Ideen zu realisieren. Denn sie wollten nicht nur ‚Natur pur‘ aufnehmen, sondern die spezielle Stimmung gezielt mit Lichteffekten inszenieren. Dafür steckten sie Stahlwolle in einen Schneebesen, banden diesen an ein Drahtseil, entzündeten den Inhalt und wirbelten die brennende Stahlwolle umher: „In der Höhle wirkte der Funkenflug außergewöhnlich spannend. Durch das blaue Licht entfalteten die Funken eine ganz spezielle Wirkung und versetzen das Eis in einen goldenen Glanz.“

EOS 5D Mark III, Distagon T* 2,8/15, f/16, 13 sec, ISO 1600
Gletscherhöhle mit einfallendem Sonnenlicht
Hochauflösendes Bild auf Flickr

Die vorherrschende Farbe des natürlichen Lichts tief unten in der Höhle ist blau, nicht weiß. Komprimiertes Eis mit geringen Lufteinschlüssen wirkt letztlich wie ein schwacher Farbfilter: rotes, orangenes, gelbes und grünes Licht wird als erstes absorbiert. Ab einer Dicke der Eisschicht von etwa drei Metern bleibt nur noch blaues Licht übrig: Es entsteht das sogenannte Gletscherblau. „Das Licht war an diesem Tag relativ schwach, was sich allerdings positiv auf die Bilder auswirkte. Wir hatten nicht mit potenziellen Überbelichtungen zu kämpfen. Durch ein Loch in der Decke, an dem sich ein Eiszapfen aus Schmelzwasser gebildet hatte, fiel nur wenig Licht herein, das den hereingefallenen Schnee erleuchtete.Im Vordergrund sieht man außerdem einen kleinen Fluss, der aufgrund der langen Belichtungszeit besonders soft wirkt.“

EOS 5D Mark III, Distagon T* 2,8/15, f/11, 2 sec, ISO 1600
Gletscherhöhle mit einfallendem Sonnenlicht
Hochauflösendes Bild auf Flickr

Für Blawath war das Shooting in der isländischen Gletscherhöhle ein intensives Erlebnis – auch jenseits der Fotografie: „Wie schön doch die Natur eine solche Höhle regelrecht gestaltet und wie harmonisch und gleichzeitig schroff das alles wirkt. Dies selbst zu erleben, war einfach gigantisch. Der Aufwand hat sich mehr als gelohnt. Man hat letztlich nur diese eine Chance, seine Aufnahmen zu machen. Hier bietet ein hochwertiges Objektiv wie das Distagon T* 2,8/15 einen großen Vorteil. Man kann sich weitgehend darauf verlassen, eine scharfe  Aufnahme zu bekommen – von unendlich bis ganz vorne – und das in Verbindung mit einem extremen Weitwinkel. Bei dieser Höhle übrigens sind die Aufnahmen tatsächlich einmalig geworden – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Winter war auch auf Island sehr mild. Es gab heftige Regenfälle, und nur eine knappe Woche nach unserem Shooting lief die Höhle voll. Die Grotte, die ich festgehalten habe, gibt es heute in dieser Form nicht mehr.“

Über Stefan Blawath

Stefan Blawath fotografiert seit seiner Jugend und hat – nach einer längeren Pause – vor acht Jahren wieder damit angefangen, zunächst mit einem Einsteigermodell und vor zwei Jahren dann mit einer Vollformat-Spiegelreflexkamera und einer Vorliebe für hochwertige Objektive. Wenn er nicht gerade in den Bergen unterwegs ist, um seiner fotografischen Leidenschaft zu frönen, betreut er das Kunden- und Geschäftspartnerportal bei einer großen Münchner Versicherung.

http://www.mountainsandlight.com

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