Teil 3 der Reihe mit Antia Alonso-Crespo, Leiterin des internen Dienstleistungsbereichs bei ZEISS

Allgemein

Erfahrungsberichte

Mit einem technischen Hintergrund kam Antia Alonso Crespo 2012 als Assistentin des Vorstands zu ZEISS. Tätig war sie bereits in Holland, Frankreich und Spanien, seit 2016 ist sie wieder in Deutschland. Seit dem leitet Antia Alonso Crespo den Bereich Business Services & Infrastructure und verantwortet damit den internen Dienstleistungsbereich der Carl Zeiss AG mit rund 300 Mitarbeitern. Wir haben ihr drei Fragen zur Führungskultur bei ZEISS gestellt:

Was macht für Sie eine gute Führungskultur aus, Frau Alonso Crespo?

Für mich ist es wichtig, meine Mitarbeiter zu unterstützen und zu motivieren sowie eine Umgebung zu schaffen, die es ihnen ermöglicht, ihre Fähigkeiten und ihr Wissen bestmöglich einzubringen und hervorzuheben. Somit ist auch dafür gesorgt, dass unterschiedliche Charaktere und Talente optimal zusammen spielen.
Selbstverständlich habe ich auch hohe Erwartungen an meine Mitarbeiter. Diese gelten aber genauso für mich, weshalb ich mich so organisiere, dass für meine Mitarbeiter das Bestmögliche erreicht wird.

 

Antia Alonso-Crespo (rechts im Bild) im Logistikzentrum.

 

Wie leben Sie das Thema Führungskultur in Ihrem Bereich?

Die Frage ist sehr breit gefächert und gar nicht so eindeutig zu beantworten. Ich versuche für meine Mitarbeiter immer als Vorbild zu handeln, um ihnen damit zu verdeutlichen, wie meine Erwartungshaltung ist. Wichtig ist mir, Feedback in Form von Beispielen zu geben und auch zu bekommen sowie „Empowerment“ zu vermitteln. Meine Mitarbeiter sollen demnach Entscheidungen selbst treffen können und aktiv handeln, anstatt Themen über einen langen Zeitraum zu verschleppen. Ich denke das ist besonders gut möglich, wenn man ihnen eine klare Richtung definiert aber auch Freiraum und Gestaltungsraum lässt. Auf diese Weise kann ich ihre Entwicklung unterstützen. Es ist mir ein großes Anliegen beispielhaft voranzugehen, denn das wird gesehen und geschätzt. So erleben meine Mitarbeiter aktiv wie die Unternehmenskultur konstruiert wird.

 

Antia Alonso-Crespo ist seit 2012 bei ZEISS.

 

Was war Ihr größtes „Lessons Learned“ in Ihrer Führungsrolle?

Die wichtigste Erkenntnis aus meiner Führungsrolle ist, dass Verantwortung und Vertrauen notwendig ist, um eine performante Organisation zu kreieren und das ist nur mit Transparenz und Offenheit möglich. Dadurch ist für mich „Empowerment“ einer der wichtigsten Werte. Nur durch die Übertragung von Verantwortung in meine Teams werden sie wirklich performant und arbeiten erfolgreich. Natürlich besteht hierbei auch immer die Gefahr, dass manche Themen zu Beginn gegen die Wand fahren werden, allerdings sind die Lerneffekte daraus entscheidend. Wenn ich immer in die Rolle trete fehlerhafte Prozesse zu kompensieren, sinkt der Lerneffekt und die Eigenständigkeit meiner Teams ist langfristig geringer.

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