Ästhetik des Essens

CLN 48 – Ästhetik des Essens

Food-Fotografie gilt als Kunst, die schön drapiertes Essen wie wahre Kunstwerke in Szene setzt. Wenn Daniel Dytrych zur Kamera greift, dann sieht er sich als Künstler, der versucht Nahrung von seinen Ursprüngen her fotografisch zu betrachten – aus einer natürlichen Perspektive. ZEISS Objektive gehören zu seinen wichtigsten Werkzeugen, wenn es darum geht, das Beste aus seinen Bildern herauszuholen.

Im Zentrum von Daniel Dytrychs Fotografie steht das Licht, natürliches Licht. Denn nur damit – und nicht mit künstlicher Studiobeleuchtung – lässt sich aus seiner Sicht Essen richtig zur Geltung bringen. Die Gerichte und Nahrungsmittel für seine Foto-Shootings werden frisch und mit den besten Zutaten hergestellt. Das optische Ergebnis soll für sich selbst sprechen – ohne künstliche Ergänzungen.

D300s, Planar T* 1,4/50, f/3,5, 1/1000, ISO 160
Fisch, Padstow Harbour, Cornwall, England

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Ming Thein ist ein Profi hinter der Kamera, wenn auch ein spätberufener. Erst seit 2011 arbeitet er – nach einer erfolgreichen Karriere in der Wirtschaft – als Vollzeitfotograf. Einer der Gründe dafür, warum exquisite Uhren zu seinen bevorzugten Motiven gehören, könnte seine besondere Einstellung zu Zeit sein. Bei seinem Werdegang konnte es nicht schnell genug gehen: Seinen Master-Abschluss in Physik machte er mit 16. Wenn er sich allerdings Zeit lässt, genießt der heute 26 Jährige es selbst zu essen – und Essen für Kunden zu fotografieren. An seinem Geburtsort Malaysia, wo er derzeit wieder lebt, schätzt er die „unglaublich vielfältigen Gerichte.“ Er liebt die Variation – auch bei seiner Ausrüstung. Dabei ist es kein Zufall, dass von seinen zahlreich eingesetzten Objektiven das ZEISS Makro-Planar T* 2/100  und das ZEISS Distagon T* 2/28 in der Food-Fotografie häufig zum Einsatz kommen.

D800E, Makro-Planar T* 2/100 (f/22, 8, ISO 100)
Drei Äpfel

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Er ist in China geboren und studiert in Frankreich. „Ein Glücksfall“, meint Jiang Xiaoran, „denn beide Länder sind berühmt für ihr hervorragendes Essen.“ Dabei geht für ihn die Liebe zum Essen nicht nur durch den Magen, sondern als Fotograf auch durch die Augen. Deshalb ist seine Kamera – ausgestattet mit einem ZEISS Distagon T* 2/28 – sein ständiger Begleiter. Jiang arbeitet am liebsten mit weit geöffneter Blende, ohne dass er dabei Kompromisse an die Schärfe eingehen will, und schätzt ein exzellentes Bokeh. Mit Hilfe seines ZEISS Distagon gelingt es ihm immer wieder aufs Neue, diesem Anspruch zu genügen und sich selbst Appetit auf neue Bilder zu machen.

Klassische Food-Fotografie inszeniert Essen, stellt es meist unter Studiobedingungen als Kunstobjekt in den Mittelpunkt. Auch für Jiang Xiaoran ist Essen ganz klar „ein Kunstwerk“. Doch für ihn gehört mehr dazu, als nur das eigentliche Nahrungsmittel: die Herstellung, die Farben, das Arrangement, die Weise, wie man etwas isst und was einem beim Essen umgibt – Tische, Stühle, die Atmosphäre einer Küche oder eines Restaurants. Es geht ihm als Fotograf um Essen als Kultur, um Esskultur.

Distagon T* 2/28 (f/2,5, 1/125, ISO 500)
Distagon T* 2/28 (f/2,5, 1/125, ISO 500)

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