Fotografie extrem

Der deutsche Amateurfotograf Marcus Böhm hat sich im Oktober 2011 einen lang ersehnten Traum erfüllt. Auch mit zwei ZEISS Objektiven im Gepäck, dem Distagon T* 3,5/18 und Makro-Planar T* 2/100, reiste er durch Namibia und Botswana. Über 5.000 Kilometer hat der 34-jährige, der in Tübingen bei Stuttgart lebt, in den vier Wochen zurückgelegt. Entstanden sind faszinierende Landschafts- und Tieraufnahmen.

Rehobot Sonnenuntergang (Namibia) (F/9; 5 sec.; ISO-400)

Rehobot Sonnenuntergang (Namibia)

Der erste Abend in Rehoboth (Namibia) klang gleich mit einem spektakulären Sonnenuntergang aus. Gebucht hatte Marcus Böhm ursprünglich nur einen einfachen Campingplatz, auf dem er im Geländewagen mit Dachzelt übernachten wollte. Freudig überrascht war er dann, als man ihn in einem komfortablen strohbedeckten Haus am See unterbrachte. Dort positionierte Marcus Böhm seine Kamera plus Distagon T* 3,5/18 auf der Terrassenmauer und verewigte den traumhaften Ausblick per Fernauslöser. Bereits hier stand für den Fotografen fest, dass es die richtige Entscheidung war, das Super-Weitwinkelobjektiv von Carl Zeiss mit nach Afrika zu nehmen. Dank des sehr großen Bildwinkels von 99° ließen sich die Landschaften und Nationalparks in ihrer einzigartigen Weite und unvergleichlichen Schönheit festhalten.

Als weiteres unverzichtbareres Arbeitswerkzeug erwies sich für den deutschen Fotografen während der Safari das Makro-Planar T* 2/100. Als Produktdesigner muss Marcus Böhm schon von Berufswegen ein Auge für Ästhetik haben. Diese Gabe kommt ihm auch in der Makro-Fotografie zugute. Dort sind Geduld, Intuition und ein geübter Blick besonders wichtig, um die winzigen Details dieser Miniaturwelt abzulichten. Umso mehr schätzt der Fotograf das manuelle Fokussieren mit ZEISS Objektiven. Gerade beim Makro-Planar T* 2/100 hatte er von Anfang an das Gefühl ein Präzisionsinstrument in der Hand zu halten. Besonders gefällt ihm der lange Drehwinkel, der ein äußerst präzises Scharfstellen und die gezielte Betonung feinster Aspekte des Motivs ermöglicht.

Nicht nur die komfortable Haptik und überragende Abbildungsqualität gaben den Ausschlag für Marcus Böhm, mit ZEISS Objektiven auf Safari zu gehen, ebenso ihre Robustheit und kompakte Verarbeitung. Auch in dieser Hinsicht entsprachen die Objektive voll und ganz seinen Erwartungen: Weder die ständigen Erschütterungen auf den holprigen Schotterpisten noch die extreme Hitze und der feine Wüstenstaub beeinträchtigten ihre Funktionsweise.

Die Reiseroute führte Marcus Böhm in den ersten beiden Wochen von Namibias Hauptstadt Windhoek entlang der Orte Rehoboth und Solitaire in die Namib-Wüste. Von dort aus ging es weiter in Richtung Norden durch den Etosha National Park - der bis auf Krokodile, Flusspferde, Wasserböcke und Büffel nahezu alle Großtierarten des südlichen Afrikas beherbergt – bis zum „Caprivi Zipfel“: So nennen die Einheimischen die zipfelförmige Ausbuchtung im Nordosten Namibias. Anschließend überquerte Marcus Böhm die Grenze nach Botswana, fotografierte im Chobe National Park, der besonders für seine großen Elefantenherden bekannt ist, sowie im tierreichen Moremi Wildreservat. Durch das Okavango Delta führte ihn sein Weg über die Stadt Maun zurück nach Windhoek.

Oldtimer-Paar in Solitaire (Distagon T* 3,5/18; F/3,5; 1/3200 sec.; ISO-400)

Oldtimer-Paar in Solitaire

Das Oldtimer-Paar zeugt von einer gottverlassenen Gegend: Willkommen in Solitaire, einem winzigen Ort kurz vor der weiten Namib-Wüste. Außer einer Tankstelle und einer Hand voll Häuser und Geschäfte gibt es dort nichts. Dieses Motiv der Vergänglichkeit fotografierte Marcus Böhm bei Mittagshitze mit dem Distagon T* 3,5/18. Der extreme Bildwinkel des Objektivs von  ermöglichte es dem Fotografen die beiden verrotteten Fahrzeuge aus sehr kurzer Distanz vor weiter Kulisse in Szene zu setzen. Dadurch entfalten sie enorme Präsenz.

