Fotografie extrem

Der indische Verkehrsweg von Manali nach Leh führt über die höchsten befahrbaren Bergpässe der Welt in das märchenhafte Ladakh, auch Klein-Tibet genannt. Der Fotograf Saravana K. (33) aus Bangalore hat die rund 500 Kilometer lange Fahrt über die Kette des Himalayas von Ende September bis Anfang November 2010 mit dem Fahrrad bewältigt. Mit im Reisegepäck war das Planar T* 1,4/50 ZE.

Zwischenstopp im Thukje Dorf village an den Ufern des Tsokar Sees (Planar T* 1,4/50; F/11; 1/200 sec.; ISO-160).

Zwischenstopp im Thukje Dorf village an den Ufern des Tsokar Sees.

Als Saravana seine Radtour antrat, wusste er, dass er auf diesem Trip Grenzerfahrungen sammeln würde. Die Strecke von Manali bis nach Leh gehört zu den härtesten aber auch schönsten der Welt. Nur wer zäh und durchtrainiert ist, dünne Höhenluft verträgt und extreme Wetterlagen aushält, kann sie bezwingen. Die Straße beginnt am Südhang des Himalaya in Manali, führt über mehrere Pässe – Rohtang (3977m), Baralacha (4885m), Nakeela (4950m) und Lachulung (5085m) sowie über den zweithöchsten Pass der Erde Taglang (5328m) – und endet schließlich im Ort Leh im Indus-Tal.

Die Grafik zeigt, welch enormen Höhenunterschiede ein Radfahrer von Manali bis nach Leh zurücklegt.

Die Grafik zeigt, welch enormen Höhenunterschiede ein Radfahrer von Manali bis nach Leh zurücklegt.

Weite Landschaften von unvergleichbarer Schönheit entschädigen für körperliche Strapazen. Aufgenommen unweit des Tso Kar Sees (Planar T* 1,4/50; F/11; 1/250 sec.; ISO-320).

Weite Landschaften von unvergleichbarer Schönheit entschädigen für körperliche Strapazen. Aufgenommen unweit des Tso Kar Sees.

Der Berg und seine Tücken

Dass Saravana gleich am ersten Tag an seine Grenzen gehen musste, damit hatte er nicht gerechnet. Ein heftiges Gewitter mit Hagel, der in sintflutartigen Regen überging, überraschte ihn in 3300 Meter Höhe. Saravana, der völlig unzureichend bekleidet war, versuchte anfangs noch gegen Wassermassen, Schlamm und Kälte anzukämpfen, weil er sein wenige Kilometer entferntes Etappenziel erreichen wollte. Doch als ihn die Sturzbäche in den Abgrund zu spülen drohten, kehrte er notgedrungen um und konnte sich talwärts in einen Stall retten. Von da an war er gewarnt, mit welcher Wucht das Wetter in dieser Region zuschlagen kann. Als ihn ein paar Tage später auch noch heftigste Zahnschmerzen heimsuchten, war er nahe dran, die Tour abzubrechen. Doch er hatte Glück. In Darcha, einem der letzten Dörfer vor einer 300 Kilometer langen nur sehr dünn besiedelten Strecke, war gerade ein Arzt anwesend. Er versorgte Saravana mit Medikamenten, die ihn den Rest der Reise schmerzfrei bestreiten ließen.

Ein abgelegenes Dorf vor mächtiger Bergkulisse (Planar T* 1,4/50; F/16; 1/13 sec.; ISO-160).

Ein abgelegenes Dorf vor mächtiger Bergkulisse.

Wofür Saravana die körperlichen Anstrengungen auf sich genommen hat, versteht man beim Betrachten seiner Bilder. Auf seiner Reise hat er die gewaltigen Bergformationen, atemberaubenden Landschaften und interessanten Menschen festgehalten. Dabei war das Planar T* 1.4/50 ZE der ideale Begleiter. „Ich liebe die Schärfe und Klarheit, die das kompakte Objektiv erzeugt, ebenso seine überragende Farbwiedergabe“, so Saravana. Seit er mit ZEISS Objektiven fotografiert, schätzt er umso mehr auch das Fotografieren mit manuellem Fokus. „Über den komfortablen Fokus-Ring lassen sich Details besonders präzise scharf stellen.“ Bewährt hat sich während seines Trips auch die robuste Verarbeitung, die ZEISS Objektive seit jeher auszeichnet. Staub, Wasser, extreme Temperatur- und Höhenunterschiede konnten dem Planar T* 1.4/50 ebenso wenig etwas anhaben wie manch unliebsames Durchschütteln, verursacht durch den holprigen Untergrund.