Mikrokosmos Wespennest (Makro-Planar T* 2/100; F/8; 1/200 sec.; ISO-640)

Mikrokosmos Wespennest

Die Ruhe nach dem Sturm südlich von Solitaire. Nach einer durchgerüttelten Nacht im Dachzelt seines Jeeps entdeckte Marcus Böhm am nächsten Morgen unweit seines Lagerplatzes ein Wespennest. Es lag unter einem Baum - offenbar ein Opfer des Sturms, der durch die annähernd baumlose Busch- und Grassavanne fegte. Die Wespe mit stattlicher Körperlänge von rund fünf Zentimetern bewachte das Nest. Ein Fall für das Makro-Planar T* 2/100, mit dem sich Marcus Böhm dem friedlichen Insekt bis auf wenige Zentimeter näherte und die Gesichtszüge der Wespe in verblüffender Klarheit scharf stellte. Als Beobachter glaubt man fast, Teil des Mikrokosmos zu sein, die geringe Schärfentiefe verstärkt diesen Eindruck.

Dünen in der Namib Wüste (Distagon T* 3,5/18; F/5,6; 1/1250 sec.; ISO-640)

Dünen in der Namib Wüste

Wie ein Kunstwerk steht ein abgestorbener Baum vor den eindrucksvollen Dünen der Namib Wüste. Kein Liebhaber der Fotografie kann so ein Motiv passieren, ohne es festzuhalten. Markus Böhm wählte hier das Weitwinkelobjektiv Distagon T* 3,5/18 und den goldenen Schnitt, um dem Motiv besondere Präsenz und Ästhetik zu verleihen.

Sonnenuntergang vor den Zebra Mountains (Distagon T* 3,5/18; F/4; 1/100 sec.; ISO-400)

Sonnenuntergang vor den Zebra Mountains

Wolkenschauspiel im Naukluft National Park: Im Bildhintergrund sind die Zebra Mountains zu sehen, eine karge wüstenähnliche Region, durch die sich kleine Flussläufe schlängeln. Am späten Nachmittag zog ein Gewitter auf, das sich mit heftigem Donner ankündigte. Es regnete kaum eine Viertelstunde. Wenig später war das Wasser bereits wieder verdunstet und die Wolken machten Platz für einen wunderschönen Sonnenuntergang. Freihandaufnahme mit dem Distagon T* 3,5/18 – nur wenn der Bildwinkel des Objektivs groß genug ist, können Fotografen solche einzigartigen Perspektiven in ihrem gesamten Ausmaß festhalten.

Gottesanbeterin (Makro-Planar T* 2/100; F/7,1; 1/250 sec.; ISO-1000)

Gottesanbeterin

Letzter Stop vor dem großen Etosha National Park in einem Camp unweit von Khorixas. Bei der Feuerholzsuche im umliegenden Buschland wunderte sich Marcus Böhm, warum der Ast, den er für das Feuerholz kleinmachen wollte, plötzlich davonlief. Tatsächlich handelte es sich um eine Gottesanbeterin. Der Fotograf positionierte den Ast samt Bewohner behutsam im Gras, holte eilig sein Stativ heraus und hielt den Moment mit dem Makro-Planar T* 2/100 fest.

Oryxantilopen im Etosha National Park (Makro-Planar T* 2/100; F/10; 1/640 sec.; ISO-640)

Oryxantilopen im Etosha National Park

Hält man zur Mittagszeit Ausschau nach Tieren im Etosha National Park, findet man sie unter den wenigen Bäumen und Büschen. Hier suchen drei Oryxantilopen Schutz vor der brennenden Mittagssonne. Für diese Einstellung verwendete Marcus Böhm erneut das Makro-Planar T* 2/100. Es zeigt, dass sich das Objektiv auch sehr gut als (leichtes) Teleobjektiv einsetzen lässt.

 

Elefanten beim Schlammbad (Makro-Planar T* 2/100; F/9; 1/1000 sec.; ISO-500)

Elefanten beim Schlammbad

Um diese Elefantenherde zu fotografieren, fuhr Marcus Böhm im Schritttempo behutsam an die Wasserstelle. Weiter heran ließ ihn die Herdenführerin (links im Bild) nicht. Sobald der Motor abgestellt war und der Fotograf mit Kamera und Makro-Planar T* 2/100 offensichtlich keine Gefahr darstellte, durften auch die Elefantenkinder wieder in das kühlende Schlammbad.

Immer schön der Reihe nach - Giraffen trinken nie gemeinschaftlich (Makro-Planar T* 2/100; F/4,5; 1/5000 sec.; ISO-400)

Immer schön der Reihe nach - Giraffen trinken nie gemeinschaftlich

Dass Giraffen sich beim Trinken abwechseln, davon hatte Marcus Böhm gehört. Hier beobachtete er es mit eigenen Augen. Die anderen Familienmitglieder passen auf, ob Gefahr droht, die in dieser Situation auch tatsächlich bestand. Gut versteckt im angrenzenden Dickicht und nur mit dem Fernglas sichtbar, lag ein Löwe und ließ die Gruppe nicht aus den Augen. Grund genug, warum diese Aufnahme aus dem Wagen heraus entstand (Makro-Planar T* 2/100).