Holprige Schotterpiste, die die Dörfern des Pangong See an die Außenwelt (Planar T* 1,4/50; F/11; 1/100 sec.; ISO-200).

Holprige Schotterpiste, die die Dörfern des Pangong See an die Außenwelt.

Glückliche Mönche und Nomaden

Neben der gewaltigen Natur haben es dem Fotografen auf seinem Trip die Menschen besonders angetan. „Nichts zeigt die Lebensart und Kultur der Menschen in Ladakh besser als ein Foto von einem Fest der buddhistischen Mönche. Diese finden in den Klöstern der Region zu unterschiedlichen Anlässen und Jahreszeiten statt“, erklärt Saravana.

Eine Reihe hoher Lamas, die eine buddhistische Zeremonie während des Thiksey Gustor Festivals in Ladakh durchführen (Planar T* 1,4/50; F/8; 1/200 sec.; ISO-160).

Eine Reihe hoher Lamas, die eine buddhistische Zeremonie während des Thiksey Gustor Festivals in Ladakh durchführen.

Tief beeindruckt hat den Fotograf auch die sehr einfache, ursprüngliche Lebensweise der Chang Tang Nomaden, die in 4.500 Meter Höhe überwiegend von der Schafszucht leben. Glücklich und zufrieden lernte Saravana sie kennen.

Ein Kind der Chang Tang Nomaden in Ladakh (Planar T* 1,4/50; F/11; 1/125 sec.; ISO-200).

Ein Kind der Chang Tang Nomaden in Ladakh.

Ein weiteres Chang Tang Nomadenkind in Ladakh (Planar T* 1,4/50; F/10; 1/80 sec.; ISO-200).

Ein weiteres Chang Tang Nomadenkind in Ladakh.

Kurz vorm Ziel war Saravana dann noch einmal auf fremde Hilfe angewiesen. Am Pangong See, der rund 5.300 Meter hoch liegt, hatte ein für Oktober untypischer Schneesturm gewütet und den Pass für Fahrradfahrer tagelang unpassierbar gemacht. Bei Minus 20 Grad nahm Saravana das Mitfahrangebot eines Konvois der indischen Armee gerne an. Dieser bewegte sich dann zwar im Schneckentempo ins Tal, weil er an jedem Kontrollpunkt stundenlang haltmachte, doch in diesem Moment überwog das unbeschreibliche Gefühl, eine der extremsten Radtouren der Welt gemeistert und wunderbare Fotos eingefangen zu haben.

Sein Traum:  Einmal ein ganzes Jahr in Ladakh zu verbringen, um diesen wunderschönen Fleck Erde zu jeder Jahreszeit zu fotografieren.

 

Saravana K. (33) aus Bangalore in Indien studierte Informatik und arbeitete als erfolgreicher Senior System Architekt für eines der weltweit größten Telekommunikationsunternehmen. Doch schon immer zog es ihn hinaus in die Welt. Seit Mitte 2010 widmet er sich ganz seiner Leidenschaft: dem Reisen und Fotografieren. Für diesen Traum hat er gespart und finanziert ihn mit Gelegenheitsjobs. Mehr Fotos und Informationen zu seiner Person und zu seinen Touren findet man auf seinem Blog. Diesen möchte er schrittweise zu einem internationalen Netzwerk für Weltenbummler ausbauen. Abenteurer sollen dort schon bald ihren eigenen Blog anlegen können und sich mit der Community über ihre Reisen und Erlebnisse austauschen.

http://www.kettik.com/

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1 Kommentar

  1. Alois Bernkopf

    auch hier wäre eine Information über die Kamerahardware interessant(Vollformat,APSC).
    Offenbar war es ein Canonsystem.Angaben über Verwendung von Filtern,E-blitz etc. ??

    Antwort

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