Libelle am Okavango-River (Makro-Planar T* 2/100; F/6,3; 1/500 sec.; ISO-400)

Libelle am Okavango-River

Immer wieder faszinierte den Fotograf die Insektenwelt im südlichen Afrika. Diese Libelle traf er in der Nähe der Stadt Rundu am Okavango-River an - am Ufer des Grenzflusses nach Angola. (Freihandaufnahme mit dem Makro-Planar T* 2/100).

Schmetterling im Mudumu Game Reserve (Makro-Planar T* 2/100; F/11; 1/160 sec.; ISO-500)

Schmetterling im Mudumu Game Reserve

Insekten wie dieser Schmetterling im Mudumu Game Reserve (Caprivi Zipfel), versorgen sich mit lebenswichtigen Mineralien im feuchten Sand rund um die Wasserstellen. Durch den Schlamm robbend näherte sich der Fotograf bis auf wenige Zentimeter mit dem Makro-Planar T* 2/100. Was das bloße Auge leicht übersieht, wird mit einem Makroobjektiv sichtbar: Körpermuster und Farbe des Kleinlebewesens.

Elefantenbad im Kwando-River (Makro-Planar T* 2/100; F/5,6; 1/640 sec.; ISO-400)

Elefantenbad im Kwando-River

Laut dem Führer, der Marcus Böhm auf einer Bootstour auf dem Kwando-River (Grenzfluss von Namibia und Botswana) begleitete, versorgen sich Elefanten selbst mit pflanzlichen Heilmitteln, wenn es ihnen nicht gut geht. Dieser Elefant verzehrt gerade die Wurzeln von Wasserpflanzen, die laut dem Führer besonders wirkungsvoll sein sollen. Das Bild entstand Freihand mit dem Makro-Planar T* 2/100 unmittelbar als das Boot vor dem Elefanten stoppte. Seine Beobachter haben ihn nicht weiter interessiert.

Sonnenuntergang am Okavango Delta (Distagon T* 3,5/18; F/4; 1/100 sec.; ISO-100)

Sonnenuntergang am Okavango Delta

Gegen Ende der Reise wieder ein spektakulärer Sonnenuntergang in Afrika. Er wird für Markus Böhm unvergesslich bleiben. Es war eine Nacht mitten im Wald des Kwhai Community Camps (Okavango Delta). Keine Zäune, keine Ranger, kaum Menschen weit und breit, dafür Rufe in der Nacht von Wildhunden ringsherum. Für dieses Motiv war das Weitwinkel Distagon T* 3,5/18 prädestiniert.

5 Kommentare

  1. Werner Orwat

    Die beiden benutzten Objektive hätte ich auch sehr gern. Leider ist die optische (!) Qualität der Fotos nicht einschätzbar, da die angebotenen Beispiele in ihrer Auflösung einfach zu dürftig sind. Dem Fotografen unabhängig davon meinen Glückwunsch!

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  2. Werner Orwat

    Ergänzung: Das Makro-Planar T*2/100 ist nach den Fotos eben nicht nur ein klasse Makro-Objektiv, sondern auch ein tolles moderates Tele!

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  3. Olaf Wolf

    Die verwendete Kamera, also Name und Pixelauflösung wären mal interessant.. Die verwendetren Zeiss Objektive sind schon klasse, allen voran das Makro Planar 100mm 2,0 das in Bezug auf Lichtstärke, Bildleistung und Brennweite einzigartig ist. von der superpen Bearbeitung ganz zu schweigen. Trotzdem benötigt man bei einer Safari schon Teleobjkeitve mit mindestens 400mm um auch mal scheue und gefährlich Tiere ( Löwen, Büffel, Leoparden, fortmafüllend aufzunehmen.
    Die bilder sehen in dieser Größe gut aus.
    Interssant wäre, sie mal auf einem Format von mindestens 20x30cm zu sehen um besser Schärfe und Brillianz zu beurteilen. Auc die verwendeten Blenden bei den Bildern zu nenne wäre nett gewesen und die Iso Einstellung mit der die Bilder geschossen worden sind.

    Kompliment an den Fotografen.

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  4. Manfred Buschhaus

    Das Baumskelett vor der großen Düne in der Namib (Bild 4) hat schon jeden Fotografen zu Bild-Versuchen gereizt. Man muss ganz früh aufstehen. Nur die frühe Morgensonne gibt der großen Düne Struktur. Später wird aus den Schattenrissen ein strukturloser Sandhaufen (wie hier). Und natürlich geben die ZEISS-Objektive alles wieder, was zu sehen ist. Deshalb immer gut Licht.

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  5. Alois Bernkopf

    Auch mich hätte interessiert,mit welchem
    System(Vollformat,APSC,Messsucher ?)
    der Fotograf gearbeitet hat.Die Landschaftsmotive lassen die Überlegenheit der Zeiss-objektive schlecht erkennen.Die
    Makrofotos überzeugen.Gratuliere.

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